Guide Michelin Schweiz 2021: Rekordanzahl an Zwei-Sterne-Restaurants

| Gastronomie Gastronomie

Michelin präsentiert die neue Ausgabe des Guide Michelin Schweiz: Trotz der vergangenen schwierigen Monate bestätige die diesjährige Restaurantauswahl den Facettenreichtum der Schweizer Gastronomieszene, so das Unternehmen. 

"Die Gastronomie steht aufgrund der Pandemie seit einiger Zeit vor großen Herausforderungen. Umso mehr waren unsere Teams beeindruckt von der Kreativität, dem Know-how sowie dem stetigen Anspruch der Schweizer Küchenchefs, feinste gastronomische Erlebnisse auf den Teller zu zaubern. Egal ob in der Stadt oder auf dem Land – die Inspektoren zeigten sich begeistert von der gebotenen kulinarischen Qualität und dem sehr hohen Serviceniveau. Daher möchten wir auch mit der diesjährigen Auswahl unsere Verbundenheit zu den hochklassigen Häusern der Schweiz bekräftigen und alle Gourmets ermutigen, die Restaurants zu besuchen, sobald dies wieder möglich ist. In diesen Zeiten freut es uns zudem, neue Talente zu entdecken, die mit großer Leidenschaft und Einfallsreichtum agieren, was nicht nur ihr Können, sondern auch ihr besonderes Engagement im Sinne der Nachhaltigkeit betrifft. Dies wollen wir mit dem ‘MICHELIN Grüner Stern‘ unterstreichen", erklärte Gwendal Poullennec, internationaler Direktor des Guide Michelin. 

Die Restaurants Cheval Blanc by Peter Knogl in Basel, Le Restaurant de l'Hôtel de Ville in Crissier und Schloss Schauenstein in Fürstenau werden weiterhin mit dem Maximum von drei Sternen gelistet.

Vier neue Restaurants mit zweitem Stern prämiert

Darüber hinaus erlangen vier neue Häuser ihren zweiten Stern. So steigt die Zahl der „hervorragenden Küchen, die einen Umweg verdienen“ auf 24: ein Rekord in der Schweizer Gastronomielandschaft.

Im Restaurant Cà d'Oro im Kempinski Grand Hotel des Bains in Sankt Moritz überzeugt Küchenchef Matthias Schmidberger mit einer erlesenen, mediterran inspirierten Küche, die raffiniert und angenehm leicht ist. Auch das Magdalena in Schwyz hält Einzug in die Zwei-Sterne-Auswahl und wird zur neuen Top-Adresse. Mit dem jungen und motivierten Team von Dominik Hartmann besticht das Restaurant durch die Einzigartigkeit der Gerichte, bei denen der Fokus vor allem auf Gemüse liegt, ohne dabei ganz auf Fleisch und Fisch zu verzichten. Das Restaurant Sens des Hotels Vitznauerhof am Vierwaldstättersee in Vitznau verdankt seine charakteristische Küche dem Niederländer Jeroen Achtien. Achtien war bis 2018 Küchenchef im Drei-Sterne-Restaurant De Librije von Jonnie Boer in Zwolle. Im Restaurant Widder in Zürich ist der bekannte Küchenchef Stefan Heilemann tätig. Nach Schließung des Restaurants Ecco in Zürich wechselte er mit seinem Team ins Widder und zaubert dort weiter kulinarische Erlebnisse auf höchstem Niveau.

16 neue Restaurants in der Auswahl mit einem ersten Stern

Insgesamt schaffen es 16 Neuzugänge auf die Liste der Häuser, die mit einem Stern ausgezeichnet werden. Damit verändert sich die Zahl in der Ein-Stern-Kategorie auf 95. In Zürich erhalten vier Restaurants ihre erste Auszeichnung, wodurch die Vielfalt der dortigen Gastronomieszene unterstrichen wird. Im Sushi Shin können Fans der japanischen Küche das Omakase-Menü von Küchenchef Kenichi Arimura genießen. Vegetarisch inspirierte sowie exzellente und individuelle Gerichte finden Gourmets im Restaurant Neue Taverne. Das IGNIV Zürich by Andreas Caminada ist nach den Häusern in Sankt Moritz und Bad Ragaz – beide zwei Sterne – der dritte Standort von Andreas Caminada in der Schweiz. Besucher und Besucherinnen schätzen die Geselligkeit am Tisch und das Prinzip des sogenannten Foodsharings, das hier zum edlen gastronomischen Angebot gehört. Das La Rôtisserie im Hotel Storchen steht indes für überzeugende und moderne internationale Küche.

Auch Lugano, die größte Stadt im Kanton Tessin, sorgt in diesem Jahr mit drei neuen Restaurants in der Ein-Stern-Kategorie für Furore. Hier zeigen sich die Inspektoren beeindruckt vom exzellenten gastronomischen Niveau der folgenden Adressen: I Due Sud (Hotel Splendide Royal), META und Principe Leopoldo (Hotel Villa Principe Leopoldo).

In Bad Ragaz kann sich auch das Haus Verve by Sven über einen ersten Stern freuen. Es befindet sich im Grand Resort Hotel und ist damit das dritte Sternerestaurant des Ortes neben dem Memories und dem IGNIV by Andreas Caminada, beide mit zwei Sternen.

