Nächtliches Verkaufsverbot für Bier in München: Kioske geben Widerstand auf

| Gastronomie Gastronomie

Zwei Kioskbetreiber aus dem Münchner Univiertel haben ihre Klagen gegen das nächtliche Bierverkaufsverbot zurückgezogen. Auch für sie gelten damit künftig die Bescheide, nach denen sie ab 22 Uhr kein Bier mehr abgeben dürfen, wie die Landeshauptstadt am Freitag mitteilte. Das Verbot tritt damit flächendeckend am Freitag der kommenden Woche in Kraft.

Die Regelung hatte es im Viertel bereits im Sommer vergangenen Jahres gegeben, kurz darauf wurde sie jedoch zurückgenommen. Nun führt die Stadt sie wieder ein, weil es weiter Probleme mit Feiernden auf den Straßen gibt: Lärm, Glasscherben, wildes Urinieren.

«Die Situation für die Anwohnenden hat sich zuletzt leider nicht verbessert», erklärte Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne). Weiter hieß es: «Ich bin nach wie vor überzeugt, dass es wichtig ist, in einer Großstadt Freiräume für junge Menschen zu ermöglichen. Gegenseitige Rücksichtnahme muss dabei immer das Grundgebot sein.»

Stadt reagiert auf Urteil

Zum Start der Freiluftsaison in diesem Jahr hatten sich alle betroffenen Betriebe nach Angaben der Stadt freiwillig dazu verpflichtet, nach Mitternacht kein Flaschenbier oder Alkohol-to-go zu verkaufen. Plakate appellierten zudem an die Feiernden, Toiletten und Mülleimer zu benutzen und nach 22 Uhr auf die eigene Lautstärke zu achten. Wirklich viel gebracht hatte das aber zunächst nichts.

Im Falle eines anderen Betriebs, der gegenüber Kiosken über eine erweiterte Konzession verfügt, hatte jüngst bereits das Verwaltungsgericht entschieden, dass dieser ab 22 Uhr keinerlei alkoholische Getränke zum Unterwegsverzehr verkaufen darf. Die anderen Kioske dürfen am Abend ohnehin nur Bier verkaufen, keinen anderen Alkohol.

Im Zuge des Verfahrens forderte das Gericht die Stadt auf, im Viertel einheitliche Regeln durchzusetzen. «Dem kommen wir nach», hieß es von Oberbürgermeister Krause. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Gastronomische Akademie Deutschlands hat Drei-Sterne-Koch Christian Bau auf der 78. Frankfurter Buchmesse mit der Goldenen Feder für sein Buch „Paris–Tokio“ ausgezeichnet. Im Rahmen des Wettbewerbs vergab die Jury insgesamt 61 Preise an Verlage und Autoren.

Daniel Craig hat sich einem Bericht der „Times“ zufolge am Londoner Pub „Horseshoe“ beteiligt. Mit zwei Geschäftspartnern wolle der frühere James-Bond-Darsteller das Lokal in Clerkenwell zunächst renovieren lassen.

Klaus Rader, Co-Gründer von L'Osteria, kommt auf Mallorca bei einem Autorennen ums Leben. Die Unfallursache ist unklar. Die Veranstalter sagen nach dem Unfall das Ereignis ab.

Starbucks hat laut Financial Times mit Beratern an einer möglichen Übernahme von Chipotle gearbeitet. Ob bereits ein formelles Angebot vorliegt, ist nicht bekannt; Starbucks verweist auf seinen laufenden Konzernumbau.

Burger King heißt in Australien Hungry Jack’s. Der ungewöhnliche Name geht auf ein Markenproblem aus dem Jahr 1971 zurück. Später eskalierte der Streit zwischen Burger King und seinem australischen Franchisenehmer sogar vor Gericht.

Die Stadt Mainz bleibt bei ihrem Verbot für das Oktoberfest. Daran änderte auch die Vorlage neuer Unterlagen nichts, die der Veranstalter gemeinsam mit dem Gaststättenverband Dehoga am Mittwoch eingereicht hatte.

Tim Raue und der Berliner Unternehmer Nils Hölterhoff starten das Pizza-Konzept "Spizza Pizza" für Flughäfen und Bahnhöfe. Die erste Filiale soll im Dezember am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) eröffnen.

Subway führt ab 2027 ein neues Restaurant- und Markenkonzept in der EMEA-Region ein. „Blueprint“ umfasst neue Restaurantgestaltungen, Bestellwege sowie zusätzliche Angebote für Morgen, Tag und Abend.

Frédéric Prinz von Anhalt blieb mit einer Rechnung von 38.000 Euro allein am Tisch zurück. Was die Frage aufwirft: Muss man wirklich alles zahlen, wenn andere die Zeche prellen? Ein Anwalt klärt auf.

Die Nutzung des Festzeltes ist von der Stadt untersagt worden wegen fehlender Unterlagen. Nun präsentierten Veranstalter und Dehoga Papiere zu Standsicherheit und Brandschutz.