Israelisch-palästinensisches Restaurant Kanaan in Berlin kämpft ums Überleben

| Gastronomie Gastronomie

Das israelisch-palästinensische Restaurant Kanaan in Berlin-Prenzlauer Berg steht nach eigenen Angaben kurz vor dem Aus. Die Betreiber haben mitgeteilt, dass das Restaurant ohne sofortige Unterstützung innerhalb der nächsten zwei Wochen geschlossen werden muss.

Krieg, Vandalismus und sinkende Einnahmen

Seit dem Ausbruch des Krieges zwischen Israel und Palästina im Oktober 2023 sind die Einnahmen und Besucherzahlen des Restaurants stark zurückgegangen. Zusätzlich habe es in den vergangenen zwei Jahren wiederholt Übergriffe und Anfeindungen gegeben. Im Juli 2024 wurde das Restaurant Opfer von Vandalismus, bei dem Unbekannte Möbel und Weinflaschen zerstörten, Hassbotschaften hinterließen und Exkremente auf dem Boden verteilten (Tageskarte berichtete).

In einer Mitteilung des Kanaan heißt es: „Ohne sofortige Unterstützung droht die endgültige Schließung in den kommenden zwei Wochen.“

Das Projekt des friedlichen Miteinanders

Das Restaurant wird vom Israeli Oz Ben David und dem Palästinenser Jalil Dabit betrieben. Die Betreiber verfolgen das Ziel, ein friedliches Miteinander der beiden Völker zu fördern. Das Kanaan dient als Ort, an dem unterschiedliche Kulturen und Religionen zusammenkommen, um gemeinsam zu arbeiten, zu essen und sich auszutauschen.

Um das Restaurant aus der Existenzkrise zu helfen, bitten die Betreiber um Unterstützung. Ein Besuch im Restaurant, die Weiterempfehlung der Speisen oder der Kauf von Gutscheinen seien Möglichkeiten, um die finanzielle Lage zu verbessern.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Stadt Mainz bleibt bei ihrem Verbot für das Oktoberfest. Daran änderte auch die Vorlage neuer Unterlagen nichts, die der Veranstalter gemeinsam mit dem Gaststättenverband Dehoga am Mittwoch eingereicht hatte.

Tim Raue und der Berliner Unternehmer Nils Hölterhoff starten das Pizza-Konzept "Spizza Pizza" für Flughäfen und Bahnhöfe. Die erste Filiale soll im Dezember am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) eröffnen.

Subway führt ab 2027 ein neues Restaurant- und Markenkonzept in der EMEA-Region ein. „Blueprint“ umfasst neue Restaurantgestaltungen, Bestellwege sowie zusätzliche Angebote für Morgen, Tag und Abend.

Frédéric Prinz von Anhalt blieb mit einer Rechnung von 38.000 Euro allein am Tisch zurück. Was die Frage aufwirft: Muss man wirklich alles zahlen, wenn andere die Zeche prellen? Ein Anwalt klärt auf.

Die Nutzung des Festzeltes ist von der Stadt untersagt worden wegen fehlender Unterlagen. Nun präsentierten Veranstalter und Dehoga Papiere zu Standsicherheit und Brandschutz.

Das Landesumweltamt NRW hat Geruchsmessungen an Holzkohlegrillanlagen in der Gastronomie beauftragt. Ein Forschungsbericht im Auftrag des Umweltbundesamtes untersucht die Emissionen gewerblicher Grills und die Wirksamkeit von Abgasreinigungssystemen.

 

Sechs Köche treten am 16. November in München im Finale von „Koch des Jahres“ an. In fünf Stunden müssen sie ein Drei-Gänge-Menü zubereiten, das anschließend von einer zwölfköpfigen Jury bewertet wird.

Das Posthotel Alexander Herrmann in Wirsberg verändert seine Gastronomie. Im Mittelpunkt stehen das auf 172 Abende begrenzte AURA unchained 172 und die Umwandlung des Bistros „oma & enkel“ in ein fränkisches Wirtshaus.

Laut YouGov ist der Anteil der Alkoholtrinker in Deutschland innerhalb von zehn Jahren von 78 auf 68 Prozent gesunken. Der Barmanager der Hamburger Skyline Bar 20up berichtet zugleich von steigender Nachfrage nach alkoholfreien Cocktails – ihr Anteil am Cocktailverkauf liege bei rund 30 Prozent.

Uber hat den Kauf der US-Cateringplattform ezCater für 2,3 Milliarden US-Dollar vereinbart. Mit der geplanten Übernahme soll Catering in das Angebot von Uber Eats eingebunden werden; der Abschluss steht noch unter Vorbehalt.