Revival der Eckkneipe: Weingut St. Antony eröffnet Pop-up-Restaurant in Mainz

| Gastronomie Gastronomie

In Mainz-Gonsenheim setzt das Weingut St. Antony auf ein Gastronomiekonzept, das die Tradition der klassischen Eckkneipe aufgreift. Unter dem Namen Heiliger Anton wurde ein Pop-up-Restaurant eröffnet, das den Fokus bewusst auf soziale Interaktion und eine unkomplizierte Bewirtung legt. In einer Branche, die zunehmend von durchgetakteten Konzepten geprägt ist, soll dieser Betrieb als Ort der nachbarschaftlichen Begegnung fungieren.

Fokus auf Gemeinschaft und soziale Interaktion

Das Konzept des Heiligen Anton orientiert sich an der historischen Funktion von Kneipen und Pubs als sozialer Mittelpunkt eines Stadtteils. Ziel ist es, einen Raum ohne hohe Schwellenangst zu schaffen, der sowohl Anwohner als auch Weininteressierte anspricht.

Laut Dirk Würtz von St. Antony war die Intention hinter dem Projekt, einen Platz für Gespräche und ein Glas Wein nach Feierabend zu etablieren, an dem sich Gäste willkommen fühlen. Der Betreiber betont, dass man einen Ort schaffen wollte, an dem sich Nachbarn, Weinliebhaber, Freunde und Neugierige selbstverständlich treffen können. In Zeiten fortschreitender Digitalisierung wird damit gezielt das Bedürfnis nach physischen Begegnungsstätten im urbanen Raum adressiert.

Kulinarisches Angebot und Sortiment

Das kulinarische Profil des Pop-up-Betriebs ist auf Einfachheit und Qualität ausgelegt. Das Getränkeangebot besteht primär aus Weinen von St. Antony sowie ausgewählten Erzeugnissen befreundeter Winzer und Champagnerhäuser. Die Speisenauswahl konzentriert sich auf einfache Gerichte aus frischen Zutaten, wobei insbesondere die Pizza von Dirk Würtz im Mittelpunkt steht.

Der Service ist auf eine unkomplizierte Bewirtung ausgerichtet, die den Charakter einer klassischen Schoppenwirtschaft mit modernen kulinarischen Standards verbindet. Das Projekt in Mainz-Gonsenheim verdeutlicht einen aktuellen Trend in der Gastronomielandschaft, bei dem bewährte Formate wie die Eckkneipe neu interpretiert werden, um dem Wunsch nach Authentizität und lokaler Bindung Rechnung zu tragen.


 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Nach fünf Jahren Planung und Sanierung ist der Berggasthof Streichen im Chiemgau wieder geöffnet. Das Haus bietet 90 Plätze im Gasthof, 140 Sitzplätze im Biergarten und elf Gästezimmer; neuer gastronomischer Partner ist Augustiner-Bräu.

Nach wochenlangem Hickhack ist nun auch die Vergabe für ein letztes Wiesnzelt geklärt: Der Gastronom Klaus Bartl bekommt doch noch sein Wiesnzelt – und muss jetzt im Rekordtempo aufbauen. Der Grundsatzstreit um die Zeltvergabe ist dennoch nicht beigelegt.

Das Berliner Hotel Luc ersetzt sein bisheriges Gastronomiekonzept Heritage durch das neue Angebot You. Das Restaurant und Bar-Konzept soll künftig flexibler auf urbane Gästeanforderungen reagieren.

YouLend und Just Eat Takeaway.com haben eine Zwischenbilanz ihrer Kooperation vorgelegt. Seit dem Start der Partnerschaft im Jahr 2022 wurden demnach europaweit Finanzierungen in einer Gesamthöhe von mehr als 150 Millionen Euro an Gastronomiebetriebe vermittelt.

Die Mehrheit der Deutschen befürwortet Adults-only-Gastronomie – und würde lieber ihren Vierbeiner mitnehmen als den Nachwuchs des Tischnachbarn zu tolerieren. Die Zustimmung zu Angeboten nur für Erwachsene unterscheidet sich der Umfrage zufolge deutlich nach Altersgruppen.

Klagen, Rücktritte, geplatzte Träume: Ein Münchner Wirt sorgt für Wirbel auf dem Oktoberfest. Was steckt hinter dem überraschenden Rückzug – und wer könnte profitieren?

Der Dehoga Bayern hat die Sieger des Wettbewerbs zum Lieblingsbiergarten 2026 bekannt gegeben. Mehr als 16.300 Gäste stimmten über insgesamt 72 teilnehmende Betriebe in drei Größenkategorien ab.

Mitchells & Butlers hat in der Augsburger Innenstadt eine neue Filiale ihrer Marke Alex eröffnet. In die Zusammenlegung und den aufwändigen Umbau der zwei ehemaligen Gewerbeflächen investierte das Unternehmen rund 1,7 Millionen Euro.

Wenige Wochen vor dem Oktoberfest muss die Stadt München kurzfristig einen neuen Betreiber für die Fläche der Münchner Stubn finden. Nach dem Rückzug von Alexander Egger läuft die Suche unter engem Zeitplan – ein möglicher Nachrücker steht bereits im Fokus.

Ministerpräsident Boris Rhein und DEHOGA Hessen haben in Bensheim die besten Dorfgasthäuser Hessens 2026 ausgezeichnet. Beide hoben die Bedeutung der Betriebe als Treffpunkte, Arbeitgeber und Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens in ländlichen Regionen hervor.