Revival der Eckkneipe: Weingut St. Antony eröffnet Pop-up-Restaurant in Mainz

| Gastronomie Gastronomie

In Mainz-Gonsenheim setzt das Weingut St. Antony auf ein Gastronomiekonzept, das die Tradition der klassischen Eckkneipe aufgreift. Unter dem Namen Heiliger Anton wurde ein Pop-up-Restaurant eröffnet, das den Fokus bewusst auf soziale Interaktion und eine unkomplizierte Bewirtung legt. In einer Branche, die zunehmend von durchgetakteten Konzepten geprägt ist, soll dieser Betrieb als Ort der nachbarschaftlichen Begegnung fungieren.

Fokus auf Gemeinschaft und soziale Interaktion

Das Konzept des Heiligen Anton orientiert sich an der historischen Funktion von Kneipen und Pubs als sozialer Mittelpunkt eines Stadtteils. Ziel ist es, einen Raum ohne hohe Schwellenangst zu schaffen, der sowohl Anwohner als auch Weininteressierte anspricht.

Laut Dirk Würtz von St. Antony war die Intention hinter dem Projekt, einen Platz für Gespräche und ein Glas Wein nach Feierabend zu etablieren, an dem sich Gäste willkommen fühlen. Der Betreiber betont, dass man einen Ort schaffen wollte, an dem sich Nachbarn, Weinliebhaber, Freunde und Neugierige selbstverständlich treffen können. In Zeiten fortschreitender Digitalisierung wird damit gezielt das Bedürfnis nach physischen Begegnungsstätten im urbanen Raum adressiert.

Kulinarisches Angebot und Sortiment

Das kulinarische Profil des Pop-up-Betriebs ist auf Einfachheit und Qualität ausgelegt. Das Getränkeangebot besteht primär aus Weinen von St. Antony sowie ausgewählten Erzeugnissen befreundeter Winzer und Champagnerhäuser. Die Speisenauswahl konzentriert sich auf einfache Gerichte aus frischen Zutaten, wobei insbesondere die Pizza von Dirk Würtz im Mittelpunkt steht.

Der Service ist auf eine unkomplizierte Bewirtung ausgerichtet, die den Charakter einer klassischen Schoppenwirtschaft mit modernen kulinarischen Standards verbindet. Das Projekt in Mainz-Gonsenheim verdeutlicht einen aktuellen Trend in der Gastronomielandschaft, bei dem bewährte Formate wie die Eckkneipe neu interpretiert werden, um dem Wunsch nach Authentizität und lokaler Bindung Rechnung zu tragen.


 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Laut YouGov ist der Anteil der Alkoholtrinker in Deutschland innerhalb von zehn Jahren von 78 auf 68 Prozent gesunken. Der Barmanager der Hamburger Skyline Bar 20up berichtet zugleich von steigender Nachfrage nach alkoholfreien Cocktails – ihr Anteil am Cocktailverkauf liege bei rund 30 Prozent.

Uber hat den Kauf der US-Cateringplattform ezCater für 2,3 Milliarden US-Dollar vereinbart. Mit der geplanten Übernahme soll Catering in das Angebot von Uber Eats eingebunden werden; der Abschluss steht noch unter Vorbehalt.

Die meisten Gourmetrestaurants seien weniger gefragt als noch vor einigen Jahren, erklärt Gusto-Gründer Markus Oberhäußer und verweist auf ein Überangebot an Fine-Dining-Konzepten. Zum Koch des Jahres kürt der Restaurantführer Sebastian Obendorfer vom Eisvogel in Neunburg vorm Wald.

True Food Kitchen hat ein Chapter 11-Verfahren beantragt und zwölf Restaurants geschlossen. Die US-Kette, an der Oprah Winfrey weiterhin beteiligt ist, betreibt noch 34 Standorte und plant einen gerichtlich beaufsichtigten Verkaufsprozess.

Am 2. November verkündet der Michelin Guide Schweiz seine Restaurantauswahl für das Jahr 2026. Die Zeremonie findet dieses Jahr auf fast 1.500 Metern Höhe in Andermatt in den Schweizer Alpen statt.

Das Münchner Oktoberfest ist ein Millionen-Spektakel. Doch noch nie war so viel los wie in diesem Jahr. Von einer «Gute-Laune-Wiesn» spricht die Stadt - doch wo viel Licht ist, gibt es auch Schatten.

Paris führt das Streetfood-Ranking von Radical Storage vor Athen und Thessaloniki an. Die Untersuchung aus April 2026 vergleicht 6.897 Betriebe und berücksichtigt unter anderem Anbieterdichte, Preise und Bewertungen.

Napoli on the Road in London führt die Rangliste 50 Top Pizza World 2026 vor Una Pizza Napoletana in New York und Confine in Mailand an. Pizza Zulu in Fürth erreicht als einziger deutscher Betrieb Platz 33.

Das Münchner Oktoberfest ist bisher ausgesprochen gut besucht. Bis inklusive Mittwoch kamen 5,2 Millionen Besucher, wie aus anonymisierten Mobilfunkdaten hervorgeht. Das waren rund 700.000 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Das «Fogón Asado» in Buenos Aires steht in der jährlichen Tripadvisor-Rangliste ganz oben in der weltweiten Gunst der Restaurantbesucher. In dem Grilllokal wird Fleisch ähnlich wie Wein verkostet.