Kult-Café Einstein in Berlin ist insolvent

| Gastronomie Gastronomie

Eines der bekanntesten Cafés der Hauptstadt, das Berliner Café Einstein Stammhaus, hat Insolvenz angemeldet. Neben dem Stammhaus auf der Kurfürstenstraße sind davon auch die beiden neueren Restaurants der Betreibergesellschaft, das Amon am Gendarmenmarkt und das PHP im Europaviertel betroffen, wie aus einer Erklärung des Unternehmens hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatte die «Berliner Morgenpost» berichtet.

Das Stammhaus, als Künstlertreff im Stil eines Wiener Kaffeehauses bekannt, musste demnach bereits im Dezember wegen aufwendiger Renovierungsarbeiten vorläufig schließen. Wegen Verzögerungen bei den Bauarbeiten und der Insolvenz sei eine Wiedereröffnung derzeit nicht absehbar.

Die beiden neu eröffneten Restaurants hätten bis Juni nicht den erhofften wirtschaftlichen Erfolg gebracht, heißt es in der Erklärung. Sie blieben aber zunächst weiterhin geöffnet. Betreiber Philipp Hasse-Pratje sucht nun eigenen Angaben zufolge einen Investor für die Betriebsgesellschaft. «Ideal wäre ein Investor für die GmbH als Ganzes mit Erhalt der Arbeitsplätze», teilte er mit.

Mit dem Café Einstein Unter den Linden hat das Stammhaus nichts zu tun. Die Einrichtungen gehören unterschiedlichen Betreibern. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Michelin Guide hat elf verbreitete Irrtümer rund um Sterne, Inspektoren und Bewertungsverfahren aufgegriffen. Die Organisation erläutert dabei ihre Kriterien für die Auszeichnung von Restaurants und die Arbeitsweise ihrer Prüfer.

Das Berliner Zwei-Sterne-Restaurant Facil startet zum 25-jährigen Jubiläum eine sechsteilige Podcastreihe mit Reiner Veit. Das Audioformat beleuchtet ab dem 24. Juni 2026 die Geschichte und die personelle Kontinuität des Gastronomiebetriebs.

Bei den Frankfurter Gastro Talent Awards 2026 wurden Liv Geller als Kochtalent und Mihail Zaiat als Bartalent ausgezeichnet. Die Veranstaltung kehrte nach einer dreijährigen Pause als Teil des Rahmenprogramms der Michelin-Gala zurück.

Am Dienstag gibt der Guide Michelin in Frankfurt am Main die neuen Sterne für Deutschland bekannt. Bereits eine Woche zuvor hatte der Restaurantführer zehn neue Bib-Gourmand-Auszeichnungen veröffentlicht.

Starbucks Korea hat nach einem Werbe-Skandal sämtliche der über 2.000 Filialen in Südkorea vorzeitig geschlossen. Die Cafés wurden am Nachmittag dichtgemacht, damit Mitarbeiter an einer verpflichtenden Geschichtsschulung teilnehmen können.

Der Dresdner Historiker Andreas Rutz sieht Restaurants, Kneipen und gemeinsames Essen als wichtige Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens. Zugleich beobachtet er einen Wandel der Esskultur durch Fast Food, To-go-Angebote und veränderte Lebensgewohnheiten.

Der Wirt Alexander Egger bleibt bei einer Klage gegen die Zeltvergabe auf dem Oktoberfest erneut erfolglos. Das Verwaltungsgericht wies seinen Eilantrag ab. Das letzte Wort ist aber nicht gesprochen.

Lidl hat in Dundonald bei Belfast seinen ersten Pub eröffnet. Hintergrund sind besondere Regelungen des nordirischen Alkoholrechts, die dem Discounter den Verkauf alkoholischer Getränke in einer Gaststätte ermöglichen.

Die Zelte für das Münchner Oktoberfest können trotz eines Gerichtsstreits aufgebaut werden. Das Bayerische Oberste Landesgericht lehnte den Eilantrag eines Wirtes ab, wonach die Betreiber zweier Festzelte zunächst nicht zur Wiesn zugelassen werden sollten.

Partner für Berlin hat zum 30-jährigen Jubiläum der Berliner Meisterköche die Nominierungen für das Jahr 2026 verkündet. Eine Jury wählte aus rund 150 Vorschlägen die Finalisten in sechs Kategorien aus, deren Gewinner im November gekürt werden.