Luce d’Oro auf Schloss Elmau heißt jetzt IKIGAI

| Gastronomie Gastronomie

Das kulinarische Aushängeschild des Fünf-Sterne-Resorts Schloss Elmau ist das mit zwei Michelin-Sternen und fünf schwarzen Kochhauben im Gault&Millau ausgezeichnete Restaurant Luce d’Oro. Chefkoch Christoph Rainer steht seit vielen Jahren an der Spitze des Fine-Dining-Restaurants, das ab sofort den japanischen Namen IKIGAI trägt.

Das Küchenkonzept überzeugt durch eine Verbindung aus französisch und japanisch inspirierten Gerichten, dabei stehen die Produkte und deren Eigenschaften im Fokus. Der Name spiegelt die jahrelange Auseinandersetzung des Küchenchefs mit der japanischen Lebensphilosophie wider. Da sich Rainer in den letzten Jahren zunehmend dem Land der aufgehenden Sonne zugewandt hat, ist die Umbenennung von dem italienischen Namen Luce d’Oro in IKIGAI nachvollziehbar.

IKIGAI bedeutet sinngemäß „Wofür es sich lohnt, morgens aufzustehen“ und steht für die Suche nach einem sinnvollen und erfüllten Leben. Diese Philosophie bestimmt nicht nur die kulinarische Ausrichtung des Restaurants, sondern prägt auch den Umgang mit Mitarbeitern und Gästen. Denn die fünf Kernthesen der japanischen Lebensphilosophie IKIGAI – klein anfangen und geduldig sein, loslassen lernen und Vertrauen schenken, in Harmonie und Nachhaltigkeit leben, die Freude an kleinen Dingen und Erfolgen entdecken sowie im Hier und Jetzt sein – bilden die Grundlage für die Arbeitsweise im Restaurant IKIGAI. Die Philosophie fördert Wertschätzung, Achtsamkeit und eine harmonische Atmosphäre im Team.

Gemäß des Kochansatzes der japanischen Philosophie betont Rainer: „Mich faszinieren vor allem drei Dinge, die in der japanischen Küche eine beeindruckende Symbiose des Geschmacks ergeben: ihre Leichtigkeit, ihre Produktqualität und ihre Nachhaltigkeit, die in der Küche als Respekt vor dem Lebensmittel in all ihren Facetten zum Ausdruck gebracht wird. Dies kulminiert in einer kulinarischen Ästhetik.“

Der Aspekt der Nachhaltigkeit hat in Christoph Rainers Küche ebenfalls große Bedeutung. Als Koch sieht er sich gegenüber seinem Team und seinen Gästen verantwortlich, nachhaltiges Handeln als Leitlinie seiner Arbeit anzusehen. Die Produktqualität hat in seiner Küche oberste Priorität.

Der gebürtige Hanauer schätzt die regionalen Hersteller sehr und pflegt einen engen Austausch mit diesen. Im Restaurant kommen laktosefreie Produkte sowie glutenfreie Optionen zum Einsatz, außerdem befindet sich auch das vegane Menü MIDORI im Angebot. Rainer unterstreicht die zunehmende Relevanz eines ganzheitlichen Ansatzes im Restaurant IKIGAI: „Lebensmittelunverträglichkeiten, vegane Ernährung, Nachhaltigkeit und unter gewissen logischen Aspekten auch Regionalität gehören zu den Themen, die wir noch intensiver berücksichtigen und die fester Bestandteil unseres Angebots sind.“

Inhaber Dietmar Müller-Elmau äußert sich sehr positiv über die Namensänderung und inhaltliche Ausrichtung des Gourmet-Restaurants: „Die Philosophie IKIGAI ist ein wichtiges Element in Schloss Elmau. ‚Wofür es sich lohnt, morgens aufzustehen‘ ist bei uns ein zentraler Glaubenssatz – ob im kulinarischen Bereich, in der Gesundheit oder der Kultur. Ich freue mich daher umso mehr, gemeinsam mit Christoph Rainer die Umbenennung unseres Restaurants durchzuführen und diesem Leitgedanken noch mehr Bedeutung zu verleihen.“

Zusätzlich zur Umbenennung des Restaurants hat Christoph Rainer ein neues Kochbuch namens My Culinary IKIGAI herausgebracht, das er wie folgt beschreibt: „Es gewährt einen Blick hinter die Kulissen des Gourmet-Restaurants und präsentiert eine Auswahl meiner Gerichte. Darin beschreibe ich vier saisonale Menüs mit Speisen, die die französische und japanische Küche vereinen. Außerdem gebe ich Einblicke in den Alltag auf Schloss Elmau und beschreibe auch meine kulinarische Reise durch Japan.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Wenige Wochen vor dem Oktoberfest muss die Stadt München kurzfristig einen neuen Betreiber für die Fläche der Münchner Stubn finden. Nach dem Rückzug von Alexander Egger läuft die Suche unter engem Zeitplan – ein möglicher Nachrücker steht bereits im Fokus.

Ministerpräsident Boris Rhein und DEHOGA Hessen haben in Bensheim die besten Dorfgasthäuser Hessens 2026 ausgezeichnet. Beide hoben die Bedeutung der Betriebe als Treffpunkte, Arbeitgeber und Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens in ländlichen Regionen hervor.

Frittenwerk hat sein 50. Restaurant in Deutschland eröffnet. Der neue Standort im Halle Leipzig The Style Outlets bietet rund 80 Sitzplätze und schafft etwa 20 Arbeitsplätze.

Der Michelin Guide ist erstmals in Neuseeland vertreten und markiert damit den offiziellen Start der Publikation in Ozeanien. Im Zuge der Premiere zeichneten die Inspektoren insgesamt 110 Restaurants in den vier Regionen Auckland, Wellington, Christchurch und Queenstown aus.

Das Regensburger Restaurant Storstad stellt seine kulinarische Führung neu auf. Mit Simone Kubitzek und Hella Eggers übernimmt eine Doppelspitze das Kommando in der Küche.

Ein Forschungsteam der Stanford University hat ein KI-Modell entwickelt, das Burger nach Geschmack, Nachhaltigkeit und Nährwert optimiert. Im Blindtest schnitten einzelne KI-Burger ähnlich gut oder besser ab als ein Big Mac. Ein öffentlich zugängliches Online-Werkzeug steht nun zur Verfügung, das personalisierte Burger-Rezepte erstellen kann.

Die Getränkebestellungen in der Gastronomie verändern sich. Während Kaffee und Bier ihre Spitzenpositionen behaupten, gewinnen Matcha, neue Spritz-Varianten und Premium-Getränke nach einer Auswertung von orderbird an Bedeutung.

Die britische Restaurantkette Loungers erwägt den Schritt auf den deutschen Markt. Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben für die zweite Jahreshälfte 2026 die Suche nach einem ersten Standort.

Die Wirtschaftskammer Wien hat die Preisträger der diesjährigen Branchenpreise Goldener Schani und Goldene Jetti bekannt gegeben. Mit diesen Auszeichnungen werden Betriebe gewürdigt, die durch ihre Außenbereiche oder Freizeitkonzepte zur Attraktivität der Stadt beitragen.

Nach einem juristischen Krimi läuft nun der Oktoberfest-Aufbau. Wie auf Münchens größter Baustelle die Wiesn-Mini-Stadt wird – und was München-Besucher wissen müssen.