Leitfaden: Nachhaltigkeit in der Gastronomie praxisnah umsetzen

| Gastronomie Gastronomie

Die Non-Profit-Initiative Greentable e.V. hat einen neuen Leitfaden präsentiert, der Gastronomiebetrieben konkrete Hilfestellung bei der Umsetzung von Nachhaltigkeit bietet. Die Publikation mit dem Titel „Genuss mit Verantwortung – 12 Ziele für eine nachhaltige Gastronomie“ richtet sich an Küchen, Service und Betriebsleitung und soll zeigen, wie nachhaltiges Handeln im Betriebsalltag verankert werden kann.

Nachhaltigkeit als Bestandteil der Unternehmensführung

Laut Greentable ist Nachhaltigkeit inzwischen ein fester Bestandteil einer zukunftsorientierten Unternehmensführung und weit mehr als ein vorübergehender Trend. Der nun vorgestellte Leitfaden ist als kompakter und praxisnaher Begleiter konzipiert, der Gastronomen bei diesem Prozess unterstützen soll.

Praktische Tipps und reale Beispiele aus dem Netzwerk

Der Leitfaden gliedert sich in zwölf thematische Ziele, die jeweils leicht verständlich erklärt und mit konkreten Schritten zur Umsetzung versehen sind. Die Inhalte reichen von Themen wie regionaler Einkauf und die Vermeidung von Abfall bis hin zu fairen Arbeitsbedingungen.

Zur Unterstützung der Betriebe beinhaltet das Handbuch Checklisten, To-dos und nützliche Links. Zudem sind inspirierende Beispiele aus dem Greentable-Netzwerk enthalten, die den Erfolg der Maßnahmen verdeutlichen. Die Initiative betont, dass nachhaltiges Handeln Schritt für Schritt gelingen kann und nicht zwingend kompliziert sein muss.

Stärkung des Engagements und Förderung durch Stiftung

Mit der Veröffentlichung möchte Greentable das Engagement jener Gastronomiebetriebe würdigen, die bereits heute Verantwortung übernehmen. Gleichzeitig soll die Publikation alle ermutigen, die den Weg hin zu einem nachhaltigeren Betrieb einschlagen wollen. Greentable versteht Nachhaltigkeit als einen gemeinsamen Weg und betont: „Jeder Schritt zählt.“

Die Produktion des Leitfadens wurde von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung gefördert. Damit setzt die Stiftung nach Angaben des Vereins ein Signal für mehr Umwelt- und Klimaschutz in der Gastronomie.

Bezug des Leitfadens

Die erste Auflage des Leitfadens umfasst 500 gedruckte Exemplare und soll Ende November 2025 erscheinen. Interessierte können das Handbuch kostenlos per E-Mail unter dem Stichwort „Leitfaden“ bei hallo@greentable.org anfordern. Greentable-Mitglieder erhalten die Publikation automatisch zugesandt.

Der Verein Greentable e.V. wurde 2015 gegründet und ist die erste deutsche Non-Profit-Initiative zur Förderung der Nachhaltigkeit in der Gastronomie. Die Initiative bringt ökologisch und sozial verantwortlich handelnde Gastronomen, Erzeuger und Lieferanten zusammen und unterstützt sie in ihrem Handeln. Greentable wurde mehrfach vom Deutschen Nachhaltigkeitsrat ausgezeichnet und ist unter anderem bekannt als Initiator der „Beste-Reste-Box“.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Wechsel in der Duisburger schauinsland-reisen-arena: Ab der Saison 2026/27 übernimmt Supreme Sports Hospitality das gesamte Catering. Der neue Partner setzt auf eine Mischung aus Investitionen in die Infrastruktur, bewährten Stadion-Klassikern und innovativen Food-Konzepten.

Mit „OMA – Opportunity for More Authenticity“ gewinnt ein Team der FHWien der WKW den europäischen Hospitality-Wettbewerb in Amsterdam. Die Idee nutzt das kulinarische Wissen lokaler Großmütter, um Gästen authentische Food-Erlebnisse zu bieten.

Seit Ewigkeiten galt auf der Wiesn: Sechs Münchner Biere gibt es dort - und kein einziges mehr. Doch die Bier-Frage wird nun endgültig zum Politikum. Denn eine Brauerei plant die Revolution.

In Mainz-Gonsenheim setzt das Weingut St. Antony auf ein Gastronomiekonzept, das die Tradition der klassischen Eckkneipe aufgreift. Unter dem Namen Heiliger Anton wurde ein Pop-up-Restaurant eröffnet, das den Fokus auf soziale Interaktion und eine unkomplizierte Bewirtung legt.

Im Salzburger Hotel und Restaurant Cool Mama sorgt eine strikte Bekleidungsvorschrift für öffentliche Diskussionen. Einer Frau wurde bei der Reservierungsanfrage für das Sky-Restaurant eine Absage erteilt, da sie ein Kopftuch trägt. Das Gastronomieunternehmen beruft sich auf die Hausordnung, während die Betroffene den Vorwurf der Diskriminierung erhebt.

Pizza Hut steht vor einem bedeutenden Umbruch auf dem US-Markt. Die Muttergesellschaft Yum! Brands hat die Schließung von 250 leistungsschwachen Standorten angekündigt und prüft derzeit strategische Optionen für die Zukunft der Marke.

Die Hamburger Systemgastronomie-Kette Schweinske gibt die Mehrwertsteuersenkung ab März 2026 über gezielte Preisnachlässe an ihre Gäste weiter. Damit wählt das Unternehmen einen anderen Weg als weite Teile der Branche.

Vom 19. Februar bis zum 1. März lädt das Feinschmeckerfestival «eat! Berlin» zu besonderen kulinarischen Angeboten ein. Braucht man Anzug und Kleid? Und muss man wissen, wo welches Besteck liegt?

Die Gewerkschaft NGG fordert nach Bekanntwerden neuer Zahlen zu Mindestlohnverstößen im Gastgewerbe eine personelle Verstärkung der Finanzkontrolle Schwarzarbeit und eine verpflichtende digitale Zeiterfassung.

Das Berliner Drei-Sterne-Restaurant Rutz ordnet seine Küchenstruktur neu. Nach zwölf Jahren hat der bisherige Küchenchef Dennis Quetsch den Betrieb in Berlin-Mitte zum Jahreswechsel auf eigenen Wunsch verlassen. Die Nachfolge treten zwei Talente aus den eigenen Reihen an, die künftig unter der Leitung von Küchendirektor Marco Müller eine Doppelspitze bilden.