Party Service Bund schlägt Alarm: Umfrage belegt „riesige Stornierungswelle“

| Gastronomie Gastronomie

Der Party Service Bund Deutschland e.V. schlägt Alarm. Nach den Erkenntnissen des Verbandes ergießt sich zurzeit über den Partyservice-Unternehmern und Caterern eine riesige Stornierungswelle. Das habe eine Umfrage unter Mitgliedsbetrieben ergeben, berichtet Bundesgeschäftsführer Wolfgang Finken. Demnach beklagten rund 85 Prozent der Befragten Absagen von Weihnachtsfeiern im familiären und beruflichen Bereich. „Und die sind bekanntlich eine sehr wichtige Einnahmequelle für unsere Branche“, so Finken.

Erneut sieht der Party Service Bund Deutschland e.V. die Politik in der Pflicht. Dass das Kurzarbeitergeld verlängert und die Überbrückungshilfe III Plus bis Ende März 2022 fortgesetzt würden, sei begrüßenswert. Allerdings dürfe es keine Deckelung bei den Hilfen geben.

In großer Sorge zeigt sich der Party Service Bund Deutschland e.V. auch angesichts der Abwanderungen von immer mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern: 67 Prozent der Befragten klagten darüber. Das sei einer der Gründe, warum für die Beschäftigten, die jetzt wieder Kurzarbeitergeld beziehen müssten, die erhöhten Leistungssätze beim Kurzarbeitergeld von 70 beziehungsweise 77 Prozent ab dem vierten Bezugsmonat und 80 beziehungsweise 87 Prozent ab dem siebten Bezugsmonat beibehalten werden sollten.

Solche und ähnliche Forderungen können nach Finkens Auffassung nur dann durchgesetzt werden, wenn das gesamte Gastgewerbe einschließlich Partyservice-Betriebe und Caterer an einem Strang zögen. Der Bundesgeschäftsführer erinnerte in diesem Zusammenhang an die im Oktober gegründete Bundeskonferenz Veranstaltungswirtschaft. In diesem breiten Bündnis vertritt der Party Service Bund Deutschland e.V. die Interessen des Caterings.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Im Münchner Innenstadtgebäude Herzog Max hat das neue Gastronomiekonzept Super* eröffnet und vervollständigt damit die fünfjährige Transformation des ehemaligen Karstadt Sports. Das Konzept kombiniert Restaurant, Bar und Ladenflächen.

Das Sternerestaurant bi:braud von Alina Meissner-Bebrout zieht im Sommer 2026 aus der Ulmer Büchsengasse in das neue Maison Meissner direkt am Ulmer Münster um. Gemeinsam mit ihrem Mann Steffen Meissner entwickelt die Köchin das historische Gebäude „Bäumle“ zu einem Hotel mit 15 Zimmern sowie Restaurant- und Barkonzept.

Die Zeltvergabe auf dem Oktoberfest ist jetzt auch ein Fall für die Justiz. Gastronom Alexander Egger wehrt sich per Eilantrag gegen die Ablehnung seiner Bewerbung für das Volkssängerzelt «Schützenlisl» auf der Oidn Wiesn.

Die Schützenlisl auf der Oidn Wiesn bekommt zur Wiesn 2026 neue Betreiber. Der Münchner Stadtrat hat dem Wirte-Trio Michael Bietsch, Florian Fendt und Manfred Kneifel den Zuschlag für das Volkssängerzelt erteilt.

Laut dem aktuellen Bericht von Brand Finance erreichen die 25 wertvollsten Restaurantmarken weltweit zusammen einen Markenwert von 190,1 Milliarden US-Dollar. McDonald’s führt das Ranking erneut an, während Chick-fil-A das stärkste Wachstum verzeichnet.

Clara Schoper von der «Zephyr Bar» in München holt den Sieg beim renommierten Cocktailwettbewerb «Made in GSA». Ihr Drink scheint ein alter Bekannter: «Rum-Cola». Es sei jedoch ein Nachbau anno 2026.

Die Berliner Burgerkette Burgermeister expandiert nach Polen. Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben mindestens 20 Standorte innerhalb von drei Jahren und strebt mittelfristig einen Jahresumsatz von bis zu 100 Millionen Euro an.

Das Hamburger Frühstückscafé kropkå von Katrin Koch hat die Aktion „Lokalhelden gesucht“ von VistaPrint und Cornelia Poletto gewonnen. Die Auszeichnung ist laut Veranstalter mit 20.000 Euro Preisgeld verbunden.

Schampusduschen verboten, Blasmusik schon eine Stunde früher und -mal wieder - Streit um die Zeltvergabe: Noch ist nicht mal Sommer, da zurrt München die Planung für die Wiesn im Herbst fest.

35 Jahre Jeunes Restaurateurs (JRE) Deutschland stehen nicht nur für kulinarische Entwicklung, sondern auch für den Wandel innerhalb der Spitzengastronomie. Warum diese heute mehr leisten muss als gutes Essen, erklärt Oliver Röder, Präsident der JRE-Deutschland.