Revival der Eckkneipe: Weingut St. Antony eröffnet Pop-up-Restaurant in Mainz

| Gastronomie Gastronomie

In Mainz-Gonsenheim setzt das Weingut St. Antony auf ein Gastronomiekonzept, das die Tradition der klassischen Eckkneipe aufgreift. Unter dem Namen Heiliger Anton wurde ein Pop-up-Restaurant eröffnet, das den Fokus bewusst auf soziale Interaktion und eine unkomplizierte Bewirtung legt. In einer Branche, die zunehmend von durchgetakteten Konzepten geprägt ist, soll dieser Betrieb als Ort der nachbarschaftlichen Begegnung fungieren.

Fokus auf Gemeinschaft und soziale Interaktion

Das Konzept des Heiligen Anton orientiert sich an der historischen Funktion von Kneipen und Pubs als sozialer Mittelpunkt eines Stadtteils. Ziel ist es, einen Raum ohne hohe Schwellenangst zu schaffen, der sowohl Anwohner als auch Weininteressierte anspricht.

Laut Dirk Würtz von St. Antony war die Intention hinter dem Projekt, einen Platz für Gespräche und ein Glas Wein nach Feierabend zu etablieren, an dem sich Gäste willkommen fühlen. Der Betreiber betont, dass man einen Ort schaffen wollte, an dem sich Nachbarn, Weinliebhaber, Freunde und Neugierige selbstverständlich treffen können. In Zeiten fortschreitender Digitalisierung wird damit gezielt das Bedürfnis nach physischen Begegnungsstätten im urbanen Raum adressiert.

Kulinarisches Angebot und Sortiment

Das kulinarische Profil des Pop-up-Betriebs ist auf Einfachheit und Qualität ausgelegt. Das Getränkeangebot besteht primär aus Weinen von St. Antony sowie ausgewählten Erzeugnissen befreundeter Winzer und Champagnerhäuser. Die Speisenauswahl konzentriert sich auf einfache Gerichte aus frischen Zutaten, wobei insbesondere die Pizza von Dirk Würtz im Mittelpunkt steht.

Der Service ist auf eine unkomplizierte Bewirtung ausgerichtet, die den Charakter einer klassischen Schoppenwirtschaft mit modernen kulinarischen Standards verbindet. Das Projekt in Mainz-Gonsenheim verdeutlicht einen aktuellen Trend in der Gastronomielandschaft, bei dem bewährte Formate wie die Eckkneipe neu interpretiert werden, um dem Wunsch nach Authentizität und lokaler Bindung Rechnung zu tragen.


 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Michelin Guide hat elf verbreitete Irrtümer rund um Sterne, Inspektoren und Bewertungsverfahren aufgegriffen. Die Organisation erläutert dabei ihre Kriterien für die Auszeichnung von Restaurants und die Arbeitsweise ihrer Prüfer.

Das Berliner Zwei-Sterne-Restaurant Facil startet zum 25-jährigen Jubiläum eine sechsteilige Podcastreihe mit Reiner Veit. Das Audioformat beleuchtet ab dem 24. Juni 2026 die Geschichte und die personelle Kontinuität des Gastronomiebetriebs.

Bei den Frankfurter Gastro Talent Awards 2026 wurden Liv Geller als Kochtalent und Mihail Zaiat als Bartalent ausgezeichnet. Die Veranstaltung kehrte nach einer dreijährigen Pause als Teil des Rahmenprogramms der Michelin-Gala zurück.

Am Dienstag gibt der Guide Michelin in Frankfurt am Main die neuen Sterne für Deutschland bekannt. Bereits eine Woche zuvor hatte der Restaurantführer zehn neue Bib-Gourmand-Auszeichnungen veröffentlicht.

Starbucks Korea hat nach einem Werbe-Skandal sämtliche der über 2.000 Filialen in Südkorea vorzeitig geschlossen. Die Cafés wurden am Nachmittag dichtgemacht, damit Mitarbeiter an einer verpflichtenden Geschichtsschulung teilnehmen können.

Der Dresdner Historiker Andreas Rutz sieht Restaurants, Kneipen und gemeinsames Essen als wichtige Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens. Zugleich beobachtet er einen Wandel der Esskultur durch Fast Food, To-go-Angebote und veränderte Lebensgewohnheiten.

Der Wirt Alexander Egger bleibt bei einer Klage gegen die Zeltvergabe auf dem Oktoberfest erneut erfolglos. Das Verwaltungsgericht wies seinen Eilantrag ab. Das letzte Wort ist aber nicht gesprochen.

Lidl hat in Dundonald bei Belfast seinen ersten Pub eröffnet. Hintergrund sind besondere Regelungen des nordirischen Alkoholrechts, die dem Discounter den Verkauf alkoholischer Getränke in einer Gaststätte ermöglichen.

Die Zelte für das Münchner Oktoberfest können trotz eines Gerichtsstreits aufgebaut werden. Das Bayerische Oberste Landesgericht lehnte den Eilantrag eines Wirtes ab, wonach die Betreiber zweier Festzelte zunächst nicht zur Wiesn zugelassen werden sollten.

Partner für Berlin hat zum 30-jährigen Jubiläum der Berliner Meisterköche die Nominierungen für das Jahr 2026 verkündet. Eine Jury wählte aus rund 150 Vorschlägen die Finalisten in sechs Kategorien aus, deren Gewinner im November gekürt werden.