Insolventes Sternerestaurant - Anthony‘s Kitchen startet neu

| Gastronomie Gastronomie

Gute Nachrichten für das Sternerestaurant Anthony‘s Kitchen in Meerbusch. Der Insolvenzverwalter Georg F. Kreplin von der Kanzlei KKN aus Düsseldorf hat in weniger als zwei Monaten für das weit über die Region hinaus bekannte Gourmetrestaurant eine Sanierungslösung gefunden. Dank intensiver Verhandlungen ist es dem Sanierungsexperten Kreplin gelungen, im Zuge einer übertragenden Sanierung eine Auffanglösung zu finden. Damit ist der Erhalt und die Fortführung des Restaurants, das bislang unter der Betreibergesellschaft Anthony’s GmbH geführt wurde, gesichert. 

Das mit einem Michelin Stern ausgezeichnete Restaurant war Anfang Oktober 2024 in die Pleite gerutscht. (Tageskarte berichtete)

Mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens zum 2. Dezember 2024 wird das Sternelokal durch die neu gegründete Anthony‘s Kitchen GmbH fortgeführt. Die neue Betreibergesellschaft übernimmt alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und führt das Konzept von Anthony Sarpong fort. Anthony Sarpong, Gründer und kreativer Kopf des Sternelokals, bleibt dem Gourmetrestaurant als angestellter Küchenchef ebenfalls erhalten. Er wird seine kulinarische Philosophie, die afrikanische, europäische und asiatische Einflüsse auf kreative Weise kombiniert, auch unter der neuen Betreibergesellschaft federführend weiterführen.

„Mein Team und ich freuen uns sehr. Wir sind erleichtert und glücklich, dass wir jetzt neu durchstarten können. Wir danken allen Beteiligten, die uns in dieser schwierigen Phase geholfen, konstruktiv unterstützt und damit den Neuanfang ermöglicht haben“, sagt Anthony Sarpong. Insolvenzverwalter Georg F. Kreplin hatte zuvor den Geschäftsbetrieb stabilisiert und das Restaurant seit dem Insolvenzantrag uneingeschränkt fortgeführt.

„Ich sehe eine hervorragende Kochkunst auf höchstem Niveau, ein sehr engagiertes Küchenteam, zufriedene wiederkehrende Gäste und ein tragfähiges Geschäftsmodell mit Anthony Sarpong als weit über die Region bekannte Marke, sodass ich von der Fortführung überzeugt bin“, sagt der Insolvenzverwalter. 

Das mit einem Michelin Stern ausgezeichnete Restaurant Anthony´s Kitchen in Meerbusch bei Düsseldorf ist insolvent. Die Betreibergesellschaft Anthony’s GmbH hat am 7.10.2024 beim Amtsgericht Düsseldorf einen Insolvenzantrag gestellt. Das Gericht hat Rechtsanwalt Georg F. Kreplin von der Kanzlei KKN aus Düsseldorf zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

„Ich habe meine Lehren aus der Vergangenheit gezogen und verstanden, dass ich mich auf meine wichtigste Arbeit konzentrieren muss. Von nun an werde ich mich intensiv um Anthony’s Kitchen kümmern. Es ist der Ursprung meiner beruflichen Entwicklung, mein Zuhause und die Seele meiner Arbeit“, sagt Sternekoch Anthony Sarpong. Um sich ganz Anthony’s Kitchen zu widmen, hat Anthony Sarpong seine anderen Engagements aufgegeben.

„Dankbar sind wir insbesondere all den Gästen, die gerade in den letzten beiden Monaten als klares Zeichen der Unterstützung so zahlreich gekommen sind. Das hat uns Mut und Kraft gegeben, mit Freude und Zuversicht weiterzumachen“, sagt Sarpong.

Beim Neustart kann Anthony Sarpong auf sein eingespieltes Küchenteam vertrauen. Auch die Angebote wie exklusive Kochkurse und kulinarische Events bleiben bei Anthony’s Kitchen erhalten. Gleiches gilt für den Onlineshop, in dem hauseigene Produkte wie Olivenöle, Weine bis hin zu Kochmenüs angeboten werden.

„Wir freuen uns sehr, dass Anthony‘s Kitchen in Meerbusch erhalten bleibt und jetzt die besten Voraussetzungen hat, um sich wieder stabil zu entwickeln. Wir haben eine gute Sanierungslösung erzielt und Anthony Sarpong wird mit seiner kulinarischen Handschrift weiterhin die Gourmetliebhaber überzeugen“, sagt Insolvenzverwalter Georg F. Kreplin.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das internationale Festival Pizza Village feiert Ende Mai 2026 seine Deutschlandpremiere im Berliner Napoleon Komplex. Zehn Pizzerien aus Italien präsentieren dort neapolitanische Pizzakultur und Handwerk bei freiem Eintritt.

Das Boutiquehotel Sonne Küsnacht-Zürich eröffnet am 10. Juni 2026 das neue Restaurant Pavillon. Das Restaurant entstand nach Angaben des Hotels aus der früheren „Sonnengalerie“, die gemeinsam mit Küchel Architects neu gestaltet wurde.

Pressemitteilung

Viele Gastronomiebetriebe nutzen Spülmaschinen im Standardprogramm – oft mit unnötig hohem Energie- und Wasserverbrauch. EcoPilot von Winterhalter setzt auf KI, erkennt Stoßzeiten und passt Programme automatisch an. So sinkt der Energieverbrauch um bis zu 17 %, CO₂ wird reduziert und Ressourcen geschont – ohne Einbußen bei Hygiene oder Spülergebnis.

L’Osteria eröffnet im Sommer das erste Restaurant in Dänemark und setzt damit die internationale Wachstumsstrategie fort. In Zusammenarbeit mit einem lokalen Partner plant das Unternehmen mittelfristig den Aufbau von bis zu 15 Standorten.

Am Flughafen Düsseldorf sind neue Gastronomie- und Einzelhandelskonzepte gestartet. Betreiber Lagardère Travel Retail Deutschland baut damit sein Angebot am Standort weiter aus.

In Stockholm wird ein Café-Konzept erprobt, bei dem die Künstliche Intelligenz Mona die operative Leitung übernimmt. Medienberichte deuten auf eine signifikante Reduzierung des Personaleinsatzes hin, zeigen jedoch auch technische Grenzen bei individuellen Kundenwünschen auf.

Das Berliner Restaurant Nobelhart & Schmutzig hat seine Regeln zur Smartphone-Nutzung im Gastraum erläutert. Hintergrund ist die Stornierung eines Gastes, der die Praxis kritisierte. Parallel haben sich mehrere Betriebe der Spitzengastronomie zu ähnlichen Fragen geäußert. Die Fotoregeln des Restaurants werden seit Jahren diskutiert.

VistaPrint und Cornelia Poletto haben fünf Finalisten für die Auszeichnung zum Lokalhelden 2026 nominiert. Bis zum 10. Mai kann die Öffentlichkeit über den Gewinner eines Preisgeldes von 20.000 Euro abstimmen.

Von schwarzem Sesam über Erdbeer-Matcha-Latte bis zu Käsekuchen mit Pistazie und Ingwer mit Zitronenschale - die Berliner Gelato Week lockt Eisfreunde erneut mit ungewöhnlichen Kreationen. Etwa 50 Eisdielen in ganz Berlin nehmen teil.

Trotz steigender Lebenshaltungskosten priorisieren viele Verbraucher Restaurantbesuche als „kleinen Luxus“. Laut einer SumUp-Umfrage planen über 30 Prozent der Menschen hierfür feste monatliche Budgets ein.