Michelin Guide zeichnet 2026 zwölf Restaurants in Belgien und Luxemburg neu aus

| Gastronomie Gastronomie

Der Michelin Guide Belgien und Luxemburg 2026 ist am Mittwoch in Antwerpen vorgestellt worden. Nach Angaben des Veranstalters wurden dabei zwei Restaurants neu mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet. Zudem erhielten zehn Restaurants erstmals einen Michelin-Stern. Die Präsentation fand in der Handelsbeurs in Antwerpen statt.

Die neue Ausgabe des Restaurantführers umfasst laut Michelin insgesamt 764 Restaurants, davon 139 mit mindestens einem Michelin-Stern.

Gwendal Poullennec, internationaler Direktor des Michelin Guide, erklärte laut Mitteilung: „The 2026 selection once again testifies to the gastronomic dynamism of Belgium and Luxembourg. Our inspectors have recognised restaurants where technique is used to enhance flavour and the diner’s experience.“

Cuines 33 und The Jane erhalten zwei Michelin-Sterne

Neu mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet wurden Cuines 33 in Knokke und The Jane in Antwerpen.

Laut Michelin habe Küchenchef Edwin Menue gemeinsam mit seiner Partnerin Fleur das Konzept von Cuines 33 neu ausgerichtet. Der Fokus liege stärker auf dem Gesamterlebnis für die Gäste. Michelin verweist zudem auf eine Weiterentwicklung der Küche mit asiatischen Einflüssen, Gewürzen und Meeresfrüchten.

Auch Nick Bril habe mit The Jane einen neuen Weg eingeschlagen, teilt Michelin mit. Das Restaurant befindet sich in einem umgebauten Lagerhaus im Antwerpener Stadtteil Eilandje. Laut Guide stehen dort Gestaltung und Musik stärker im Mittelpunkt, während der Fokus zugleich stärker auf den Gerichten liege.

Die bisherigen Drei-Sterne-Restaurants des Landes behalten ihre Auszeichnung. Dazu zählen Zilte in Antwerpen unter Küchenchef Viki Geunes sowie Boury in Roeselare unter Tim Boury.

Zehn Restaurants erstmals mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet

Neben den beiden neuen Zwei-Sterne-Häusern wurden zehn Restaurants erstmals mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet.

In Belgien erhielten folgende Restaurants ihre erste Auszeichnung:

La Table-Lasne by Alain Bianchin in Lasne, Moscou in Gentbrugge, Subtiel in De Panne, Agnes in Sint-Martens-Bodegem, EST in Heverlee, Vintage in Kontich, Komaf in Wommelgem, Bloesem in Borgerhout sowie Atelier Noun in Leefdaal.

In Luxemburg wurde zudem Le Lys im Hôtel Villa Pétrusse mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Laut Michelin kombiniert Küchenchef Kim de Dood dort luxemburgische Küche mit asiatischen Einflüssen.

Michelin nennt drei Restaurants als Beispiele für neue Gastronomiekonzepte

Zusätzlich hebt der Guide drei Restaurants hervor, die laut Michelin „die Gastronomie von morgen“ verkörpern sollen. Genannt werden Instroom in Antwerpen, Màloma in Rosières und Nova in Sint-Niklaas.

Wie Michelin mitteilt, spielten dabei unter anderem Produktauswahl, Mikro-Saisonalität und die Zusammenarbeit mit Produzenten eine Rolle.

Vier Sonderpreise gehen an Köche, Sommeliers und Serviceteams

Neben den Sterne-Auszeichnungen vergab Michelin auch vier Sonderpreise.

Der Michelin Young Chef Award ging an Abel Demeestere vom Restaurant EST in Heverlee. Gemeinsam mit seiner Partnerin habe er das frühere Familienrestaurant Arenberg übernommen, teilt Michelin mit.

Den Michelin Sommelier Award erhielt Nicolas Campus vom Restaurant Les Gribaumonts in Mons. Michelin verweist dabei auf dessen Weinkarte mit Schwerpunkt auf französischen Weinregionen.

