„Jeder freie Platz bedeutet Verlust“: Restaurant appelliert auf Facebook an Gäste

| Gastronomie Gastronomie

Es ist ein ärgerliches Phänomen, das viele Restaurants kennen: Gäste reservieren einen Tisch und tauchen dann einfach nicht auf – ohne abzusagen. Für Betreiber, die sich schnell entscheiden müssen, ob sie den Tisch sofort neu vergeben wollen, ein großes Problem.

Nun hat ein bayerisches Restaurant, die Künstler-Klause in Coburg, einen eindringlichen Appell an die Gäste gerichtet. In einem Facebook-Post bittet das Team seine Gäste, ihre Reservierungen wahrzunehmen oder diese wenigstens rechtzeitig abzusagen.

„Für uns bedeutet jeder freie Platz Verlust und Verschwendung von Ressourcen. Also bitte nicht einfach für mehr Leute reservieren, als ihr seid oder einfach zu euren Reservierungen überhaupt nicht erscheinen. Ihr nehmt anderen den Platz weg“, heißt es in dem Post. Restaurant-Inhaberin Tina Raab berichtet gegenüber TZ von einer Gruppe, die an Ostern für zehn Personen reserviert hatte. Am Ende seien nur zwei Gäste erschienen. Das Restaurant habe erst am Abend erfahren, dass die anderen Gäste nicht kommen würden.

In den Kommentaren unter dem Post erhält das Team der Künstler-Klause viel Zustimmung. Einige Gäste fordern sogar, dass Stornogebühren erhoben werden sollten. Doch dies hatte das Team bereits ausprobiert. Bei Reservierungen ab zehn Personen hatte man angekündigt, eine Gebühr von 20 Euro pro Gast zu erheben. Das ernüchternde Ergebnis: Viele Gäste stornierten ihre Reservierung daraufhin. Die Idee wurde verworfen.

Das Restaurant-Team betont, dass Gäste jederzeit die Möglichkeit hätten, ihre Reservierung rechtzeitig abzusagen, um finanzielle Einbußen für das Lokal zu vermeiden. „Gebt bitte rechtzeitig Bescheid, ihr müsst uns die Chance geben, zu reagieren“, appelliert Inhaberin Tina Raab. Schließlich werde anhand der Reservierungen auch das Personal sowie der Einkauf geplant.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Hackbällchen in Tomatensoße im Sternerestaurant: Das Berliner Nobelhart & Schmutzig serviert Polpette nach einem Familienrezept. Das Gericht ist Teil der Reihe „Wir kochen Heimat“.

Die schwedische Gastronomiekette Pincho Nation kündigt für 2027 die Eröffnung eines neuen Standorts in Lübeck an. Das Unternehmen mietet dazu ein denkmalgeschütztes Bürgerhaus in der Innenstadt und setzt seine Expansion in Norddeutschland fort.

Die Berliner Traditionsmarke Rogacki soll zunächst mit einem Kochbuch zurückkehren. Die Crowdfunding-Kampagne stößt auf LinkedIn auf überwiegend positive Reaktionen. Eine Wiedereröffnung des Stammhauses zum Jubiläum 2028 bleibt ein weitergehendes Ziel.

Was im Sommer 2011 mit einem einzigen Restaurant an der Linzer Promenade begann, ist heute ein Netzwerk von 17 Restaurants in ganz Österreich geworden. Anlässlich des Jubiläums lud L'Osteria Österreich nun zu einer Feier an genau jenen Ort, an dem alles begann.

Waschbär mit Rotwein-Preiselbeersoße? In Weimar schafft ein Kochkurs für Jäger neue Geschmackserlebnisse. Was beim Zubereiten und bei der Kontrolle des Fleisches besonders zu beachten ist.

Ein Restaurantbesuch des Gastro-Influencers Kemal Üres bei Timberjacks in Bannewitz bei Dresden hat sich zu einem öffentlichen Schlagabtausch entwickelt. Üres kritisierte das Essen der Restaurantkette in einem Instagram-Video​​​​​​​ massiv. Timberjacks widerspricht seiner Darstellung. Inzwischen hat die Auseinandersetzung auch eine rechtliche Ebene erreicht.

Mitchells & Butlers verlängert den Mietvertrag für das Alex Dortmund um 15 Jahre, schließt den Standort Ende August 2026 jedoch für einen zweijährigen Umbau. Nach der Neugestaltung soll der Betrieb 2028 mit vergrößerter Fläche und neuem Konzept wiedereröffnen.

Die Akzeptanz für digitales Trinkgeld steht und fällt mit dem passenden Setup. Ein Viertel der Restaurantgäste in Deutschland fühlt sich durch die automatischen Vorschläge schlicht unter Druck gesetzt, mehr zu geben als eigentlich geplant.

Burgermeister expandiert nach Tschechien und eröffnet Anfang 2027 eine neue Filiale am Prager Wenzelsplatz. Der Standort im Stadtbezirk Prag 1 bildet den Auftakt für ein geplantes Wachstum im tschechischen Markt.

Der Koch und Gastronom Jörg Müller ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Müller starb am vergangenen Wochenende nach längerer, schwerer Krankheit. Der gebürtige Freiburger führte seit 1988 sein eigenes Restaurant in Westerland auf Sylt.