Nach Angriff auf jüdisches Restaurant Schalom: Polizei durchsucht Wohnung

| Gastronomie Gastronomie

Im Zuge der Ermittlungen zu dem Angriff auf ein jüdisches Restaurant in Chemnitz im August 2018 hat die Polizei die Wohnung eines Verdächtigen im Bereich Stade (Niedersachsen) durchsucht. Den 28-Jährigen trafen die Ermittler dabei nicht an, wie das Landeskriminalamt Sachsen (LKA) und die Generalstaatsanwaltschaft Dresden mitteilten.

Die Beamten stellten Handys, ein Tablet sowie Sturmhauben sicher. Der Verdächtige soll zusammen mit noch unbekannten Komplizen das «Schalom» angegriffen und dessen Inhaber mit einem Steinwurf an der Schulter verletzt haben. Der Mann wurde anhand einer DNA-Spur auf Gegenständen vom Tatort identifiziert. Die Ermittlungen wegen Verdachts des Landfriedensbruchs und der gefährlichen Körperverletzung dauern an.

Nach dem gewaltsamen Tod eines Deutschen am Vortag waren am 27. August 2018 auch Hooligans und Rechtsextreme bei einer aggressiven Demonstration durch die Stadt gezogen. Eine Gruppe Vermummter soll das «Schalom» mit Flaschen und Steinen angegriffen und dabei antisemitische Parolen gerufen haben. Der Fall hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt (Tageskarte berichtete).

Im Zusammenhang mit den Demonstrationen wurden nach Angaben der Sonderkommission Rechtsextremismus 78 Beschuldigte ermittelt, gegen bisher 19 von ihnen seien Anklagen erhoben oder Strafbefehle beantragt worden. In vier Fällen wurden Freiheitsstrafen verhängt. (dpa)
 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Restaurants und Cafés in Kroatien müssen ab dem 1. Oktober neben aktuellen Preisen auch Referenzpreise ausweisen. Der Zagreber Gastronomieverband befürchtet Verwirrung bei Gästen.

Die traditionsreiche Berliner Feinkost-Institution Rogacki kehrt mit einem Pop-up-Standort in die Markthalle Neun zurück und bereitet die Rückkehr nach Charlottenburg vor.

Ab Oktober müssen kroatische Restaurants und Cafés neben dem aktuellen Preis auch einen historischen Referenzpreis ausweisen. Arbeitgeber kritisieren den bürokratischen Mehraufwand.

Die Jeunes Restaurateurs Deutschland haben in der Villa Marburg in Heigenbrücken den diesjährigen Team Day ausgerichtet. Im Mittelpunkt des Treffens standen neun unterschiedliche Masterclasses sowie der sogenannte Markt der Genüsse.

Das Hamburger Sterne-Restaurant Haebel beendet am 31. Dezember 2026 seinen regulären Betrieb. Fabio Haebel nennt Grenzen der vorhandenen Infrastruktur als Grund und kündigt weitere Veranstaltungen in den bisherigen Räumen an.

Kentucky Fried Chicken hat im texanischen McKinney ein neues Konzeptrestaurant eröffnet, das als Testlabor für erweiterte Menüs und modernisierte Serviceprozesse dient.

Starbucks schließt rund 250 Filialen in den USA und Kanada, um das nordamerikanische Netzwerk zu restrukturieren. Durch die Reduktion unrentabler Standorte soll die operative Effizienz gesteigert werden. Die Kosten belaufen sich auf 300 Millionen US-Dollar.

Seit Freitag wird auf dem Wasen wieder kräftig getrunken, geschunkelt und gefeiert. Bei vielen Gästen auch mit Zigarette - obwohl es ein strengeres Nichtrauchergesetz gibt. Wie kann das sein?

Ein komplettes Mittagessen für nur einen Euro? Das lockt viele Studierende in Frankreich an - und sorgt für Überlastung bei den Mensen. Muss das Angebot bald eingeschränkt werden?

Auf dem Wasen herrscht in den kommenden 17 Tagen wieder so etwas wie Ausnahmezustand. Bis zum 11. Oktober wird nach dem traditionellen Auftakt um 16.00 Uhr auf dem zweitgrößten Volksfest der Welt in Stuttgart wieder getrunken, geschunkelt und gefeiert.