Karriere in der Gastronomie: Ein Ländervergleich

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Die Gastronomie hat mit der Pandemie schwer zu kämpfen. Erschwerend kommt hinzu: Es mangelt vielerorts an Fachpersonal – an Service- und Küchenkräften. Offene Stellen gibt es genug. Doch es gibt auch ein Leben nach der Pandemie – und in diesem wird die Gastronomie sowie der Tourismus wieder eine große Rolle für die Menschen spielen. Warum der Bereich genau jetzt für junge Menschen interessant sein kann und welche Ausbildungsmöglichkeiten es in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt, verrät der folgende Artikel.

Die Gastronomiebranche in Zahlen

In Deutschland arbeiteten im Jahr 2021 977.500 Personen im Gastgewerbe. Damit fiel die Zahl jener, die in dieser Branche tätig sind, erstmals seit 2016 wieder unter die Zahl von einer Million (Quelle: de.statista.com). In Österreich ist hingegen eher eine andere Zahl rückläufig – und zwar die der Lehrlinge. So wurden im Jahr 2020 nur 2.990 Ausbildungsverträge gezählt; zehn Jahre zuvor – also im Jahr 2010 – waren es noch 4.939 (Quelle: wko.at). In Summe arbeiteten im Jahr 2019 160.098 unselbstständig Beschäftigte in dieser Branche. In der Schweiz weist die Statistik 185.344 Beschäftigte in der Gastronomie für das Jahr 2019 aus – von insgesamt 5,1 Millionen erwerbstätigen Personen. (Quelle: de.statista.com).

Was erst einmal negativ klingt, kann auch eine große Chance sein.  Denn für alle jene, die leidenschaftlich gerne kochen oder selbstkreierte Cocktails servieren möchten, tun sich damit jede Menge Möglichkeiten auf. Die Gastronomie bietet vielfältige Chancen – und das weltweit. Wer also auf eine solide Ausbildung setzt, kann damit überall Karriere machen – ganz egal, ob in Deutschland, Österreich, der Schweiz oder in vielen anderen Ländern dieser Erde.

Ausbildung in der Gastronomie – diese Möglichkeiten gibt es in Österreich

In Österreich werden Ausbildungen zur Restaurant- oder Gastronomiefachkraft angeboten, zum/zur Hotel- und Gastgewerbeassistent/-in sowie zur Systemgastronomiefachkraft und zum Koch/zur Köchin. Neben der Lehre im Gastronomiebetrieb gibt es auch an den Berufsförderungsinstituten unterschiedliche Schulungen für Personen in der Gastronomie.

  • Die Kochausbildung dauert drei Jahre. Denkbar sind Weiterbildungen in Richtung Küchenmeister, Küchenchef, Sous-Chef oder gar Betriebsleiter.
  • Die Ausbildungen zur Restaurant- oder Gastronomiefachkraft dauern ebenfalls jeweils drei Jahre und finden im Restaurant statt. Dort bieten sich den Auszubildenden zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten: zum Sommelier, zum Serviermeister, zum Restaurantleiter, zum Barkeeper und zum Hotelmanager. Inhaltlich unterscheiden sich die Ausbildungsberufe im Hauptwirkungsbereich: Die Restaurantfachkraft ist die meiste Zeit im Restaurant aktiv, die Hotelfachkraft ist auch im Büro tätig – etwa zur Planung des Banketts und zur Kalkulation von Speisen. Auch der Tagungsbereich wird hier professionell erlernt.
  • Die Ausbildung zum Hotel- und Gastgewerbeassistent dauert ebenfalls drei Jahre und hat vor allem einen kaufmännischen Fokus. Denkbar ist der Aufstieg zum Hoteldirektionsassistenten oder gar zum Hoteldirektor.
  • Die Ausbildung Systemgastronom, die ebenfalls drei Jahre dauert, muss nicht im klassischen Fastfood-Betrieb stattfinden. In Systemgastronomie-Ketten wird mitunter auch gehobene Gastronomie angeboten. Zudem zählen Einrichtungen der Markt- und Erlebnisgastronomie zu dieser Branche.

Ausbildung in der Gastronomie – diese Möglichkeiten gibt es in der Schweiz

Die Ausbildung in der Schweiz ist dreigeteilt und damit der Ausbildung in Deutschland sehr ähnlich. Im Betrieb, in der Schule und in überbetrieblichen Seminaren und Schulungen werden die Kernkompetenzen des Ausbildungsberufs vermittelt. Unterschieden wird auch zwischen einer zweijähriger Grundbildung, die einst als „Anlehre“ bezeichnet wurde und eine Kurzform der Ausbildung darstellt, und der drei- bis vierjährigen Grundbildung, die zu einem Berufsabschluss führt und mit einem „eidgenössischen Fähigkeitszeugnis“ abschließt.

So gibt es in der Schweiz Ausbildungen für die Branche Hotel-Gastro-Tourismus, die berufliche Grundbildung zum Koch/zur Köchin, die Ausbildung für Restaurant- und Systemgastronomiefachleute sowie Ausbildungsangebote für Hotellerie-, Küchen- und Restaurantangestellte. Anbieter, wie beispielsweise Hotel & Gastro, bieten zusätzliche Kurse, die Basisqualifikationen im Bereich Küche, Service und Hauswirtschaft vermitteln. Sie gelten als Weiterbildungsmaßnahme und als Einstiegschance für Menschen ohne Ausbildung. Auch höhere Berufsbildungen, die in Leitungspositionen führen, werden hier angeboten.

Ausbildung in der Gastronomie – diese Möglichkeiten gibt es in Deutschland

Die Ausbildungslandschaft in Deutschland ist der in Österreich und der Schweiz recht ähnlich. Die bekanntesten Ausbildungsberufe sind jene zum/zur Hotel- oder Restaurantfachmann/-frau sowie zum/zur Koch/Köchin. Immer beliebter wird auch die Ausbildung zum/zur Fachmann/-frau der Systemgastronomie.

Es gibt allerdings einen Unterschied in puncto Berufsbezeichnung. Wer in Deutschland die Ausbildung zum/zur Hotel- oder Restaurantfachmann/-frau absolviert oder in der Systemgastronomie lernt, absolviert eine dreijährige Ausbildung. Fachkräfte hingegen, beispielsweise im Gastgewerbe, erlernen diesen Beruf zwei Jahre lang. Gelistet sind in der Übersicht von ausbildung.de beispielsweise auch Ausbildungsvarianten für die eine höhere Einstiegsqualifikation nötig ist. So lässt sich das Duale Studium nur mit einer Hochschulzugangsberechtigung absolvieren. Es verbindet ein Fachstudium mit einer Ausbildung und weist ganz eindeutig den Weg in die Management-Etage – beispielsweise im Hotel-, aber auch im Restaurantmanagement.


 

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