Ponyreiten ab 2024 auf dem Oktoberfest verboten

| Gastronomie Gastronomie

Ab 2024 wird es in München auf der Wiesn und bei anderen Volksfesten auf städtischen Flächen kein Ponyreiten mehr geben. Der Ausschuss für Arbeit und Wirtschaft beschloss mit den Stimmen von SPD und Grünen, dass das Ponyreiten auf Festen, Dulten oder Jahrmärkten vom 1. Januar 2024 an untersagt oder nicht mehr zugelassen wird. Damit ist Schluss mit einer traditionellen Attraktion. CSU, FDP, Bayernpartei und ÖDP/Freie Wähler hatten gegen das Verbot gestimmt, das Tierschützer seit langem fordern.

Wirtschaftsreferent und Wiesnchef Clemens Baumgärtner (CSU) hatte dafür plädiert, das Ponyreiten weiter zu gestatten. Auch die Schausteller wollten die Tradition erhalten.

Ponyreiten sei eine Attraktion, bei der ein direkter Kontakt zu Tieren ermöglicht werde, heißt es im Vortrag Baumgärtners. «Mittlerweile sind Reitbahnen eine der wenigen Möglichkeiten, bei denen Stadtkinder einen direkten Kontakt zu Tieren haben und auf einem Pferd oder Pony reiten können.» Das städtische Veterinäramt betreue die Veranstaltungen engmaschig. Im Hinblick auf den Tierschutz seien Verbesserungen erreicht worden. Zudem komme ein Verbot von Ponyreitbahnen einem Berufsverbot für die Betreiber nahe; sie müssten sich dann vermutlich von Personal und Tieren trennen.

Tierschützer begrüßten den Beschluss. «Die Entscheidung, Ponykarussells in München in die Geschichtsbücher zu verbannen, hat große Symbolkraft. Auf dem Oktoberfest, dem größten Volksfest der Welt, darf man Ponys ab 2024 nicht mehr wie Maschinen stundenlang im Kreis laufen lassen», sagte Peter Höffken, Fachreferent bei der Organisation PETA. «Die Städte, die diese vermeintliche "Attraktion" noch erlauben, werden nun hoffentlich ebenfalls umdenken.» (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Restaurants und Cafés in Kroatien müssen ab dem 1. Oktober neben aktuellen Preisen auch Referenzpreise ausweisen. Der Zagreber Gastronomieverband befürchtet Verwirrung bei Gästen.

Die traditionsreiche Berliner Feinkost-Institution Rogacki kehrt mit einem Pop-up-Standort in die Markthalle Neun zurück und bereitet die Rückkehr nach Charlottenburg vor.

Ab Oktober müssen kroatische Restaurants und Cafés neben dem aktuellen Preis auch einen historischen Referenzpreis ausweisen. Arbeitgeber kritisieren den bürokratischen Mehraufwand.

Die Jeunes Restaurateurs Deutschland haben in der Villa Marburg in Heigenbrücken den diesjährigen Team Day ausgerichtet. Im Mittelpunkt des Treffens standen neun unterschiedliche Masterclasses sowie der sogenannte Markt der Genüsse.

Das Hamburger Sterne-Restaurant Haebel beendet am 31. Dezember 2026 seinen regulären Betrieb. Fabio Haebel nennt Grenzen der vorhandenen Infrastruktur als Grund und kündigt weitere Veranstaltungen in den bisherigen Räumen an.

Kentucky Fried Chicken hat im texanischen McKinney ein neues Konzeptrestaurant eröffnet, das als Testlabor für erweiterte Menüs und modernisierte Serviceprozesse dient.

Starbucks schließt rund 250 Filialen in den USA und Kanada, um das nordamerikanische Netzwerk zu restrukturieren. Durch die Reduktion unrentabler Standorte soll die operative Effizienz gesteigert werden. Die Kosten belaufen sich auf 300 Millionen US-Dollar.

Seit Freitag wird auf dem Wasen wieder kräftig getrunken, geschunkelt und gefeiert. Bei vielen Gästen auch mit Zigarette - obwohl es ein strengeres Nichtrauchergesetz gibt. Wie kann das sein?

Ein komplettes Mittagessen für nur einen Euro? Das lockt viele Studierende in Frankreich an - und sorgt für Überlastung bei den Mensen. Muss das Angebot bald eingeschränkt werden?

Auf dem Wasen herrscht in den kommenden 17 Tagen wieder so etwas wie Ausnahmezustand. Bis zum 11. Oktober wird nach dem traditionellen Auftakt um 16.00 Uhr auf dem zweitgrößten Volksfest der Welt in Stuttgart wieder getrunken, geschunkelt und gefeiert.