Kulinarisches Wiedersehen im Louis C. Jacob

| Gastronomie Gastronomie

Am Samstagabend fand im Hotel Louis C. Jacob an der Elbchaussee die diesjährige Ausgabe der Big-Bottle-Küchenparty statt. Die Veranstaltung, die rund 250 Gäste versammelte, stand im Zeichen des kulinarischen Austauschs und der Würdigung des beruflichen Netzwerks von Gastgeber und Küchenchef Thomas Martin.

Netzwerkpflege und kulinarisches Erbe an der Elbchaussee

Das zentrale Thema des Abends war das Wiedersehen Thomas Martins mit Kollegen, die entweder frühere gemeinsame berufliche Stationen teilten oder ihre Ausbildung unter seiner Anleitung begonnen hatten. Mehrere dieser einstigen Mitarbeiter sind heute selbst bekannte Namen der Spitzengastronomie und kehrten für die Veranstaltung an ihre frühere Wirkungsstätte zurück.

Thomas Martin äußerte sich bewegt über die Zusammenkunft: „Das war für mich ein ganz besonderes Wiedersehen. Zu sehen, wie sich diese Talente entwickelt haben und welchen Weg sie gegangen sind, ist nicht nur persönlich berührend, sondern auch Ausdruck dafür, wie viel sich in einem gemeinsamen Fundament aus Erfahrung und Vertrauen bewegen lässt.“

Starbesetzte Küchencrew und Menü-Highlights

Die kulinarischen Kreationen wurden an verschiedenen Stationen von der versammelten Küchencrew präsentiert. Die Riege der Rückkehrer und teilnehmenden Köche umfasste unter anderem Frédéric Morel (Zwei-Sterne, Restaurant Coeur D'Artichaut, Münster), der Forelle an Lauch und Meerrettich servierte. Ebenfalls dabei war Tarik Rose (NDR-Koch, Restaurant Engel, Hamburg), der mit Spinatknödeln in brauner Butter zum Gelingen des Events beitrug.

Zu den weiteren Köchen zählten Jan Diekjobst (Jan Diekjobst Restaurant im Detmolder Hof), der Kohlrabi mit Joghurt, Purple Curry und Limonenblatt präsentierte, sowie Marc Ostermann (Restaurant Rolin, Hotel Cap Polonio, Pinneberg). Auch Oliver Edelmann (Culinary Director, DSR Hotel Holding), ein langjähriger Wegbegleiter Martins, war Teil des Teams. Ergänzend überzeugte Daniel Ambratis (Reitstall Klövensteen) mit einem klassischen Gänsebraten, während die Chef-Pâtissière des Louis C. Jacob, Ilona Lindenthal, das Publikum mit herbstlichen Konfektvariationen aus Orange und Kastanie verwöhnte. Die Brasserie CARLS war durch Michel Jasser und Sven Otte vertreten.

Partner und Resonanz des Formats

Die Speisen wurden von Weinen renommierter Güter wie Marchesi Antinori, Schlossgut Diel und Dr. Loosen begleitet. Das Angebot wurde durch eine Austernbar des Partners Frischeparadies ergänzt. Für die musikalische Gestaltung des Abends, die bis in die Nachtstunden reichte, sorgten Live-Acts von „Nite Club“ sowie DJ Marten Toneyard.

Hoteldirektorin Judith Fuchs-Eckhoff hob die Bedeutung der Veranstaltung hervor: „Die Big-Bottle-Küchenparty ist ein Format, das Menschen und Erinnerungen zusammenbringt. Die Mischung aus erstklassiger Kulinarik und der Atmosphäre einer offenen Küchenparty ist für unsere Gäste wie auch für unsere Partner etwas ganz Besonderes.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Kurz vor der Veröffentlichung des Guide Michelin Frankreich 2026 sorgen prominente Abwertungen für Aufsehen: Das Pariser Traditionsrestaurant L’Ambroisie verliert nach Jahrzehnten seinen dritten Stern, während auch renommierte Häuser in der Provinz Federn lassen müssen.

Sternekoch Heston Blumenthal kündigt die Schließung seines Zwei-Sterne-Restaurants Dinner by Heston für Januar 2027 an. Neben auslaufenden Pachtverträgen führt der Gastronom steigende Warenkosten und gesundheitliche Gründe für diesen Schritt an.

Feinkost Käfer übernimmt nach einer europaweiten Ausschreibung das Catering in den Lounges des BER und festigt damit seine Präsenz am Berliner Markt sowie im Segment der gehobenen Flughafengastronomie.

Billy Wagner analysiert die strukturelle Ausbeutung in der Sternegastronomie und fordert nach den Noma-Enthüllungen eine ehrliche Debatte über Preise und Arbeitsbedingungen. Der Inhaber des Berliner Sternerestaurants Nobelhart & Schmutzig thematisiert damit ein tief verwurzeltes Systemproblem der gesamten Branche.

Mit 20 Mikrowellen statt einer Kochbrigade: Das Startup Juit eröffnet in Berlin-Mitte einen Pop-up-Store für tiefgekühlte Fertiggerichte. Kunden können ihre Mahlzeit in acht Minuten vor Ort selbst erwärmen oder für den späteren Verzehr mit nach Hause nehmen.

Gastronom Josef Laggner rettet das insolvente „Kuchel Eck“ in Berlin-Wilmersdorf. Die traditionsreiche Eckkneipe am Ludwigkirchplatz bleibt unter ihrem Namen bestehen und wird Teil der Laggner Gruppe.

Die US-Gastronomie steht vor einer Bereinigungswelle. Laut aktuellen Branchenberichten droht fast jedem zehnten Bedienrestaurant das Aus, da massive Kostensteigerungen und Umsatzrückgänge die Rentabilität behindern.

Das dänische Restaurant Noma und dessen Inhaber René Redzepi stehen im Zentrum massiver Kritik durch ehemalige Angestellte. Die New York Times berichtet über eine Arbeitskultur der Angst und Gewalt. Inszwischen hat sich Inhaber René Redzepi zu den Vorwürfen geäußert.

Döner ist in den vergangenen Jahren überall deutlich teurer geworden. Die Kunden hat das nicht abgeschreckt. Und insbesondere in Berlin zeichnet sich mancherorts bei den Preisen eine Trendwende ab.

Die Senkung der Mehrwertsteuer auf sieben Prozent führt zu stabilen Preisen in der Gastronomie. Aktuelle Daten zeigen, dass Betriebe die Entlastung vor allem nutzen, um gestiegene Kosten abzufedern. Knapp Dreiviertel der untersuchten Gastronomiebetriebe haben, laut einer Studie, ihre Preise, nach der Steueränderung, unverändert gelassen.