Regional ist nicht zwangsläufig besser

| Gastronomie Gastronomie

Ob Fleisch vom Züchter aus der Nachbarschaft oder Gemüse aus dem eigenen Garten: Regionale Zutaten sind von vielen Speisekarten nicht mehr wegzudenken. Doch was bedeutet „regional“ überhaupt und was sagen die Köche zu dem Trend? Das hat sich auch eine Icon-Redakteurin gefragt und sich umgehört

So findet zum Beispiel Thomas Bühner, der bis 2018 das La Vie in Osnabrück leitete, das ganze Thema völlig unrealistisch. Er habe im La Vie nie gesagt, dass sie regional kochen würden. So werde ein Blumenkohl natürlich nicht besser, wenn er einmal um die Welt fliege, erklärte der Koch. Das beste Rind komme aber nicht aus Osnabrück. Der Begriff „regional“ müsse also hinterfragt werden. Schließlich sage die Herkunft zwar etwas über die Transportwege und die Nachhaltigkeit aus, aber eben nicht über die Qualität und den Geschmack. 

Auch Alexander Herrmann macht sich zu dem Thema laut Icon seine Gedanken. So müsse man erst mal definieren, was regional überhaupt heiße. Sind es fünf Kilometer? Oder 50? Und wie verhält es sich mit exotischen Früchten, die aber in einem Tropenhaus in Deutschland gewachsen sind? Produkte, die in Deutschland verfeinert werden, wie zum Beispiel Schokolade oder Kaffee, könnten niemals regionale Produkte sein. Aber schlecht seien sie dennoch nicht. Die Regionalität könne also kein Qualitätsmerkmal sein, so Herrmann. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

35 Jahre Jeunes Restaurateurs (JRE) Deutschland stehen nicht nur für kulinarische Entwicklung, sondern auch für den Wandel innerhalb der Spitzengastronomie. Warum diese heute mehr leisten muss als gutes Essen, erklärt Oliver Röder, Präsident der JRE-Deutschland.

Schampusduschen verboten, Blasmusik schon eine Stunde früher und -mal wieder - Streit um die Zeltvergabe: Noch ist nicht mal Sommer, da zurrt München die Planung für die Wiesn im Herbst fest.

Das mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnete Restaurant-Hotel Obauer in Werfen wird Ende Oktober 2026 schließen. Karl, Rudi und Angelika Obauer beenden den Familienbetrieb nach mehr als 47 Jahren und treten in den Ruhestand.

Die Berliner Kaffeekette LAP Coffee hat nach eigenen Angaben ihren ersten Standort in Nordrhein-Westfalen eröffnet. Der neue Store befindet sich in Köln. Das Konzept von LAP Coffee sorgt in der Branche für Diskussionen.

Laut einer Forsa-Umfrage schränken viele Menschen in Deutschland wegen steigender Preise ihren Alltag ein. Besonders häufig wird bei Restaurantbesuchen, Kraftstoff und Freizeitaktivitäten gespart.

Die Bayerischen Jugendmeister 2026 im Gastgewerbe wurden in der Münchener Allianz Arena gekürt. Neben Einzelsiegern in vier Kategorien wurde auch die beste Mannschaftswertung unter den bayerischen Berufsschulen ermittelt.

Im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen schweren Bandendiebstahls hat die Münchner Polizei Wohnungen und Spinde von Mitarbeitern des Spatenhauses an der Oper durchsucht. Die Ermittlungen richten sich gegen 50 Tatverdächtige auch aus der Belegschaft des Restaurants.

McDonald’s hat im ersten Quartal 2026 Umsatz und vergleichbare Verkäufe gesteigert. Das Unternehmen meldet Wachstum in allen Geschäftssegmenten sowie höhere Systemumsätze weltweit.

Schnittverletzungen führen in der Gastronomie zu durchschnittlichen Ausfallzeiten von über einer Woche pro Vorfall. Die BGN informiert über die korrekte Auswahl, Pflege und Lagerung von Handmessern zur Vermeidung von Arbeitsunfällen.

Der Michelin Guide Belgien und Luxemburg 2026 ist in Antwerpen vorgestellt worden. Zwei Restaurants erhielten neu zwei Michelin-Sterne, zehn weitere wurden erstmals mit einem Stern ausgezeichnet.