Pandemie-Profiteur: Deutlich mehr Bestellungen bei Delivery Hero

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Der Essenslieferdienst Delivery Hero zählt zu den Profiteuren der Corona-Pandemie. Das Berliner Unternehmen schraubt dank seines starken Wachstums in der Corona-Krise die Prognosen für das Gesamtjahr in die Höhe. Nun rechnet der Dax-Kandidat dieses Jahr mit einem Umsatz zwischen 2,6 und 2,8 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Delivery Hero betreibt in mehr als 40 Ländern Bestellplattformen für Essen lokaler Anbieter und beschäftigt 25 000 Mitarbeiter, davon rund 1300 in Berlin. Sein Deutschlandgeschäft mit Marken wie Foodora, Lieferheld oder Pizza.de hat der Konzern im vergangenen Jahr an den niederländischen Konkurrenten Takeaway verkauft.

Im zweiten Quartal verdoppelten sich die Bestellungen fast auf 281 Millionen, das bestellte Bruttowarenvolumen wuchs um rund zwei Drittel auf 2,8 Milliarden Euro. Der Umsatz kletterte um 96 Prozent auf 612 Millionen Euro.

Mittlerweile ist das Unternehmen an der Börse rund 19 Milliarden Euro wert und gilt damit als heißer Kandidat für einen Aufstieg in die erste Börsenliga, den Dax. Schärfster Konkurrent ist hier wohl der Aromen- und Duftstoffhersteller Symrise.

Rote Zahlen schreibt das Unternehmen aber weiter. Im ersten Halbjahr lag der um Sonderposten bereinigte Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen nach vorläufigen Zahlen bei 319,5 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte er 171,1 Millionen Euro betragen.


 

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