Klüh Catering wird Praxispartner im Forschungsprojekt Green Hospital Food

| Gastronomie Gastronomie

Klüh Catering ist als Partner in das Forschungs- und Praxisprojekt Green Hospital Food eingestiegen, um Konzepte für die Verpflegung in Kliniken zu entwickeln. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat gefördert. Neben dem Catering-Unternehmen aus Düsseldorf sind die Technische Universität Dortmund sowie das Universitätsklinikum Essen an der Umsetzung beteiligt.

Ziele und Schwerpunkte der Initiative

Das Projekt verfolgt das Ziel, die Versorgung im Universitätsklinikum Essen bis zum Jahr 2027 klimaneutral zu gestalten. Nach Angaben der Beteiligten umfasst dies die Anpassung der Speisen für Patienten und Mitarbeiter an die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Ein weiterer Kernpunkt ist die Reduktion von Lebensmittelabfällen um 50 Prozent innerhalb des Klinikbetriebs. Zudem soll ein regionales Netzwerk für Zulieferer aufgebaut werden, um die Nachhaltigkeit der Lieferketten zu erhöhen.

Die Projektarbeit wird von einem interdisziplinären Team geleitet, das Fachbereiche wie Medizin, Ernährungswissenschaft und Künstliche Intelligenz vereint. Nach Unternehmensangaben liegt ein Fokus auf der Prävention von Mangelernährung. Hierzu werden individualisierte Patientendaten genutzt, um die Verpflegung bedarfsgerecht zu steuern. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in einer evidenzbasierten Leitlinie zusammengefasst werden, die anderen Krankenhäusern künftig als Orientierungshilfe dient.

Einsatz technologischer Verfahren

Zur Analyse des Essverhaltens setzen die Projektpartner auf KI-gestützte Technologien. Diese kommen unter anderem bei der Auswertung von zurückgegebenen Tellern zum Einsatz, um Rückschlüsse auf die Akzeptanz der Speisen und die Abfallmengen zu ziehen. Ergänzend dazu werden Methoden wie Nudging-Ansätze und Gamification genutzt, um die Wahlentscheidungen der Nutzer in der Ernährungsumgebung gezielt zu beeinflussen.

Laut Mitteilung bringt Klüh Catering seine Erfahrung als Dienstleister in der klinischen Gemeinschaftsverpflegung ein, um die Praxistauglichkeit der theoretischen Ansätze sicherzustellen. Das Unternehmen ist bereits in anderen Netzwerken wie der Allianz für verantwortungsvolle Esskultur vertreten. Die Beteiligung an dem neuen Projekt soll dazu beitragen, ökologische Anforderungen mit der wirtschaftlichen Tragfähigkeit im Krankenhausalltag zu verbinden.

Thorsten Greth, Geschäftsführer bei Klüh Catering, bezeichnet Nachhaltigkeit als zentralen Bestandteil der strategischen Ausrichtung des Dienstleisters. Das Projekt biete die Möglichkeit, innovative Ansätze weiterzuentwickeln und zur Veränderung des Gesundheitswesens beizutragen. Laut Greth ist es der Anspruch des Unternehmens, Lösungen zu schaffen, die im Alltag von Krankenhäusern praktikabel sind.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Wenige Wochen vor dem Oktoberfest muss die Stadt München kurzfristig einen neuen Betreiber für die Fläche der Münchner Stubn finden. Nach dem Rückzug von Alexander Egger läuft die Suche unter engem Zeitplan – ein möglicher Nachrücker steht bereits im Fokus.

Ministerpräsident Boris Rhein und DEHOGA Hessen haben in Bensheim die besten Dorfgasthäuser Hessens 2026 ausgezeichnet. Beide hoben die Bedeutung der Betriebe als Treffpunkte, Arbeitgeber und Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens in ländlichen Regionen hervor.

Frittenwerk hat sein 50. Restaurant in Deutschland eröffnet. Der neue Standort im Halle Leipzig The Style Outlets bietet rund 80 Sitzplätze und schafft etwa 20 Arbeitsplätze.

Der Michelin Guide ist erstmals in Neuseeland vertreten und markiert damit den offiziellen Start der Publikation in Ozeanien. Im Zuge der Premiere zeichneten die Inspektoren insgesamt 110 Restaurants in den vier Regionen Auckland, Wellington, Christchurch und Queenstown aus.

Das Regensburger Restaurant Storstad stellt seine kulinarische Führung neu auf. Mit Simone Kubitzek und Hella Eggers übernimmt eine Doppelspitze das Kommando in der Küche.

Ein Forschungsteam der Stanford University hat ein KI-Modell entwickelt, das Burger nach Geschmack, Nachhaltigkeit und Nährwert optimiert. Im Blindtest schnitten einzelne KI-Burger ähnlich gut oder besser ab als ein Big Mac. Ein öffentlich zugängliches Online-Werkzeug steht nun zur Verfügung, das personalisierte Burger-Rezepte erstellen kann.

Die Getränkebestellungen in der Gastronomie verändern sich. Während Kaffee und Bier ihre Spitzenpositionen behaupten, gewinnen Matcha, neue Spritz-Varianten und Premium-Getränke nach einer Auswertung von orderbird an Bedeutung.

Die britische Restaurantkette Loungers erwägt den Schritt auf den deutschen Markt. Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben für die zweite Jahreshälfte 2026 die Suche nach einem ersten Standort.

Die Wirtschaftskammer Wien hat die Preisträger der diesjährigen Branchenpreise Goldener Schani und Goldene Jetti bekannt gegeben. Mit diesen Auszeichnungen werden Betriebe gewürdigt, die durch ihre Außenbereiche oder Freizeitkonzepte zur Attraktivität der Stadt beitragen.

Nach einem juristischen Krimi läuft nun der Oktoberfest-Aufbau. Wie auf Münchens größter Baustelle die Wiesn-Mini-Stadt wird – und was München-Besucher wissen müssen.