JRE-Kongress in Köln: Netzwerk expandiert nach Südamerika und kürt Preisträger

| Gastronomie Gastronomie

Der internationale Kongress der Jeunes Restaurateurs (JRE) ist am 20. April 2026 in Köln zu Ende gegangen. Rund 500 Personen nahmen an der zweitägigen Veranstaltung teil, darunter über 400 Köche und Sommeliers aus 21 Ländern. Unter dem Leitthema „Re·Generation – Seed the Future“ befassten sich die Teilnehmer mit Themen wie Innovation, Nachhaltigkeit und globaler Zusammenarbeit in der Gastronomiebranche.

Internationale Erweiterung

Ein zentrales Ereignis der Zusammenkunft war die offizielle Aufnahme neuer Mitglieder aus Argentinien, Chile und Peru. Wie der Verband mitteilt, wurde das Netzwerk damit zuletzt verstärkt in Richtung Südamerika erweitert. Zu den neuen Mitgliedern aus Argentinien gehört Germán Sitz („Niño Gordo“). Aus Chile traten Charles de Bournet Lapostolle („Clos Apalta Residence“), Max Raide („Casa Las Cujas“) und Pedro Chavarría („DeMo Magnolia“) der Vereinigung bei.

Aus Peru wurden insgesamt sieben Gastronomen aufgenommen, darunter Pedro Miguel Schiaffino („La Rosa Nautica“), James Berckemeyer („Cosme“), Renzo Miñán („Almacén“), Kent Zúñiga („KAO“), Ricardo Ehni („Tragaluz“), Angie Márquez („La Capitana“) und Robert Dickson („Sala Omakase“). Laut Daniel Canzian, Präsident von JRE-International, sei das gewählte Leitthema eine Einladung, darüber nachzudenken, wie sich die Branche weiterentwickeln wolle. Es ginge darum, die Vielfalt gastronomischer Kulturen zu stärken und die Branche ganzheitlich zu betrachten.

Verleihung der Auszeichnungen

Im Rahmen des Gala-Abends in der Flora Köln wurden die JRE-International Awards 2026 in sechs Kategorien verliehen. Als Koch des Jahres wurde Frédéric Morel vom Restaurant „Cœur D’Artichaut“ aus Deutschland ausgezeichnet. Den Titel Sommelier des Jahres erhielt Johanna Roullier vom französischen Betrieb „Le Saint Paul“. Weitere Auszeichnungen gingen nach Belgien an Jo Grootaers und Lana Kelchtermans für „Hospitality Excellence“ sowie nach Italien an Massimiliano Mascia. Der Nachhaltigkeitspreis wurde an Sabina und Grega Repovž aus Slowenien vergeben, während Pasquale Carfora den „Taste of Origins Award“ erhielt.

Die Veranstaltung wurde von JRE-Deutschland ausgerichtet. Dabei präsentierten die Köche Jan-Philipp Berner, Frédéric Morel, Sebastian Obendorfer und Tobias Bätz ein gemeinsames Abendessen. Ergänzt wurde die kulinarische Umsetzung laut Mitteilung durch Beiträge von Nils Henkel, Maurizio Oster und Harald Rüssel.

Nachhaltigkeit und neue Partnerschaft

Ein Schwerpunkt des Kongresses lag auf der unternehmerischen Verantwortung und ökologischen Projekten. Wie das Netzwerk berichtet, wurde in Zusammenarbeit mit der Vaider Group eine CO2-neutrale Weinflasche entwickelt, die im Jahr 2026 den Red Dot Design Award erhielt. Zudem wurde der Wein „Trois Femmes“ vorgestellt, ein Gemeinschaftsprojekt der Sommelières Katharina Röder, Bethany Delong und Nina Bratovž in Kooperation mit Puklavec Family Wines.

Zum Abschluss der Tagung gab der Verband eine neue Partnerschaft mit United Waterways bekannt. Ziel dieser Zusammenarbeit sei es, kulinarische Angebote auf Fluss- und Seereisen zu gestalten. Nach Angaben der Beteiligten solle dabei zudem in den gastronomischen Nachwuchs an Bord der Schiffe investiert werden. Nicolai Wiedmer, Vizepräsident von JRE-International, betonte, dass die Mitglieder heute nicht mehr nur Köche, sondern auch Gastgeber und Unternehmer seien. Die zukünftige Entwicklung hänge maßgeblich von der Zusammenarbeit und der Stärkung der Teams ab.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Hans im Glück hat in Mannheim ihr 100. Restaurant eröffnet. Neben der Expansion in vier europäische Länder setzt das Unternehmen mit einem neuen Standort an einer Schweizer Autobahnraststätte erstmals auf ein geändertes Standortformat.

Die Bar „Harry’s Legacy“ im Sheraton Berlin Grand Hotel Esplanade ist nach Umbau wieder eröffnet. Die Wiedereröffnung steht laut Unternehmen im Zusammenhang mit einer geplanten Modernisierung des Hotels.

Wird die Rechnung etwa im Einzelhandel oder im Restaurant in den Kassensystemen der Unternehmen korrekt erfasst und verbucht? Das prüfen die Finanzämter bei unangemeldeten Kontrollen in Thüringen tausendfach.

Die Compass Group-Tochter Food Affairs entwickelt im neuen Leipziger Quartier Neo eine rund 3.000 Quadratmeter große Markthalle mit internationaler und regionaler Gastronomie. Das Konzept soll als zentraler Treffpunkt in der Innenstadt etabliert werden.

Der Bundesverband der Systemgastronomie hat die Jury für den Branchenpreis 2026 vorgestellt und die Bewerbungsfrist bis zum 4. Mai verlängert. Die unabhängige Runde bewertet Konzepte aus der Branche, die im September in München ausgezeichnet werden.

Das neue Frankfurter Hotel Kennedy 89 hat sein Restaurant Eighty Nine eröffnet, das levantinische Küche mit regionalen Einflüssen kombiniert. Unter der Leitung von Küchenchef Philipp Grosser setzt der Betrieb auf gemeinschaftliche Speisekonzepte und regionale Partnerschaften.

Der aktuelle Fitness-Check für die österreichische Gastronomie weist eine leichte Umsatzstabilisierung aus, die jedoch primär auf Preiserhöhungen basiert. Hohe Mitarbeiterkosten und Frequenzen unter dem Vorkrisenniveau belasten die Branche weiterhin.

Die Gastro-Marke Gustavo Gusto hat, gemeinsam mit dem Automatenhersteller Stüwer, ein neues Vertriebsmodell vorgestellt. Wie das Unternehmen mitteilt, soll der sogenannte „Gustavomat“ als automatisierter Pizzaautomat künftig den Verkauf von Tiefkühlpizza rund um die Uhr ermöglichen.

Nach dem angekündigten Markteintritt von Taco Bell werden erste konkrete Ausbaupläne bekannt. Laut Medienberichten sind unter anderem mindestens 15 Standorte in Bayern vorgesehen.

Die Burgermeister-Gruppe hat nach eigenen Angaben mit der Eröffnung ihres 30. Standorts einen weiteren Expansionsschritt vollzogen. Der neue Betrieb befindet sich in München und wurde am 12. April 2026 in der Türkenstraße eröffnet, wie das Unternehmen mitteilt.