Restaurant-Reservierung: Die meisten Gäste greifen immer noch zum Telefon

| Gastronomie Gastronomie

Hotels und Flüge werden längst wie selbstverständlich online gebucht, die Online-Reservierung eines Tischs im Restaurant ist dagegen noch lange nicht Standard. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.007 Personen ab 16 Jahren.

Demnach bucht jeder Fünfte (18 Prozent) zumindest hin und wieder einen Tisch online – sei es über spezielle Reservierungsplattformen wie Open Table, Bookatable oder Resmio (13 Prozent) oder direkt über die Webseite eines Restaurants (10 Prozent). Besonders unter Jüngeren im Alter von 16 bis 29 Jahren ist die Online-Reservierung verbreitet: Hier machen dies bereits 24 Prozent hin und wieder. In der Generation 65 Plus sind es dagegen lediglich 9 Prozent. So gut wie ausschließlich online – also immer oder oft – buchen 18 Prozent aller Befragten ihren Tisch. Auch hier sind vor allem die Jüngeren mit 26 Prozent Vorreiter. Bei den Älteren buchen 7 Prozent so gut wie immer online. „Die Digitalisierung hat auch die Gastronomie erreicht.

Online-Tischreservierungen werden in Zukunft immer wichtiger“, sagt Dr. Christopher Meinecke, Leiter Digitale Transformation beim Bitkom. „Gerade weil Restaurants zu ihren Öffnungszeiten telefonisch oft nur schwer zu erreichen sind, wünschen sich viele Gäste eine Online-Buchungsoption. Diese kann unabhängig von den Schließzeiten genutzt werden und mit ein paar Klicks ist der gewünschte Tisch schnell und einfach gebucht.“

Beliebteste Restaurantreservierung bleibt bei den Befragten der Anruf. Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) rufen für die Buchung eines Tischs immer/oft an. Ein weiteres Drittel (32 Prozent) nutzt diese Buchungsvariante zumindest hin und wieder. Persönlich im Restaurant reservieren lediglich drei von zehn Befragten hin und wieder (19 Prozent) oder immer/oft (8 Prozent).


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Kurz vor der Veröffentlichung des Guide Michelin Frankreich 2026 sorgen prominente Abwertungen für Aufsehen: Das Pariser Traditionsrestaurant L’Ambroisie verliert nach Jahrzehnten seinen dritten Stern, während auch renommierte Häuser in der Provinz Federn lassen müssen.

Sternekoch Heston Blumenthal kündigt die Schließung seines Zwei-Sterne-Restaurants Dinner by Heston für Januar 2027 an. Neben auslaufenden Pachtverträgen führt der Gastronom steigende Warenkosten und gesundheitliche Gründe für diesen Schritt an.

Feinkost Käfer übernimmt nach einer europaweiten Ausschreibung das Catering in den Lounges des BER und festigt damit seine Präsenz am Berliner Markt sowie im Segment der gehobenen Flughafengastronomie.

Billy Wagner analysiert die strukturelle Ausbeutung in der Sternegastronomie und fordert nach den Noma-Enthüllungen eine ehrliche Debatte über Preise und Arbeitsbedingungen. Der Inhaber des Berliner Sternerestaurants Nobelhart & Schmutzig thematisiert damit ein tief verwurzeltes Systemproblem der gesamten Branche.

Mit 20 Mikrowellen statt einer Kochbrigade: Das Startup Juit eröffnet in Berlin-Mitte einen Pop-up-Store für tiefgekühlte Fertiggerichte. Kunden können ihre Mahlzeit in acht Minuten vor Ort selbst erwärmen oder für den späteren Verzehr mit nach Hause nehmen.

Gastronom Josef Laggner rettet das insolvente „Kuchel Eck“ in Berlin-Wilmersdorf. Die traditionsreiche Eckkneipe am Ludwigkirchplatz bleibt unter ihrem Namen bestehen und wird Teil der Laggner Gruppe.

Die US-Gastronomie steht vor einer Bereinigungswelle. Laut aktuellen Branchenberichten droht fast jedem zehnten Bedienrestaurant das Aus, da massive Kostensteigerungen und Umsatzrückgänge die Rentabilität behindern.

Das dänische Restaurant Noma und dessen Inhaber René Redzepi stehen im Zentrum massiver Kritik durch ehemalige Angestellte. Die New York Times berichtet über eine Arbeitskultur der Angst und Gewalt. Inszwischen hat sich Inhaber René Redzepi zu den Vorwürfen geäußert.

Döner ist in den vergangenen Jahren überall deutlich teurer geworden. Die Kunden hat das nicht abgeschreckt. Und insbesondere in Berlin zeichnet sich mancherorts bei den Preisen eine Trendwende ab.

Die Senkung der Mehrwertsteuer auf sieben Prozent führt zu stabilen Preisen in der Gastronomie. Aktuelle Daten zeigen, dass Betriebe die Entlastung vor allem nutzen, um gestiegene Kosten abzufedern. Knapp Dreiviertel der untersuchten Gastronomiebetriebe haben, laut einer Studie, ihre Preise, nach der Steueränderung, unverändert gelassen.