Premiere für Festspiele der Alpinen Küche

| Gastronomie Gastronomie

Mehr als 600 Besucher kamen am Montag in Zell am See-Kaprun zur Premiere der "Festspiele der Alpinen Küche". Bei dieser Veranstaltung versammeln sich Köche, Produzenten und Experten der alpinen Kulinarik auf einer Bühne. Gemeinsam soll die Alpine Küche in den kommenden Jahren als Küchenphilosophie und internationale Marke gestärkt werden.

Zwei-Sterne-Koch Sven Wassmer vom "Grand Resort Bad Ragaz" in der Schweiz. Drei-Hauben-Koch Lukas Nagl vom "Bootshaus" am oberösterreichischen Traunsee. Die beiden österreichischen Koch-Weltmeister aus Tirol, Michael Ploner und Thomas Penz. Der Südtiroler Spitzenkoch Hannes Pignater von der "Adler Lodge" in Ritten. Und natürlich die Salzburger Vorreiter der Alpinen Küche: Andreas Döllerer von "Döllerer's Restaurant" in Golling, Vitus Winkler vom "Sonnhof" in St. Veit/Pongau sowie Lokalmatador Andreas Mayer vom "Schloss Prielau" in Zell am See, ebenfalls mit je drei Hauben von Gault Millau dekoriert.

Diese Namen sind nur ein Auszug jener Köche der alpinen Kulinarik, die sich am Montag im Ferry Porsche Congress Center die Ehre gaben. Live auf der Bühne präsentierten sie dort ihre Kreationen und sprachen über ihre Küchenphilosophie. Daneben konnten sich die hunderten Besucher am Marktplatz bei regionalen Produzenten und Genussmanufakturen durch deren Produkte probieren, besetzte Workshops und Diskussionsrunden thematisierten die Zukunftschancen der Alpinen Küche.
 

Imageträger für Tourismus und Wirtschaft

"Das SalzburgerLand steht für einen nachhaltigen kultur- und naturbezogenen Tourismus. Die Festspiele der Alpinen Küche setzen hier einen zusätzlichen Impuls um unser Land auch als kulinarische Destination zu positionieren", so Landeshauptmann Wilfried Haslauer am Montag in Zell am See-Kaprun. "Der aktuelle Trend hin zu Nachhaltigkeit, Regionalität und lokalen Produkten spielt schon jetzt beim Buchungsverhalten unserer Gäste eine große Rolle. Das kulinarische Angebot ist in Salzburg ein entscheidender Imageträger nicht nur für den Tourismus, sondern für den gesamten Wirtschaftsraum", betont der Landeshauptmann. Als Vorsitzender der Arge Alp, einer Vereinigung alpiner Bundesländer in Österreich, der Schweiz sowie Italien und Deutschland, hat Haslauer die Alpine Küche als ein Hauptthema der kommenden Jahre auf die Agenda gesetzt.

Alpenraum als führende Kulinarik-Destination in Europa

"Die Kooperation von Landwirtschaft und Tourismus ist ein Schwerpunkt in unserem Haus und wurde im vergangenen Frühjahr erstmals im Masterplan Tourismus festgeschrieben. Seither geht spürbar ein Ruck durch die Branche“, berichtet Ulrike Rauch-Keschmann, Sektionsleiterin im Ministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT). „Wir wollen Österreich und den Alpenraum als Top-Kulinarik-Destination in Europa positionieren. Es geht um kulinarische Authentizität und hochwertige Qualität, die von hier aus in die Welt getragen wird."
Mehrtägiges Programm im Zeichen alpiner Kulinarik

Der Tag im Ferry Porsche Center war nur der Höhepunkt der insgesamt einwöchigen Veranstaltung, die bereits am Samstag vor geladenen Gästen auf der AreitLounge eröffnet wurde und am Sonntag u.a. mit einem kulinarischen "Gipfelgespräch" auf dem Kitzsteinhorn ihre Fortsetzung fand. Der wohl bedeutendste Vordenker der Alpinen Küche, Dominik Flammer aus der Schweiz diskutierte dort mit Kitzsteinhorn-Gastronomieleiter Christian Haas und Leo Bauernberger von der SalzburgerLand Tourismus GmbH (SLTG) über die besonderen kulinarischen Ressourcen des Alpenraums, die Bedeutung von Landwirtschaft und regionalen Produzenten für die heimische Gastronomie sowie die Chancen und Potenziale einer einheitlichen alpinen Küchenphilosophie.

