Hamburger Musikclub Molotow bleibt auf der Reeperbahn

| Gastronomie Gastronomie

Nach monatelanger Suche hat der Hamburger Kultclub Molotow einen neuen Standort gefunden - nur etwa 200 Meter vom jetzigen entfernt. «Anfang des Jahres ziehen wir in die Reeperbahn 136, wo schon die Beatles und die Liverbirds spielten, als es noch der Top Ten Club war», teilte Geschäftsführer Andi Schmidt mit. Die frohe Botschaft für viele Feierlustige kommt damit genau rechtzeitig zum 34. Geburtstag, den der Club an diesem Wochenende feiert. 

Derzeit ist in der Nummer 136 noch der Club moondoo untergebracht, der laut Hamburgs Kulturbehörde zum 31. Dezember 2024 schließen wird. Den Angaben zufolge übernimmt dann die Hamburg Kreativ Gesellschaft bis mindestens 2037 das Gebäude und vermietet es an den Betreiber des Molotow unter. So wolle man den Ort langfristig für Club-Nutzung sichern und eine Fläche für Kreativwirtschaft erhalten, sagte der Geschäftsführer der Hamburg Kreativ Gesellschaft, Egbert Rühl. 

Kurz vor Weihnachten 2023 hatte das Molotow eine Kündigung des aktuellen Vermieters erhalten, weil an der Adresse am Nobistor ein Hotel entstehen soll. Es sei das dritte Mal in zehn Jahren, dass der Club den Interessen von Investoren weichen müsse, teilte Schmidt damals mit. Unter dem Motto «Molotow must stay» demonstrierten daraufhin mehr als tausend Menschen für den Erhalt des Kultbetriebs. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Michelin Guide hat elf verbreitete Irrtümer rund um Sterne, Inspektoren und Bewertungsverfahren aufgegriffen. Die Organisation erläutert dabei ihre Kriterien für die Auszeichnung von Restaurants und die Arbeitsweise ihrer Prüfer.

Das Berliner Zwei-Sterne-Restaurant Facil startet zum 25-jährigen Jubiläum eine sechsteilige Podcastreihe mit Reiner Veit. Das Audioformat beleuchtet ab dem 24. Juni 2026 die Geschichte und die personelle Kontinuität des Gastronomiebetriebs.

Bei den Frankfurter Gastro Talent Awards 2026 wurden Liv Geller als Kochtalent und Mihail Zaiat als Bartalent ausgezeichnet. Die Veranstaltung kehrte nach einer dreijährigen Pause als Teil des Rahmenprogramms der Michelin-Gala zurück.

Am Dienstag gibt der Guide Michelin in Frankfurt am Main die neuen Sterne für Deutschland bekannt. Bereits eine Woche zuvor hatte der Restaurantführer zehn neue Bib-Gourmand-Auszeichnungen veröffentlicht.

Starbucks Korea hat nach einem Werbe-Skandal sämtliche der über 2.000 Filialen in Südkorea vorzeitig geschlossen. Die Cafés wurden am Nachmittag dichtgemacht, damit Mitarbeiter an einer verpflichtenden Geschichtsschulung teilnehmen können.

Der Dresdner Historiker Andreas Rutz sieht Restaurants, Kneipen und gemeinsames Essen als wichtige Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens. Zugleich beobachtet er einen Wandel der Esskultur durch Fast Food, To-go-Angebote und veränderte Lebensgewohnheiten.

Der Wirt Alexander Egger bleibt bei einer Klage gegen die Zeltvergabe auf dem Oktoberfest erneut erfolglos. Das Verwaltungsgericht wies seinen Eilantrag ab. Das letzte Wort ist aber nicht gesprochen.

Lidl hat in Dundonald bei Belfast seinen ersten Pub eröffnet. Hintergrund sind besondere Regelungen des nordirischen Alkoholrechts, die dem Discounter den Verkauf alkoholischer Getränke in einer Gaststätte ermöglichen.

Die Zelte für das Münchner Oktoberfest können trotz eines Gerichtsstreits aufgebaut werden. Das Bayerische Oberste Landesgericht lehnte den Eilantrag eines Wirtes ab, wonach die Betreiber zweier Festzelte zunächst nicht zur Wiesn zugelassen werden sollten.

Partner für Berlin hat zum 30-jährigen Jubiläum der Berliner Meisterköche die Nominierungen für das Jahr 2026 verkündet. Eine Jury wählte aus rund 150 Vorschlägen die Finalisten in sechs Kategorien aus, deren Gewinner im November gekürt werden.