Prosus übernimmt Lieferando-Mutter Just Eat Takeaway

| Gastronomie Gastronomie

Der Delivery-Hero-Großaktionär Prosus will sich die Lieferando-Mutter Just Eat Takeaway in einem Milliardendeal einverleiben. Pro Aktie will die niederländische Internet-Beteiligungsholding 20,30 Euro bar auf den Tisch legen, wie sie in Amsterdam mitteilte.

Insgesamt würde die Übernahme Prosus 4,1 Milliarden Euro kosten. Das Management und der Aufsichtsrat von Just Eat Takeaway unterstützen den Deal. Die Aktie von Just Eat Takeaway sprang vorbörslich um bis zu 55 Prozent auf 19,25 Euro.

Zu Zeiten der Pandemie erlebten Lieferdienste wie Lieferando und Delivery Hero einen regelrechten Boom. Seitdem die Kundschaft aber wieder uneingeschränkt ins Restaurant gehen darf, steht die Branche unter Druck. Zudem fordern Investoren von ihren Beteiligungen Rendite.

Delivery Hero und Lieferando-Mutter machen sich Kunden streitig

Bereits seit einiger Zeit wird über eine Konsolidierung der verschiedenen Essenslieferdienste spekuliert. Im Fokus standen dabei Delivery Hero und Just Eat Takeaway, die sich bislang in einer Reihe von Ländern gegenseitig die Kunden streitig machen. Prosus hält nach eigenen Angaben 28 Prozent an Delivery Hero.

Unterdessen gab die Lieferando-Mutter Just Eat Takeaway frühzeitig ihre Zahlen für das abgeschlossene Jahr bekannt. Auf Basis vorläufiger Erkenntnisse ging der Umsatz um ein Prozent auf gut 5,1 Milliarden Euro zurück. Unter dem Strich schreibt der niederländische Konzern nach wie vor Verluste: Nach gut 1,8 Milliarden Euro im Vorjahr lag der Fehlbetrag 2024 bei 1,6 Milliarden Euro. Das lag nach Unternehmensangaben vor allem an nicht zahlungswirksamen Wertminderungen von rund einer Milliarde Euro im Zusammenhang mit dem Verkauf des Nordamerika-Geschäfts. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Jamie Oliver hat ein neues „Jamie’s Italian“ in London eröffnet. Der Standort am Leicester Square markiert laut Medienberichten die Rückkehr der Marke nach der Insolvenz im Jahr 2019.

Katharina Aichhorn aus Baden-Baden gewinnt den Next Chef Award 2026 auf der Internorga in Hamburg. Im Finale setzte sie sich mit einem exakt nachgekochten Gericht gegen internationale Konkurrenz durch.

In der Motorworld Region Stuttgart in Böblingen ist ein neues Restaurant eröffnet worden. Gleichzeitig wurde ein  Hotel am Standort neu ausgerichtet. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, umfasst das Angebot nun das Motorworld Inn Restaurant sowie das Motorworld Inn Hotel, das aus dem bisherigen V8-Classic-Hotel hervorgegangen ist.

Der Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) sucht wegweisende Konzepte für das Jahr 2026. Bis Anfang Mai können Unternehmen ihre Bewerbungen für den Branchenpreis einreichen, der im September verliehen wird.

Der Hamburger Foodservice Preis 2026 ehrt Karls Erlebnis-Dörfer und Haferkater für ihre wirtschaftlichen Erfolge. Der diesjährige Ehrenpreis ging an Henry McGovern, der über drei Jahrzehnte die Entwicklung der Restaurantgruppe AmRest beeinflusste.

Die Initiative „Lokalhelden gesucht“ startet in die zweite Runde: Kleine Gastronomiebetriebe können ab sofort ein Preisgeld von 20.000 Euro sowie Sachleistungen gewinnen, um ihre wirtschaftliche Zukunft zu sichern.

Das Althoff Seehotel Überfahrt schließt die Neugestaltung der Überfahrer Bar ab. Neben einem neuen Designkonzept setzt Barchef Christian Chilla auf eine Mischung aus Klassikern und monatlich wechselnden Eigenkreationen.

Im Terminal 1 des BER hat die neue Bar Adler & Bär eröffnet. Auf 210 Quadratmetern bietet Betreiber Casualfood Klassiker mit regionalem Bezug, die in Form von kleinen Portionen oder Zwischenmahlzeiten serviert werden.

Das Kölner Restaurant NOI sichert sich den Deutschen Gastro-Gründerpreis 2026 auf der Internorga. Das Konzept überzeugt durch die Verbindung von italienischer Tradition, Gemeinschaftsgefühl und effizienter Datenanalyse per KI.

Das frühlingshafte Wetter lockt Menschen in die Eisdielen. Neben neuen Sorten warten dort mancherorts auch erneut gestiegene Preise. Doch es gibt auch Möglichkeiten zum Sparen.