Leaders Club Deutschland feiert 25-jähriges Bestehen

| Gastronomie Gastronomie

Der Leaders Club Deutschland feiert sein 25-jähriges Bestehen. Das Gastronomienetzwerk wurde 2001 in München gegründet und zählt heute mehr als 450 Mitglieder aus über 230 Unternehmen. Die Gründungsverträge wurden im Hofbräukeller unterzeichnet, dessen Gastgeberin Silja Steinberg inzwischen Vorstandsvorsitzende des Clubs ist.

Französisches Vorbild führt 2001 zur Gründung in München

Die Ursprünge des Netzwerks reichen bis ins Jahr 1993 zurück. In Frankreich schlossen sich befreundete Gastronomen zusammen, um Erfahrungen und Wissen auszutauschen und Entwicklungen in der Branche gemeinsam zu verfolgen. Nach diesem Vorbild entstand 2001 der deutsche Ableger. Nach Darstellung des Clubs stehen Kollegialität und der Austausch von Wissen, Erfahrungen und Kontakten im Mittelpunkt der Zusammenarbeit.

Bereits 2002 vergab der Leaders Club erstmals den Leaders Club Award. Mit dem Preis zeichnet das Netzwerk jährlich Gastronomiekonzepte aus. Die Auszeichnung gehört inzwischen zu den wiederkehrenden Veranstaltungen des Clubs.

Mehrere Präsidenten prägen die Entwicklung des Netzwerks

Die Führung des Leaders Club Deutschland lag in den vergangenen 25 Jahren bei verschiedenen Branchenvertretern, die sich ehrenamtlich engagierten. Zu ihnen gehören der Gründungspräsident Thomas Hirschberger sowie Jürgen Straßer, Christoph Strenger, Roland Koch und Michael Kuriat. Seit 2023 steht Marc Uebelherr als Präsident an der Spitze des Netzwerks.

Auch die Mitgliederzahl ist gewachsen. Im Jahr 2010 gehörten dem Club rund 120 Mitglieder an. Zum 20-jährigen Bestehen waren es bereits mehr als 320. Inzwischen zählt das Netzwerk nach eigenen Angaben mehr als 450 Mitglieder aus über 230 Unternehmen.

Silja Steinberg verbindet den Gründungsort mit der heutigen Führung

Eine Verbindung zwischen der Gründungsgeschichte und der aktuellen Leitung besteht über Silja Steinberg. Ihre Familie führt den Hofbräukeller am Wiener Platz in München in dritter Generation. Als Vorstandsvorsitzende steht sie heute an der Spitze des Netzwerks, dessen Gründungsverträge vor 25 Jahren in dem Haus unterzeichnet wurden.

„Dass die Gründungsverträge des Leaders Club Deutschland vor 25 Jahren hier im Hofbräukeller unterzeichnet wurden und ich heute als Vorstandsvorsitzende Verantwortung für dieses Netzwerk übernehmen darf, ist für mich etwas ganz Besonderes“, sagt Steinberg. Sie verweist zudem auf den Austausch zwischen den Mitgliedern und erklärt, diese Kultur gemeinsam mit ihnen weitertragen und weiterentwickeln zu wollen.

Neue Formate richten sich an Gründer und jüngere Gastronomen

Seit der Gründung 2001 hätten sich die Rahmenbedingungen der Gastronomie verändert. Der Leaders Club verweist dabei auf Digitalisierung, neue Geschäftsmodelle und Arbeitswelten, veränderte Gästebedürfnisse sowie Anforderungen an Führung und Unternehmertum.

Das Netzwerk organisiert heute unter anderem Trendtouren, MeetUps und Gastro Sessions. Hinzu kommen der Leaders Club Award, die Young Generation und die Leaders Club Academy. Außerdem engagiert sich der Club beim Deutschen Gastro-Gründerpreis. Die Angebote richten sich damit auch an Gründer, junge Talente und die nächste Generation der Branche.

Der Leaders Club ist neben Deutschland auch in Frankreich, Belgien und der Schweiz vertreten. Für die Jahre 2026 und 2027 übernimmt Deutschland die Rolle des Acting Country. Frank Buchheister vertritt das Netzwerk in dieser Funktion und koordiniert den internationalen Austausch von Deutschland aus.

Jubiläum fällt mit der Verleihung des Leaders Club Award zusammen

Die Jubiläumsfeier findet am 13. November 2026 in Hamburg im Rahmen des Leaders Club Award statt. Für den Abend sind fünf nominierte Gastronomiekonzepte angekündigt.

Präsident Marc Uebelherr verweist auf das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder und die über die Jahre entstandenen Verbindungen. „Der Leaders Club war nie nur ein Netzwerk. Seit 25 Jahren engagieren sich hier Menschen ehrenamtlich, bringen ihre Zeit, ihre Erfahrung und ihre Ideen ein“, sagt Uebelherr. Zugleich wolle der Club offen für neue Mitglieder, Perspektiven und die nächste Generation bleiben.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Restaurants und Cafés in Kroatien müssen ab dem 1. Oktober neben aktuellen Preisen auch Referenzpreise ausweisen. Der Zagreber Gastronomieverband befürchtet Verwirrung bei Gästen.

Die traditionsreiche Berliner Feinkost-Institution Rogacki kehrt mit einem Pop-up-Standort in die Markthalle Neun zurück und bereitet die Rückkehr nach Charlottenburg vor.

Ab Oktober müssen kroatische Restaurants und Cafés neben dem aktuellen Preis auch einen historischen Referenzpreis ausweisen. Arbeitgeber kritisieren den bürokratischen Mehraufwand.

Die Jeunes Restaurateurs Deutschland haben in der Villa Marburg in Heigenbrücken den diesjährigen Team Day ausgerichtet. Im Mittelpunkt des Treffens standen neun unterschiedliche Masterclasses sowie der sogenannte Markt der Genüsse.

Das Hamburger Sterne-Restaurant Haebel beendet am 31. Dezember 2026 seinen regulären Betrieb. Fabio Haebel nennt Grenzen der vorhandenen Infrastruktur als Grund und kündigt weitere Veranstaltungen in den bisherigen Räumen an.

Kentucky Fried Chicken hat im texanischen McKinney ein neues Konzeptrestaurant eröffnet, das als Testlabor für erweiterte Menüs und modernisierte Serviceprozesse dient.

Starbucks schließt rund 250 Filialen in den USA und Kanada, um das nordamerikanische Netzwerk zu restrukturieren. Durch die Reduktion unrentabler Standorte soll die operative Effizienz gesteigert werden. Die Kosten belaufen sich auf 300 Millionen US-Dollar.

Seit Freitag wird auf dem Wasen wieder kräftig getrunken, geschunkelt und gefeiert. Bei vielen Gästen auch mit Zigarette - obwohl es ein strengeres Nichtrauchergesetz gibt. Wie kann das sein?

Ein komplettes Mittagessen für nur einen Euro? Das lockt viele Studierende in Frankreich an - und sorgt für Überlastung bei den Mensen. Muss das Angebot bald eingeschränkt werden?

Auf dem Wasen herrscht in den kommenden 17 Tagen wieder so etwas wie Ausnahmezustand. Bis zum 11. Oktober wird nach dem traditionellen Auftakt um 16.00 Uhr auf dem zweitgrößten Volksfest der Welt in Stuttgart wieder getrunken, geschunkelt und gefeiert.