„Personalmangel“: Bonner Sternerestaurant Kaspars macht dicht

| Gastronomie Gastronomie

Das Sternerestaurant Kaspars in Bonn wird zum Jahresende schließen. Diesen drastischen Schritt gaben die Betreiber des Restaurants jetzt auf ihrer Internetseite bekannt. Der Grund: anhaltender Personalmangel. Damit steht das Sternerestaurant allerdings nicht alleine.

Das Kaspers wurde 2015 von den beiden Brüdern Felix und Lukas Kaspar eröffnet. 2017 erhielt das Restaurant erstmals einen Michelin-Stern und hat sich kontinuierlich in den Restaurant-Ranglisten verbessert. Umso überraschender ist nun das Aus, nach nur vier Jahren. Für die Betreiber ist der Schritt allerdings das „Ergebnis einer langen und bewussten Entscheidungsphase“, wie sie selbst auf ihrer Internetseite schreiben. 

„Der Grund dafür ist so kompliziert wie simpel und ist das Fazit eines quasi nicht mehr existierenden Arbeitnehmermarktes in der Gastronomie. Wir haben das letzte Jahr in Unterbesetzung gearbeitet und konnten trotz großer Anstrengung keine Besserung herbeiführen. Trotz wirtschaftlichem Erfolg und toller Resonanz unserer Gäste schwand mehr und mehr das Glück und die Freude an der Arbeit. Ein Gut, das für uns die oberste Priorität hat und jedem wirtschaftlichen Erfolg übergeordnet ist“, erklären die beiden Brüder. 

Wie es für Felix und Lukas Kaspar in Zukunft weitergeht, ist noch unklar, doch mit dem Problem „Personalmangel“ stehen sie nicht alleine dar. Wie der General Anzeiger Bonn berichtet, muss noch weiteres Restaurant in der Region aufgrund von fehlenden Mitarbeitern schließen. Nach dreißig Jahren schließt das Nattermann’s Fine Dining in Vettelschloß-Kalenborn zum Jahresende seine Türen. Besitzer Jo Nattermann konnte kein qualifiziertes Personal mehr finden. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Compass Group-Tochter Food Affairs entwickelt im neuen Leipziger Quartier Neo eine rund 3.000 Quadratmeter große Markthalle mit internationaler und regionaler Gastronomie. Das Konzept soll als zentraler Treffpunkt in der Innenstadt etabliert werden.

Der Bundesverband der Systemgastronomie hat die Jury für den Branchenpreis 2026 vorgestellt und die Bewerbungsfrist bis zum 4. Mai verlängert. Die unabhängige Runde bewertet Konzepte aus der Branche, die im September in München ausgezeichnet werden.

Das neue Frankfurter Hotel Kennedy 89 hat sein Restaurant Eighty Nine eröffnet, das levantinische Küche mit regionalen Einflüssen kombiniert. Unter der Leitung von Küchenchef Philipp Grosser setzt der Betrieb auf gemeinschaftliche Speisekonzepte und regionale Partnerschaften.

Der aktuelle Fitness-Check für die österreichische Gastronomie weist eine leichte Umsatzstabilisierung aus, die jedoch primär auf Preiserhöhungen basiert. Hohe Mitarbeiterkosten und Frequenzen unter dem Vorkrisenniveau belasten die Branche weiterhin.

Die Gastro-Marke Gustavo Gusto hat, gemeinsam mit dem Automatenhersteller Stüwer, ein neues Vertriebsmodell vorgestellt. Wie das Unternehmen mitteilt, soll der sogenannte „Gustavomat“ als automatisierter Pizzaautomat künftig den Verkauf von Tiefkühlpizza rund um die Uhr ermöglichen.

Nach dem angekündigten Markteintritt von Taco Bell werden erste konkrete Ausbaupläne bekannt. Laut Medienberichten sind unter anderem mindestens 15 Standorte in Bayern vorgesehen.

Die Burgermeister-Gruppe hat nach eigenen Angaben mit der Eröffnung ihres 30. Standorts einen weiteren Expansionsschritt vollzogen. Der neue Betrieb befindet sich in München und wurde am 12. April 2026 in der Türkenstraße eröffnet, wie das Unternehmen mitteilt.

Wie Restaurantbetreiber die Mindestlohnerhöhung auf 13,90 Euro 2026 in ihrer Preiskalkulation richtig berücksichtigen – mit konkreten Methoden, Faustregeln und Kommunikationstipps für faire Preise.

Im Wuppertaler Luisenviertel bietet das Restaurant „Al Moudyaf“ nach Berichten von Talzeit und Bild regelmäßig kostenlose Mahlzeiten für Bedürftige an. Betreiber Ahmad Daoud bewirtet demnach auch Gäste ohne Geld und stellt ihnen eine Speisekarte ohne Preise zur Verfügung.

Bei den Halbfinals des Rudolf Achenbach Preises 2026 sind nach Angaben der Veranstalter insgesamt sechs Nachwuchsköche für das Finale ermittelt worden. Die Wettbewerbe fanden in Düsseldorf, Fulda und Osnabrück statt. Insgesamt 24 Auszubildende nahmen daran teil, nachdem sie zuvor aus mehr als 70 Bewerbern ausgewählt worden waren.