Koch-Legenden am Hahnenkamm: Alban Pfurtscheller gewinnt in Kitzbühel

| Gastronomie Gastronomie

28 Köche mit 26 Michelin-Sternen und rund 45 Gault&Millau-Hauben aus dem deutschsprachigen Raum sind am 29. und 30. März 2026 zur Veranstaltung Koch-Legenden am Hahnenkamm in Kitzbühel zusammengekommen. Das Treffen kombinierte kulinarische Wettbewerbe mit einem Skirennen. Die Teilnehmer vertraten insgesamt 26 Michelin-Sterne sowie rund 45 Gault-Millau-Hauben.

Wettbewerbe in den Kitzbüheler Alpen

Das Programm startete am ersten Abend mit einem Empfang im Starthaus der Streif und einem anschließenden Abendessen im Restaurant Sonnbühel. Am Montagmorgen absolvierten die Teilnehmer ein Skirennen am Hahnenkamm, bevor im Restaurant Hochkitzbühel bei Tomschy ein praktischer Wettbewerb stattfand. Dabei mussten die Köche Aufgaben wie das Öffnen von Austern, das Schälen von Kartoffeln sowie eine Blindverkostung von drei Kaviarsorten bewältigen.

Die Ergebnisse der handwerklichen Prüfungen wurden mit den im Skirennen erzielten Zeiten verrechnet, um ein Gesamtklassement zu erstellen. Als Sieger der Gesamtwertung ging Alban Pfurtscheller vom Hotel Jagdhof in Neustift im Stubaital hervor. Er belegte zudem den ersten Platz als schnellster Skifahrer des Teilnehmerfeldes. Auf den weiteren Plätzen der Gesamtwertung folgten Josef Brüggler (Erlhof, Zell am See) und Jürgen Kleinhappl vom Restaurant Neuwirt in Kitzbühel.

Teilnehmerfeld und gastronomische Besetzung

Unter den Teilnehmern befanden sich namhafte Vertreter der internationalen Gastronomie. Aus der Schweiz nahmen unter anderem Peter Knogl (Les Trois Rois, Basel), Andreas Caminada (Schloss Schauenstein, Fürstenau) und Silvio Germann (Mammertsberg, Freidorf) teil. Österreich wurde unter anderem durch die Brüder Obauer aus Werfen vertreten. Aus Deutschland reisten Hans Haas und der Fernsehkoch Mike Süsser an.

Als Ehrengast wohnte Eckart Witzigmann der Veranstaltung bei. Ergänzt wurde die Gruppe durch die ehemaligen Skirennläufer Fritz Strobl und Michael Veith. Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein Abendessen im Restaurant Neuwirt, das von Jürgen Kleinhappl gemeinsam mit Vertretern der Betriebe Zuma Kitzbühel und Kitzhof gestaltet wurde. Laut Mitteilung stellte die Fischerei Tegernsee zu Mitternacht eine Bouillabaisse bereit.

Historie und Organisation der Veranstaltung

Die Veranstaltung knüpft an eine Tradition an, die im Jahr 1998 von Thomas Schreiner und Hans Haas in Kitzbühel begründet wurde. Nachdem das Format zwischenzeitlich ab 2005 in Ischgl stattfand, kehrte es nun unter dem Namen Koch-Legenden am Hahnenkamm an den Ursprungsort zurück. Die Organisation wurde von Champagne Laurent-Perrier in Zusammenarbeit mit Kitzbühel Tourismus sowie weiteren Partnern wie Acqua Panna, S.Pellegrino und Atomic übernommen.

Dr. Christian Harisch, Obmann von Kitzbühel Tourismus: „Wir sind überglücklich, dass die besten der besten Köche, die Legenden, wieder zurück nachhause gekommen sind, nämlich nach Kitzbühel. Es war eine besondere Ehre, dass Eckart Witzigmann, stellvertretend für alle großartigen KöchInnen und Köche teilnahm.“ Veranstalter Thomas Schreiner gab an, man wolle mit dem Ereignis die Leistungen der Köche würdigen und eine Plattform für den persönlichen Austausch auf gastronomischem Niveau bieten.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Wer in die Tiefen der Kochkunst eindringen möchte, wird in Dresden unterirdisch fündig. Zwei Stockwerke geht es im Keller der Sächsischen Landesbibliothek - Universitäts- und Staatsbibliothek (SLUB) - abwärts, bevor sich eine kulinarische Welt der besonderen Art öffnet.

Eine Umfrage unter 142 Food-Truck-Betreibern zeigt: Die Mehrheit erzielt weniger als 40.000 Euro Jahresgewinn. Entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg scheint weniger die Arbeitszeit als vielmehr das gewählte Geschäftsmodell zu sein.

Das Berliner Kuchel Eck am Ludwigkirchplatz hat wieder geöffnet. Seit Anfang Mai wird die traditionsreiche Eckkneipe von Gastronom Josef Laggner betrieben. Der Gastro-Unternehmer setzt auf die Fortführung der klassischen Eckkneipentradition.

Die Frankfurter Hospitality-Gruppe Cuisyn setzt auf die Übernahme und Weiterentwicklung bestehender Gastronomiebetriebe. Als aktuelles Beispiel nennt das Unternehmen die Integration der Wille Gastronomie Gruppe, durch die die Mitarbeiterzahl auf mehr als 500 gestiegen sei.

Die Berliner Bar Mokka Milch öffnet am 12. Juni nach einer knapp zweiwöchigen Pause erneut ihre Türen. Zuvor hatten technische Probleme und Anpassungen interner Abläufe zu einer vorübergehenden Schließung geführt.

Lorenzo Parrotta aus Ludwigshafen darf sich nun Weltmeister nennen. In Neapel holte sich der Deutsch-Italiener den Titel in der Kategorie Pizza Contemporanea (zeitgenössische Pizza). Dabei backt Parrotta Pizza nur im Nebenberuf. Eigentlich ist er Chemiearbeiter.

Das Kopenhagener Spitzenrestaurant Noma öffnet im August wieder dauerhaft seine Türen, wobei der in der Kritik stehende René Redzepi die Rolle des Kreativ-Direktors übernimmt. Die operative Verantwortung wird an ein neues Führungsteam übertragen.

Burgermeister will noch 2026 in Österreich starten. Geplant sind zunächst drei Restaurants in Wien, langfristig soll ein Netz von mindestens 20 Standorten entstehen.

Big Squadra eröffnet am 12. Juni das Restaurant Pamela am Berliner Gendarmenmarkt. Der neue Standort ist das vierte Restaurant der Gruppe in Deutschland und erweitert das bestehende Portfolio in Berlin.

Eine internationale Verbraucherumfrage im Auftrag von Lightspeed zeigt, dass Restaurantgäste persönliche Aufmerksamkeit und Freundlichkeit höher bewerten als Beratungskompetenz. In Deutschland werden Probleme zudem häufig direkt mit dem Servicepersonal besprochen.