Hamburger Senat lässt Heizpilze zu und verzichtet auf Gastronomie-Gebühren

| Gastronomie Gastronomie

Die gastronomischen Betriebe im gesamten Hamburger Stadtgebiet dürfen bis Anfang Mai in ihren Außenbereichen Heizpilze einsetzen. Das hat der Senat am Dienstag beschlossen. Damit folgte der Senat einer Forderung des Hotel- und Gaststättengewerbes, um die Folgen der Corona-Krise für die Branche abzumildern und im Winterhalbjahr möglichst viel Außengastronomie zu ermöglichen. Anschließend werden die Heizpilze in Hamburg dauerhaft verboten. 

Zudem werden weiterhin keine Gebühren von den Betrieben verlangt, wenn sie zum Beispiel Tische und Stühle auf dem Gehweg und damit auf öffentlichem Grund aufbauen. Entsprechende Regelungen für Schausteller wurden ebenfalls verlängert. Gastronomen, die auf die Heizwärmer verzichten, können stattdessen einen Klimabonus erhalten. 

Es bestehe weiterhin ein hohes Interesse, dass Gastronomen und Schausteller aus eigener Geschäftstätigkeit Erträge erwirtschaften können, die ihren wirtschaftlichen Fortbestand sichern, heißt es in der Mitteilung. Aus Gründen des Infektionsschutzes sollten Besucher der Gastronomie ermuntert werden, auch in der kalten Jahreszeit draußen zu essen und zu trinken. Um die Zulassung der Heizpilze hatte es innerhalb der Grünen einen Konflikt gegeben; einige Bezirke hatten anders entschieden. 

«Ich bin froh, dass wir eine einheitliche Lösung für ganz Hamburg gefunden haben», sagte Bezirkssenatorin Katharina Fegebank (Grüne). Klar sei aber auch, dass nicht dauerhaft eine Krise gegen die andere ausgespielt werde. «Klimaschutz bleibt die größte Menschheitsaufgabe.» (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

In Hamburg ist der Genuss-Michel 2026 verliehen worden. Das Fischereihafen Restaurant wurde als Restaurant des Jahres ausgezeichnet, Herbert Seckler erhielt den Ehrenpreis für sein Lebenswerk.

McDonald's Deutschland nimmt Stellung zur angekündigten Klage der Deutschen Umwelthilfe bezüglich früherer Angaben zur Klimaneutralität. Das Unternehmen weist den Vorwurf der Verbrauchertäuschung zurück und verweist auf bereits erfolgte Anpassungen seiner Kommunikation.

In der Allianz Arena in München sind am 26. April die sechs Finalisten des Wettbewerbs „Koch des Jahres“ ermittelt worden. Wie der Veranstalter ROIKA Solutions GmbH mitteilt, qualifizierten sich vier Teilnehmer über den Live-Wettbewerb vor einer Fachjury, zwei weitere über einen Publikumsentscheid.

Im Ausland leben, das heißt viele Erfahrungen mit einer anderen Kultur zu machen. Ein Westfale brachte die Currywurst nach Nairobi – und musste dafür so manches kulinarische Hindernis überwinden.

Eigentlich hat Kenia perfektes Biergartenwetter. Man kann das ganze Jahr hindurch draußen sitzen. Den passenden Gerstensaft nach deutschem Reinheitsgebot gibt es mittlerweile auch.

Das Schlosshotel Münchhausen in Aerzen hat sein gastronomisches Konzept verändert. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde das neue Restaurant „1570 – Casual Fine Dining“ als Nachfolger des bisherigen Gourmetrestaurants „Hilmar“ eröffnet.

In den Streit um Markenrechte an einem Kebab-Gericht kommt Bewegung zwischen einer Bielefelder Dönerkette und dem US-Anbieter Kentucky Fried Chicken. «KFC hat sich entschuldigt und gesagt, das haben sie alles nicht gewollt, und das sei nur ein Zufall gewesen», sagte der Chef der Bielefelder Firma Krispy Kebab.

Georg Strohmeyer feiert sein 10-jähriges Jubiläum als Küchenchef im Hotel Zugspitze in Garmisch-Partenkirchen. Der Wahl-Bayer spricht im Interview unter anderem darüber, wie er auf neue Ideen zu seinen regionalen Kreationen kommt. Tipps für Hobbyköche hat er auch auf Lager.

Am 30. April eröffnet im Westfield Hamburg-Überseequartier das Restaurant Elemente mit lateinamerikanischem Schwerpunkt. Das Projekt verbindet unter anderem internationale Grillkunst mit Hamburger Architekturgeschichte.

Beim internationalen Kongress der Jeunes Restaurateurs in Köln wurde Frédéric Morel aus Münster zum Koch des Jahres gewählt. Die Veranstaltung brachte rund 500 Branchenvertreter aus 21 Ländern am Rhein zusammen.