In Andermatt erhalten das The Japanese by The Chedi und das GÜTSCH by Markus Neff auf 2.300 Metern Höhe jeweils einen Stern.

Sechs weitere Häuser werden ebenfalls zum ersten Mal mit einem Stern ausgezeichnet: Alpenblick-Stuba in Adelboden, La Table du Lausanne Palace in Lausanne, UniQuisine Atelier in Stansstad, The Nucleus in Wolhusen, Les Ateliers in Vevey und das the K by mauro colagreco in Sankt Moritz.

Erstmals 19 Restaurants in der Schweiz mit dem „MICHELIN Grüner Stern“ ausgezeichnet

Mit dem „MICHELIN Grüner Stern“ gibt es eine neue Auszeichnung in der Ausgabe 2021 des Guide MICHELIN Schweiz. Dieses Prädikat wurde das erste Mal im Januar 2020 mit der Veröffentlichung des Guide MICHELIN Frankreich eingeführt. Der grüne Stern soll Leserinnen und Lesern helfen, Restaurants mit einer besonders nachhaltigen Ausrichtung zu identifizieren.

Die 19 von den Inspektoren des Guide MICHELIN ausgewählten Adressen sind allesamt Häuser, die durch vorbildliche Initiativen und konkrete Maßnahmen eine nachhaltige Vision der Gastronomie verfolgen: angefangen bei der Herkunft der Produkte über die Saisonalität auf dem Teller und der Ausgewogenheit des Menüs bis hin zum Abfall- oder Ressourcenmanagement des Betriebs. Die Fähigkeit der Küchenchefs, die Gäste und sein Team für diesen Ansatz zu sensibilisieren und ihn in der täglichen Arbeit innerhalb des Restaurants zu verinnerlichen, steht dabei ebenso im Fokus.

15 Restaurants neu in der Bib-Gourmand-Auswahl

Der Bib Gourmand verweist auf Restaurants mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis, bei denen ein komplettes Menü für maximal 70 CHF angeboten wird. Diese Liste hervorragender Adressen wird 2021 mit 15 neuen Restaurants bereichert. Um die kulinarische Vielfalt der Auswahl zu verdeutlichen, kann sich in diesem Jahr die vegane Küche des KLE in Zürich über einen Bib Gourmand freuen. Insgesamt umfasst die Liste 140 Häuser, die ein Essen zu moderaten Preisen anbieten.

Eine Liste mit allen Michelin-Sternen in der Schweiz sortiert nach Orten gibt es hier.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Im Münchner Innenstadtgebäude Herzog Max hat das neue Gastronomiekonzept Super* eröffnet und vervollständigt damit die fünfjährige Transformation des ehemaligen Karstadt Sports. Das Konzept kombiniert Restaurant, Bar und Ladenflächen.

Das Sternerestaurant bi:braud von Alina Meissner-Bebrout zieht im Sommer 2026 aus der Ulmer Büchsengasse in das neue Maison Meissner direkt am Ulmer Münster um. Gemeinsam mit ihrem Mann Steffen Meissner entwickelt die Köchin das historische Gebäude „Bäumle“ zu einem Hotel mit 15 Zimmern sowie Restaurant- und Barkonzept.

Die Zeltvergabe auf dem Oktoberfest ist jetzt auch ein Fall für die Justiz. Gastronom Alexander Egger wehrt sich per Eilantrag gegen die Ablehnung seiner Bewerbung für das Volkssängerzelt «Schützenlisl» auf der Oidn Wiesn.

Die Schützenlisl auf der Oidn Wiesn bekommt zur Wiesn 2026 neue Betreiber. Der Münchner Stadtrat hat dem Wirte-Trio Michael Bietsch, Florian Fendt und Manfred Kneifel den Zuschlag für das Volkssängerzelt erteilt.

Laut dem aktuellen Bericht von Brand Finance erreichen die 25 wertvollsten Restaurantmarken weltweit zusammen einen Markenwert von 190,1 Milliarden US-Dollar. McDonald’s führt das Ranking erneut an, während Chick-fil-A das stärkste Wachstum verzeichnet.

Clara Schoper von der «Zephyr Bar» in München holt den Sieg beim renommierten Cocktailwettbewerb «Made in GSA». Ihr Drink scheint ein alter Bekannter: «Rum-Cola». Es sei jedoch ein Nachbau anno 2026.

Die Berliner Burgerkette Burgermeister expandiert nach Polen. Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben mindestens 20 Standorte innerhalb von drei Jahren und strebt mittelfristig einen Jahresumsatz von bis zu 100 Millionen Euro an.

Das Hamburger Frühstückscafé kropkå von Katrin Koch hat die Aktion „Lokalhelden gesucht“ von VistaPrint und Cornelia Poletto gewonnen. Die Auszeichnung ist laut Veranstalter mit 20.000 Euro Preisgeld verbunden.

Schampusduschen verboten, Blasmusik schon eine Stunde früher und -mal wieder - Streit um die Zeltvergabe: Noch ist nicht mal Sommer, da zurrt München die Planung für die Wiesn im Herbst fest.

35 Jahre Jeunes Restaurateurs (JRE) Deutschland stehen nicht nur für kulinarische Entwicklung, sondern auch für den Wandel innerhalb der Spitzengastronomie. Warum diese heute mehr leisten muss als gutes Essen, erklärt Oliver Röder, Präsident der JRE-Deutschland.