Milliardendeal: Delivery Hero kauft südkoreanischen Lieferdienst Woowa

| Gastronomie Gastronomie

Die Hoffnung auf kräftiges Wachstum in Asien hat die Aktionäre des Essenslieferdienstes Delivery Hero am Freitag begeistert. Die Aktien schnellten bis zum späten Nachmittag um knapp 21 Prozent auf ein Rekordhoch von 60,48 Euro. Delivery Hero baut sein Geschäft in Asien mit einer milliardenschweren Übernahme aus. Das im MDax notierte Unternehmen hat sich eine große Mehrheit der südkoreanischen Firma Woowa gesichert. Das erworbene Unternehmen werde dabei insgesamt mit vier Milliarden US-Dollar (3,6 Mrd Euro) bewertet, wie Delivery Hero in Berlin mitteilte.

Delivery Hero will für Woowa Brothers bis zu rund 1,7 Milliarden Euro in bar sowie bis zu etwa 1,9 Milliarden Euro mit neuen Delivery Hero-Aktien zahlen. Bislang sicherte sich der MDax-Konzern 82 Prozent an den Südkoreanern.

Delivery Hero wurde 2011 gegründet und ist seit 2017 an der Börse notiert. Mit dem Kurssprung vom Freitag knüpften die Aktien von Delivery Hero an ihren guten Lauf an. 2019 steht nun schon ein Plus von rund 76 Prozent auf dem Kurszettel. Das bedeutet einen Platz unter den besten zehn Werten im Index der mittelgroßen Werte, der im Jahresverlauf um fast 29 Prozent zulegte. Zudem knackte Delivery nun erstmals die Marke von zehn Milliarden Euro beim Marktwert. Damit kratzen sie beim Börsenwert nun zumindest an den Top 10 des MDax.

Das Unternehmen mit Sitz in Berlin ist in Deutschland selbst nicht mehr als Essenslieferant aktiv, nachdem das Geschäft hierzulande mit Marken wie Foodora, Lieferheld oder Pizza.de an den niederländischen Rivalen Takeaway für 930 Millionen Euro verkauft wurde. Takeaway ist der Eigentümer von Lieferando.

Delivery Hero hatte zuletzt mehr als die Hälfte des Umsatzes in Nahost und Nordafrika erwirtschaftet. In Asien hatte Delivery Hero knapp 30 Prozent des Geschäfts erzielt. In Europa ist die Firma mit rund 22 000 Mitarbeitern vor allem noch im Norden und Südosten aktiv. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Nasa veröffentlicht Details zur Verpflegung der Artemis-2-Crew und weist Spekulationen über ein schwebendes Glas Nuss-Nugat-Creme zurück. Rund 189 Speisen stehen den Astronauten während ihres Flugs zur Auswahl.

Das Hotel The Capra organisiert im Juni 2026 gemeinsam mit dem Yale-Historiker Paul Freedman ein dreitägiges Seminar zur Geschichte der Schweizer Gastronomie. Die Veranstaltung thematisiert die kulinarische Entwicklung von der Belle Époque bis zur Gegenwart.

Von der Küche der Queen auf einen Acker in Darmstadt: Stefan Pappert kochte für rund 100 Gäste Variationen des Edelgemüses bei der offiziellen Eröffnung der Spargelsaison.

Basketball-Star LeBron James eröffnet in seiner Heimatstadt Akron das Restaurant Buckets. Der Betrieb dient gleichzeitig als Ausbildungsstätte für Teilnehmer seines sozialen Förderprogramms.

Das Restaurant Horváth in Berlin plant für Oktober 2026 eine neue Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Own the Pass“, bei der junge Köche für einen Abend den Betrieb übernehmen sollen. Bewerbungen sind bis Juni 2026 mit Konzept und Lebenslauf möglich

Burger King hat eine landesweite Rekrutierungsoffensive gestartet, um bis zu 60.000 neue Stellen in seinen knapp 6.500 Restaurants in den USA zu besetzen. Die Suche umfasst sowohl Einstiegspositionen als auch das Management.

Frische Spargelgerichte, vegane Highlights und alkoholfreie Drinks: Hessens Außengastronomie will mit neuen Trends in die Freiluftsaison starten. Doch höhere Kosten und Konsumzurückhaltung setzen die Betriebe unter Druck.

Taco Bell plant laut Medienberichten einen neuen Markteintritt in Deutschland. Neben ersten Standorten werden auch Details zur Franchise-Struktur und zu beteiligten Partnern bekannt.

Der Durchschnittspreis für einen halben Liter Bier ist einer Datenanalyse des Finanztechnologie-Unternehmens SumUp zufolge in größeren baden-württembergischen Städten spürbar gestiegen – von 3,86 Euro zu Beginn des Sommers 2025 auf zuletzt 4,88 Euro.

Das Restaurant 5 in Stuttgart hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung abgeschlossen und setzt seinen Betrieb mit einem neuen Investor fort. Wie das Unternehmen mitteilt, ist damit der Fortbestand des Betriebs langfristig gesichert.