Kreativer Trick: Wirt spendiert Freibier für die richtigen Kontaktdaten

| Gastronomie Gastronomie

Immer noch gibt es viele Gäste, die beim Restaurantbesuch nicht ihre korrekten Daten angeben. Genau denen hat die kleine Brauerei Berg in Baden-Württemberg jetzt den Kampf angesagt. Allerdings nicht mit harten Bandagen, sondern mit Freibier.

Wie tz.de berichtet, schreiben die Gäste des angrenzenden Wirtshauses ihre Kontaktdaten nicht mehr auf eine Liste. Stattdessen erhält jeder Gast eine eigene Postkarte, auf die sie ihre Adresse eintragen müssen. Nach Ablauf der Frist zur Vorratsdatenspeicherung wird die Karte allerdings nicht vernichtet, sondern der Post übergeben und dem Gast nach Hause geschickt. Die Postkarte kann anschließend beim nächsten Besuch als Gutschein für ein 0,5 Liter Bier eingelöst werden. Natürlich nur, wenn die Gäste auch die richtige Adresse angegeben haben.

 «Wir wollten dem Gast die Scheu nehmen, uns seine persönlichen Daten zu geben, indem wir ihm mit der Versendung der Postkarte seine Daten zurückgeben», teilte Franz Weisser von der Brauerei mit.

Die Idee dazu sei auch aus der Not geboren, da die Brauerei nach dem Lockdown große Sorge gehabt habe, ob die Wirtschaft wieder in Gang komme. Von den Gästen werde die Aktion gut angenommen: «Nach dem Staunen sorgt es für ein Lächeln und sogar Heiterkeit», teilte Weisser mit. Mehrere Medien hatten darüber berichtet.

Die Netzgemeinde feiert diese kreative Idee und auf Twitter bekommt die Brauerei viel positives Feedback. „Größtenteils richtige Daten UND wiederkehrende Kunden“, lobt ein User die Freibier-Aktion. Und: „Das ist ja genial. Super Werbung und alle Leute geben echte Kontaktdaten an.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Michelin Guide hat elf verbreitete Irrtümer rund um Sterne, Inspektoren und Bewertungsverfahren aufgegriffen. Die Organisation erläutert dabei ihre Kriterien für die Auszeichnung von Restaurants und die Arbeitsweise ihrer Prüfer.

Das Berliner Zwei-Sterne-Restaurant Facil startet zum 25-jährigen Jubiläum eine sechsteilige Podcastreihe mit Reiner Veit. Das Audioformat beleuchtet ab dem 24. Juni 2026 die Geschichte und die personelle Kontinuität des Gastronomiebetriebs.

Bei den Frankfurter Gastro Talent Awards 2026 wurden Liv Geller als Kochtalent und Mihail Zaiat als Bartalent ausgezeichnet. Die Veranstaltung kehrte nach einer dreijährigen Pause als Teil des Rahmenprogramms der Michelin-Gala zurück.

Am Dienstag gibt der Guide Michelin in Frankfurt am Main die neuen Sterne für Deutschland bekannt. Bereits eine Woche zuvor hatte der Restaurantführer zehn neue Bib-Gourmand-Auszeichnungen veröffentlicht.

Starbucks Korea hat nach einem Werbe-Skandal sämtliche der über 2.000 Filialen in Südkorea vorzeitig geschlossen. Die Cafés wurden am Nachmittag dichtgemacht, damit Mitarbeiter an einer verpflichtenden Geschichtsschulung teilnehmen können.

Der Dresdner Historiker Andreas Rutz sieht Restaurants, Kneipen und gemeinsames Essen als wichtige Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens. Zugleich beobachtet er einen Wandel der Esskultur durch Fast Food, To-go-Angebote und veränderte Lebensgewohnheiten.

Der Wirt Alexander Egger bleibt bei einer Klage gegen die Zeltvergabe auf dem Oktoberfest erneut erfolglos. Das Verwaltungsgericht wies seinen Eilantrag ab. Das letzte Wort ist aber nicht gesprochen.

Lidl hat in Dundonald bei Belfast seinen ersten Pub eröffnet. Hintergrund sind besondere Regelungen des nordirischen Alkoholrechts, die dem Discounter den Verkauf alkoholischer Getränke in einer Gaststätte ermöglichen.

Die Zelte für das Münchner Oktoberfest können trotz eines Gerichtsstreits aufgebaut werden. Das Bayerische Oberste Landesgericht lehnte den Eilantrag eines Wirtes ab, wonach die Betreiber zweier Festzelte zunächst nicht zur Wiesn zugelassen werden sollten.

Partner für Berlin hat zum 30-jährigen Jubiläum der Berliner Meisterköche die Nominierungen für das Jahr 2026 verkündet. Eine Jury wählte aus rund 150 Vorschlägen die Finalisten in sechs Kategorien aus, deren Gewinner im November gekürt werden.