Das dänische Restaurant Noma will seinen Restaurantbetrieb ab August 2026 wieder in Kopenhagen aufnehmen. Das teilte das Unternehmen auf seiner Internetseite und über Instagram mit. Nach Angaben des Restaurants endet damit die aktuelle Zeit des Projekts Noma LA in Los Angeles.
In der Mitteilung heißt es, das Team habe in den vergangenen Monaten intensiv darüber nachgedacht, „wer wir sind, was uns am wichtigsten ist und wohin wir als Nächstes gehen wollen“. Daraus sei die Entscheidung entstanden, das Restaurant in der dänischen Hauptstadt erneut zu eröffnen.
Noma benennt neue Führungsstruktur für den Restaurantbetrieb
Mit der Rückkehr nach Kopenhagen kündigt das Unternehmen zugleich Veränderungen in der Führung an. Nach Angaben von Noma sollen künftig Mette Brink Søberg als Leiterin Forschung und Entwicklung, Pablo Soto als Küchenchef sowie Annika de Las Heras als Geschäftsführerin zentrale Rollen übernehmen. Das Unternehmen spricht von einer neuen Generation von Führungskräften, die das Restaurant bereits seit Jahren mitgeprägt habe.
Laut Mitteilung soll die Wiedereröffnung nicht als Rückkehr zu früheren Strukturen verstanden werden, sondern als Beginn eines neuen Abschnitts. Die operative Verantwortung werde dabei von den neuen Führungskräften übernommen.
Restaurant plant künftig zwölf unterschiedliche Saisons pro Jahr
Zugleich kündigt Noma eine Änderung seines bisherigen gastronomischen Konzepts an. In den vergangenen Jahren arbeitete das Restaurant nach eigenen Angaben mit drei unterschiedlichen Saisonabschnitten pro Jahr. Künftig sollen daraus zwölf Saisons werden. Jeder Monat soll dabei eine eigene kulinarische Ausrichtung erhalten, die sich an Zutaten, Landschaften und Ideen orientiert, die das Team in diesem Zeitraum beschäftigen.
Nach Angaben des Restaurants soll dieses Modell ab August starten. Die Ambition des Unternehmens bestehe weiterhin darin, neue Entwicklungen zu erforschen und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Ankündigung folgt wenige Monate nach Rücktritt von René Redzepi
Die Mitteilung erfolgt wenige Monate nach dem Rücktritt von René Redzepi als Chefkoch des Restaurants. Wie Tageskarte im März 2026 berichtete, hatte Redzepi seinen Rückzug erklärt, nachdem frühere Mitarbeiter gegenüber der „New York Times“ Vorwürfe körperlicher und psychischer Gewalt erhoben hatten. Redzepi hatte damals erklärt, Verantwortung für die Situation zu übernehmen und als Chefkoch zurückzutreten.
In der aktuellen Mitteilung wird Redzepi nicht erwähnt. Stattdessen stellt das Unternehmen die geplante Wiedereröffnung in Kopenhagen sowie die neue Führungsstruktur und das künftige Saisonmodell in den Mittelpunkt.
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