Pincho Nation eröffnet ersten Franchise-Standort in Karlsruhe

| Gastronomie Gastronomie

Die skandinavische Restaurantkette Pincho Nation setzt ihren Expansionskurs auf dem deutschen Markt fort. Nach den bisherigen Standorten in Kiel und Bremen bereitet das Unternehmen derzeit die Eröffnung einer neuen Filiale in Karlsruhe vor. Es handelt sich dabei um den ersten Standort in Deutschland, der im Rahmen eines Franchise-Modells geführt wird. Die Eröffnung in der baden-württembergischen Stadt ist für das Frühjahr 2026 geplant.

Unternehmer aus der Region übernimmt Leitung

Der neue Betrieb in der Karlsruher Erbprinzenstraße wird von Patrick Peter geleitet. Der Betreiber verfügt über Erfahrung im Projektmanagement und hat einen familiären Hintergrund in der Gastronomie. Für Peter gaben die spezifischen Strukturen der Marke den Ausschlag für den Schritt in die Selbstständigkeit: "Ohne Pincho Nation wäre ich nie in die Gastronomie gegangen", erklärt Peter. "Das Konzept hat mich so überzeugt, dass der Schritt für mich genau der richtige war."

Strategische Bedeutung des Standorts Karlsruhe

Für die schwedische Kette stellt der Einzug in den Südwesten Deutschlands einen strategischen Meilenstein dar. Das Unternehmen zielt in Karlsruhe auf eine junge und dynamische Zielgruppe ab. Peter beschreibt die Atmosphäre des Konzepts mit den Worten: "Du kommst rein und bist in einer anderen Welt. Genau das macht Pincho Nation aus."

Das Objekt umfasst eine Fläche von rund 520 Quadratmetern und wurde zuvor bereits gastronomisch genutzt. Nach dem Umbau sollen im Innenbereich etwa 160 Sitzplätze zur Verfügung stehen, ergänzt durch 30 Plätze auf der Außenterrasse. Dieser Umwandlungsprozess bestehender Flächen ist Teil der Wachstumsstrategie des Unternehmens, das verstärkt auf die Kooperation mit Immobilieneigentümern und bestehenden Gastronomen setzt.

Digitales Konzept und skandinavisches Vorbild

Das 2012 gegründete Unternehmen betreibt in Skandinavien aktuell mehr als 90 Restaurants. Über 80 Prozent dieser Betriebe werden von Franchise-Partnern geführt. Kennzeichnend für das System ist ein digital gesteuerter Ablauf: Reservierungen, Bestellungen und Zahlungen erfolgen über eine eigene App. Kulinarisch liegt der Fokus auf kleinen Gerichten im Tapas-Stil sowie einer internationalen Auswahl an Getränken.

Henrik Fischer, Leiter der Expansion bei Pincho Nation, sieht in der Neueröffnung eine logische Fortführung der bisherigen Entwicklung: "Nach der erfolgreichen Entwicklung in Norddeutschland mit Kiel und Bremen ist die Expansion in den Südwesten der nächste logische Schritt. Deutschland zählt zu unseren wichtigsten Wachstumsmärkten, und wir sehen großes Potenzial sowohl in Metropolregionen als auch in starken regionalen Zentren."

Systemgastronomie mit standardisierten Prozessen

Das Franchise-System der Marke stützt sich auf standardisierte Arbeitsabläufe, eine zentrale Marketingsteuerung und etablierte Strukturen bei den Lieferanten. Zur Ausbildung der Partner nutzt das Unternehmen die interne Plattform "Pinchoversity". Mit der Eröffnung in Karlsruhe und weiteren Gesprächen mit potenziellen Partnern in anderen deutschen Städten plant das Unternehmen, seine Präsenz dauerhaft zu festigen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Berliner Gastronomin Marie-Anne Wild hat zum achten Mal den MAW Ladies Lunch im Restaurant Tim Raue ausgerichtet. Im Mittelpunkt des Austausches stand die Sichtbarkeit von Frauen in verschiedenen Berufsfeldern.

Zum zehnjährigen Jubiläum feiern die HeimWerk Restaurants ihr Bestehen mit einer Aktionswoche und plant für den Sommer 2026 die Eröffnung eines weiteren Standorts in Leipzig.

Eine neue Umfrage zeigt, wie viel Gäste für Kaffee in Restaurants und Cafés ausgeben würden. Gleichzeitig verdeutlichen die Ergebnisse, dass steigende Preise das Kaufverhalten vieler Verbraucher zunehmend beeinflussen.

Nach vielen Jahren hat die bekannte «Mokka-Milch-Eisbar» wieder geöffnet und Hunderte Gäste angezogen. Warum das Kult-Lokal schon kurz darauf wieder schließt – und wann die Rückkehr geplant ist.

Mit dem Joseph’s eröffnet Anfang Juni ein neues Restaurant im Titlis Tower auf mehr als 3.000 Metern Höhe. Das gastronomische Angebot ist Teil eines Investitionsprojekts der Titlis Bergbahnen, das bis 2029 umgesetzt werden soll.

Pincho Nation eröffnet Mitte Juni einen neuen Standort in Karlsruhe. Es ist der erste Restaurantbetrieb der Marke in Deutschland, der von einem Franchise-Partner geführt wird.

Der Gastronom Giovanni Massimino hat in Hamburg-Uhlenhorst ein neues Lokal eröffnet, das italienische Speisen mit einem Barkonzept verbindet. Entgegen der Namensgebung steht keine heiße Schokolade auf der Karte.

Finland startet die Kampagne Finland’s Official Tasting Table, bei der Interessierte an exklusiven Degustationsmenüs in Lappland sowie an der Küste teilnehmen können. Die Auswahl der 16 Gäste erfolgt über ein Bewerbungsverfahren bis Juni 2026.

Nach vielen Jahren hat die bekannte «Mokka-Milch-Eisbar» wieder geöffnet und Hunderte Gäste angezogen. Warum das Kult-Lokal schon kurz darauf wieder schließt – und wann die Rückkehr geplant ist.

Der Gastronomiekritiker und Journalist Jürgen Dollase hat die Zusammenarbeit mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) nach eigenen Angaben mit sofortiger Wirkung beendet. Wie Dollase mitteilte, habe er die Zusammenarbeit „fristlos gekündigt“.