Bauernberger: "Alpine Küche unverwechselbar positionieren"

Gemeinsam mit Klaus Buttenhauser, Mitbegründer des Koch.Campus und Organisator zahlreicher kulinarischer Events, ist die SLTG auch Mitinitiator der Festspiele der Alpinen Küche. "Kulinarik spielt bei der Buchungsentscheidung eine immer größere Rolle. Vier von fünf unserer Gäste wollen in ihrem Urlaub lokale Spezialitäten genießen. Sie wollen das SalzburgerLand neben dem Wandern, Skifahren oder den hochklassigen Kulturveranstaltungen auch kulinarisch entdecken", führt Bauernberger die Beweggründe aus, weshalb die SLTG seit geraumer Zeit einen klaren Fokus auf das Thema Kulinarik legt.

Bauernberger: "Wir sehen das Thema keinesfalls auf das SalzburgerLand beschränkt, unsere heimische Kulinarik geht weit über unsere Grenzen hinaus. Wir wollen die ganze kulinarische Vielfalt Österreichs und unseres alpinen Kulturraums begreifen und ausschöpfen und so die Alpine Küche als unverwechselbare Marke international positionieren. Die langjährige Expertise, die wir uns im SalzburgerLand beim Thema Kulinarik über viele Jahre aufgebaut haben, wollen wir selbstverständlich in der überregionalen Zusammenarbeit einbringen."


Zurück

Vielleicht auch interessant

Wer in die Tiefen der Kochkunst eindringen möchte, wird in Dresden unterirdisch fündig. Zwei Stockwerke geht es im Keller der Sächsischen Landesbibliothek - Universitäts- und Staatsbibliothek (SLUB) - abwärts, bevor sich eine kulinarische Welt der besonderen Art öffnet.

Eine Umfrage unter 142 Food-Truck-Betreibern zeigt: Die Mehrheit erzielt weniger als 40.000 Euro Jahresgewinn. Entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg scheint weniger die Arbeitszeit als vielmehr das gewählte Geschäftsmodell zu sein.

Das Berliner Kuchel Eck am Ludwigkirchplatz hat wieder geöffnet. Seit Anfang Mai wird die traditionsreiche Eckkneipe von Gastronom Josef Laggner betrieben. Der Gastro-Unternehmer setzt auf die Fortführung der klassischen Eckkneipentradition.

Die Frankfurter Hospitality-Gruppe Cuisyn setzt auf die Übernahme und Weiterentwicklung bestehender Gastronomiebetriebe. Als aktuelles Beispiel nennt das Unternehmen die Integration der Wille Gastronomie Gruppe, durch die die Mitarbeiterzahl auf mehr als 500 gestiegen sei.

Die Berliner Bar Mokka Milch öffnet am 12. Juni nach einer knapp zweiwöchigen Pause erneut ihre Türen. Zuvor hatten technische Probleme und Anpassungen interner Abläufe zu einer vorübergehenden Schließung geführt.

Lorenzo Parrotta aus Ludwigshafen darf sich nun Weltmeister nennen. In Neapel holte sich der Deutsch-Italiener den Titel in der Kategorie Pizza Contemporanea (zeitgenössische Pizza). Dabei backt Parrotta Pizza nur im Nebenberuf. Eigentlich ist er Chemiearbeiter.

Das Kopenhagener Spitzenrestaurant Noma öffnet im August wieder dauerhaft seine Türen, wobei der in der Kritik stehende René Redzepi die Rolle des Kreativ-Direktors übernimmt. Die operative Verantwortung wird an ein neues Führungsteam übertragen.

Burgermeister will noch 2026 in Österreich starten. Geplant sind zunächst drei Restaurants in Wien, langfristig soll ein Netz von mindestens 20 Standorten entstehen.

Big Squadra eröffnet am 12. Juni das Restaurant Pamela am Berliner Gendarmenmarkt. Der neue Standort ist das vierte Restaurant der Gruppe in Deutschland und erweitert das bestehende Portfolio in Berlin.

Eine internationale Verbraucherumfrage im Auftrag von Lightspeed zeigt, dass Restaurantgäste persönliche Aufmerksamkeit und Freundlichkeit höher bewerten als Beratungskompetenz. In Deutschland werden Probleme zudem häufig direkt mit dem Servicepersonal besprochen.