Preysinggarten in München startet unter neuer Leitung mit neuem Konzept

| Gastronomie Gastronomie

Die Münchner Traditionsgaststätte Preysinggarten in München Haidhausen hat vor wenigen Wochen unter neuer Führung wieder eröffnet. Das Restaurant wird nun vom Gastronomieunternehmen Kull & Weinzierl betrieben.

Kull & Weinzierl übernehmen Traditionshaus nach vorheriger Insolvenz

Der vorherige Betreiber Konstantinos Papadakis  hatte im Spätsommer des vergangenen Jahres Insolvenz angemeldet. Mit der Wiedereröffnung steht das Haus nun unter der Leitung von Kull & Weinzierl, die bislang mehrere gastronomische Betriebe in München führen.

Das Unternehmen betreibt unter anderem die Bar Centrale, die Grapes Weinbar, die Riva Bar, das Restaurant Brenner sowie das Bistro Buffet Kull. Mit dem Preysinggarten erweitert die Gruppe ihr Engagement über die Innenstadt hinaus.

Francisco Corcoba und Julian Plochberger verantworten Konzept und Küche

Für die operative Leitung und das gastronomische Konzept sind Francisco Corcoba als Geschäftsführer sowie Julian Plochberger als Küchenchef und Restaurantleiter verantwortlich. Beide waren zuvor im Buffet Kull tätig, wie das Unternehmen mitteilt.

Corcoba wird mit den Worten zitiert: „Als gebürtiger Spanier lasse ich die Gäste an meiner Leidenschaft für die Weinwelt meiner Heimat teilhaben.

Das Weinkonzept setzt laut Mitteilung einen Schwerpunkt auf spanische Weine und wird durch Angebote aus Frankreich und Deutschland ergänzt.

Mediterran-spanische Ausrichtung prägt neue Speisekarte im Preysinggarten

Die Küche orientiert sich nach Angaben des Betreibers an einer modernen Interpretation mediterraner Gerichte mit spanischem Einfluss. Geplant sind unter anderem vegetarische Vorspeisen, Fischgerichte sowie spanische Fleischspezialitäten wie Gallega-Rind.

Plochberger beschreibt den Ansatz so: „Die Küche soll inspirieren, ohne kompliziert zu sein. Wir arbeiten mit sehr guten Produkten aus Spanien und servieren unseren Arroz bewusst im Paella Style.“  Auf der Karte finden sich unter anderem Gerichte wie Gambas, Pimientos de Padrón sowie Reisgerichte im Paella-Stil.

Architektur und Betriebskonzept verbinden neue Elemente mit Bestand

Die architektonische Gestaltung des Restaurants wurde von Albert Weinzierl umgesetzt. Dabei wurden neue Gestaltungselemente ergänzt, während bestehende Teile des Hauses erhalten blieben.

Nach Angaben der Betreiber soll der Preysinggarten weiterhin als Treffpunkt im Viertel dienen. Ergänzend zum regulären Betrieb ist unter anderem ein ganztägiges Angebot an Wochenenden und Feiertagen vorgesehen.

Insolvenz 2025 führte zur vollständigen Schließung des Betriebs

Wie Tageskarte.io am 10. September 2025 berichtete, hatte die Betreibergesellschaft Luco GmbH Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht München bestellte daraufhin Dr. Matthias Hofmann von der Kanzlei Pohlmann Hoffmann zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Der Geschäftsbetrieb mit 37 Mitarbeitern wurde eingestellt.

Nach Angaben von Hofmann war eine Fortführung nicht möglich. „Leider hat sich gezeigt, dass die wirtschaftliche Situation des Unternehmens eine Fortführung des Geschäftsbetriebs nicht gestattet“, erklärte er laut Mitteilung.

Erschwerend kam hinzu, dass der Pachtvertrag für die Räumlichkeiten im Jahr 2026 auslaufen sollte. Eine Nachfolgelösung war laut Bericht zuvor nicht zustande gekommen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Althoff Collection präsentiert mit der „6 Hands Series“ eine neue Eventreihe, bei der drei Spitzenköche der Gruppe gemeinsam ein Sechs-Gang-Menü an drei Standorten inszenieren.

Der Guide Michelin hat seine nationale Auswahl 2026 für Österreich vorgestellt und bestätigt die Drei-Sterne-Liga in Wien. Mit 101 Sterne-Restaurants und zahlreichen Neuzugängen zeigen die Auszeichnungen die positive Entwicklung in der österreichischen Gastronomieszene.

Das Zwei-Sterne-Restaurant Ammolite im Europa-Park hat unter dem neuen Namen „House of Light“ nach einer Modernisierung wiedereröffnet. Küchenchef Peter Hagen-Wiest setzt weiterhin auf eine klassisch europäische Küche mit regionalem Fokus in einem neu gestalteten Ambiente.

Der neue Michelin Guide Frankreich & Monaco 2026 ist vorgestellt worden. Wie der Veranstalter mitteilt, wurde die Auswahl im Grimaldi Forum in Monaco präsentiert. Insgesamt umfasst die aktuelle Ausgabe 668 Sterne-Restaurants, darunter 31 Häuser mit drei Sternen, 84 mit zwei Sternen und 553 mit einem Stern.

Das Restaurant Noma hat einen Bericht zu Arbeitsbedingungen veröffentlicht. Hintergrund sind Vorwürfe gegen Küchenchef René Redzepi sowie eine breitere Debatte über Strukturen in der Spitzengastronomie.

Lieferando hat in Hamburg ihre Awards für das Jahr 2025 verliehen und dabei Infinity Sushi zum bundesweiten Gesamtsieger gekürt. Erstmals erhielten auch Unternehmen aus dem Lebensmittel- und Einzelhandel eigene Auszeichnungen in dem nutzerbasierten Ranking.

Die Caterer im Dehoga fordern für das Jahr 2026 umfassende wirtschaftliche Reformen und warnen vor zusätzlichen Belastungen durch die geplante Tierhaltungskennzeichnung. Neben dem Abbau von Bürokratie setzt sich der Verband für eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten ein.

Die Jeunes Restaurateurs Deutschland feiern im Jahr 2026 ihr 35-jähriges Bestehen und setzen mit dem Jubiläumsmotto „Genuss, der weitergeht“ verstärkt auf Nachwuchsförderung und soziale Projekte.

Jamie Oliver hat ein neues „Jamie’s Italian“ in London eröffnet. Der Standort am Leicester Square markiert laut Medienberichten die Rückkehr der Marke nach der Insolvenz im Jahr 2019.

Katharina Aichhorn aus Baden-Baden gewinnt den Next Chef Award 2026 auf der Internorga in Hamburg. Im Finale setzte sie sich mit einem exakt nachgekochten Gericht gegen internationale Konkurrenz durch.