Lieferdienst Wolt schließt Warenlager in Berlin

| Gastronomie Gastronomie

Der vor allem auf Restaurant-Bestellungen ausgerichtete Lieferdienst Wolt will auch auf dem Markt für Supermarktprodukte Fuß fassen - dafür eingerichtete Warenlager in Berlin hat das Unternehmen aber nun wieder geschlossen.

«Ein starkes Standbein mit eigenen virtuellen Supermärkten in Deutschland zu haben, würde für die kommenden Jahren hohe Investitionen bedeuten», teilte Wolt auf Anfrage mit. «Diese Investitionen wären im Vergleich zu alternativen Wachstumspfaden unverhältnismäßig.» Deshalb seien seit dieser Woche die drei Wolt-Märkte in der Hauptstadt wieder geschlossen. Zuvor hatte der «Tagesspiegel» darüber berichtet.

Die Lieferung von Restaurant- und Einzelhandelswaren bleibe davon unberührt und werde weiter fortgesetzt, hieß es. An der Strategie, das Liefergeschäft mit Supermarktwaren auszubauen, will Wolt also festhalten. Dafür setze das Unternehmen künftig auf die Kooperation mit verschiedenen Einzelhandelsketten wie «Nah & Gut» oder «Tegut», aus deren Filialen die Produkte dann abgeholt und geliefert würden.

Während Lebensmittellieferdienste wie Gorillas oder Flink in Berlin ein dichtes Netz an Warenlagern unterhalten, waren es bei Wolt lediglich drei solcher Märkte. Dort arbeiteten den Angaben zufolge rund 35 Beschäftigte. Den meisten von ihnen sei nach der Schließung ein Angebot für andere Unternehmensbereiche gemacht worden.

Das aus Finnland stammende Start-up Wolt wurde im Juni vom amerikanischen Lieferdienst Doordash übernommen. Doordash war in Deutschland ausschließlich in Stuttgart aktiv und überlässt den deutschen Markt nun vollständig dem zugekauften Wolt. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Taco Bell bereitet den Markteintritt in Polen vor. Die Eröffnung des ersten Standortes ist für das vierte Quartal 2026 geplant. Für die Umsetzung der Expansionspläne kooperiert die Marke mit dem Unternehmen AmRest

Warum professionelle Lebensmittelsicherheit gerade in der Bio-Gastronomie eine zentrale Rolle spielt, erklärt Dennis Gasper. Er ist zertifizierter Experte für Bio-Gourmet-Ernährung und Gesundheitsprävention und leitet seit 2024 die Küche im „Kesslers Walsereck“.

Eine Umfrage im Auftrag von OpenTable zeigt eine hohe Nachfrage nach Außengastronomie im Sommer 2026. Besonders Biergärten, Public Viewing und hundefreundliche Angebote beeinflussen laut den Daten die Restaurantwahl.

Sollen die Wiesn-Zelte wirklich europaweit ausgeschrieben werden? Mit einem entsprechenden Vorstoß sorgt ein Münchner Wirt für Wirbel. Im ersten Anlauf ist er gescheitert. Doch der Streit ist keineswegs beendet. 

Svea Marie Kropp aus dem Hamburger Hotel The Fontenay hat den Rudolf Achenbach Preis 2026 gewonnen. Das Finale des Nachwuchswettbewerbs fand in der Frankfurter Naxoshalle statt.

Die internationale Themenwoche „Türkische Küche“ ist mit einem Auftaktdinner für rund 120 Gäste in Berlin gestartet. Die Veranstalter nutzen die Initiative, um die kulinarische Tradition der Türkei und deren historische Entwicklung vorzustellen.

Die Vereinigung Jeunes Restaurateurs Deutschland feiert ihr 35-jähriges Bestehen. Das Netzwerk setzt neben dem internen Wissensaustausch verstärkt auf politische Präsenz im Deutschen Bundestag und die Förderung von Jugendprojekten.

Zum Mittagessen eine Currywurst mit Pommes und Mayo? Die einen finden das lecker, die anderen ungesund. Einer Statistik zufolge sank Jahr für Jahr das Interesse an diesem Klassiker-Gericht. Bis jetzt.

Ob Fischstäbchen, Rinderroulade oder Linsensuppe: In Zeiten des demografischen Wandels sieht sich der deutsche Tiefkühlkost-Caterer Apetito langfristig auf Wachstumskurs. Der Fachkräftemangel ist Rückenwind für das Tiefkühlgeschäft.

Im Frankfurter Zoo haben die Bauarbeiten für ein neues, barrierefreies Zoorestaurant begonnen, das Ende 2027 eröffnen soll. Das zweigeschossige Gebäude entsteht zentral am Spielplatz und wird auch für externe Veranstaltungen nutzbar sein.