Der Michelin Service Award ging an das Restaurant Zilte in Antwerpen. Laut Guide wurden Viviane Plaquet und Gitte Geunes für ihren Service ausgezeichnet.

Außerdem erhielt La Villa Lorraine in Brüssel den Preis als „Opening of the Year“. Michelin erklärt, das Restaurant habe sich mehrfach neu erfunden und präsentiere sich nun mit einem veränderten gastronomischen Konzept.

Sieben neue Restaurants in Bib-Gourmand-Auswahl aufgenommen

Darüber hinaus wurden sieben Restaurants neu in die Bib-Gourmand-Auswahl aufgenommen. Die Kategorie zeichnet nach Angaben von Michelin Restaurants mit einem aus Sicht des Guides guten Preis-Leistungs-Verhältnis aus.

Zu den neuen Häusern gehören unter anderem Alley Mian in Brüssel, Den Bourgondiër in Wilrijk sowie Basta! in Wanze.

Die vollständige Liste der ausgezeichneten Restaurants veröffentlichte Michelin auf seiner Internetseite.
 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten in Thüringen hat an Verbraucher appelliert, beim Besuch im Restaurant oder Biergarten mit Trinkgeld nicht zu knausern. Mit Blick auf den «Welttrinkgeldtag» an diesem Donnerstag solle man nicht in den Sparmodus schalten.

Eine aktuelle Analyse zeigt deutliche regionale Preisunterschiede bei Aperol Spritz in der deutschen Gastronomie. Während der bundesweite Durchschnittspreis im Vergleich zu 2025 um knapp fünf Prozent stieg, zahlen Gäste im Norden und in Essen am meisten.

Die Jeunes Restaurateurs veranstalten eine Benefizveranstaltung auf der Terrasse über dem Kurhaus Baden-Baden. Der Erlös fließt in die JRE-Deutschland Foundation, um Projekte zur Ernährungsbildung von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg zu finanzieren.

Ein US-Franchisenehmer von Pizza Hut fordert mehr als 100 Millionen US-Dollar Schadensersatz. Hintergrund sind Vorwürfe gegen das KI-System Dragontail, das laut Klage zu Problemen bei Lieferzeiten und Kundenzufriedenheit geführt haben soll.

Das geplante Restaurant von Spitzenkoch Thomas Bühner im Westfield Hamburg-Überseequartier wird nicht eröffnet. Nach Angaben des Kochs zog sich ein wichtiger Investor kurzfristig aus dem Projekt zurück.

Im Münchner Innenstadtgebäude Herzog Max hat das neue Gastronomiekonzept Super* eröffnet und vervollständigt damit die fünfjährige Transformation des ehemaligen Karstadt Sports. Das Konzept kombiniert Restaurant, Bar und Ladenflächen.

Das Sternerestaurant bi:braud von Alina Meissner-Bebrout zieht im Sommer 2026 aus der Ulmer Büchsengasse in das neue Maison Meissner direkt am Ulmer Münster um. Gemeinsam mit ihrem Mann Steffen Meissner entwickelt die Köchin das historische Gebäude „Bäumle“ zu einem Hotel mit 15 Zimmern sowie Restaurant- und Barkonzept.

Die Zeltvergabe auf dem Oktoberfest ist jetzt auch ein Fall für die Justiz. Gastronom Alexander Egger wehrt sich per Eilantrag gegen die Ablehnung seiner Bewerbung für das Volkssängerzelt «Schützenlisl» auf der Oidn Wiesn.

Die Schützenlisl auf der Oidn Wiesn bekommt zur Wiesn 2026 neue Betreiber. Der Münchner Stadtrat hat dem Wirte-Trio Michael Bietsch, Florian Fendt und Manfred Kneifel den Zuschlag für das Volkssängerzelt erteilt.

Laut dem aktuellen Bericht von Brand Finance erreichen die 25 wertvollsten Restaurantmarken weltweit zusammen einen Markenwert von 190,1 Milliarden US-Dollar. McDonald’s führt das Ranking erneut an, während Chick-fil-A das stärkste Wachstum verzeichnet.