Rheinland-Pfalz: Mit negativem Corona-Schnelltest ins Restaurant?

| Gastronomie Gastronomie

Wer einen negativen Corona-Schnelltest vorweisen kann, soll nach Ansicht der rheinland-pfälzischen CDU unter bestimmten Bedingungen bislang noch nicht geöffnete Einrichtungen in der Gastronomie oder dem Freizeit- und Kulturbereich nutzen können.

Als Beispiel nannte Fraktionschef Christian Baldauf am Montag Besuche in einem Restaurant oder einem Fitnessstudio innerhalb von 24 Stunden nach dem Testergebnis. Allerdings müssten Faktoren wie der Inzidenzwert und das Angebot an verfügbaren Intensivbetten sowie regionale und bauliche Gegebenheiten beachtet werden, bevor es zu einem solchen Schritt kommen könne, sagte er. Zudem müssten die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden.

«Notwendig ist jetzt ein Perspektivenwechsel», forderte Baldauf. Solange noch nicht jedem ein Impfangebot gemacht werden könne, böten Schnelltests und Selbsttests die Möglichkeit, Infektionen mit dem Coronavirus frühzeitiger und schneller zu erkennen und so zu vermeiden, dass Coronaviren in Einrichtungen eingeschleust werden.

Der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in knapp zwei Wochen sprach sich für den flächendeckenden Aufbau von «Corona-Service-Punkten» in den Innenstädten aus, in denen den Menschen Schnelltests angeboten werden sollen. Baldauf sprach von einem Schnelltest pro Bürger und Woche.

In Schulen und Kitas müsse es zwei obligatorische Tests pro Woche für Schüler und Lehrer beziehungsweise Kinder- und Kita-Personal geben, sagte Baldauf. Außerdem forderte er eine effektivere Finanzunterstützung des Landes zur Anschaffung und zum Unterhalt von Lüftungsanlagen in den Klassenzimmern.

Das Land solle zudem den Einbau dieser Anlagen auch in der mittelständischen Wirtschaft, beispielsweise in Gastronomiebetrieben, fördern, schlug Baldauf vor. 50 Prozent der Anschaffungs- und Installationskosten solle dabei das Land als Zuschuss übernehmen. Wenn die Betriebe ihre Hälfte der Kosten nicht selbst tragen könnten, solle ihnen das Land ein gestundetes Darlehen in dieser Höhe anbieten. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Im Münchner Innenstadtgebäude Herzog Max hat das neue Gastronomiekonzept Super* eröffnet und vervollständigt damit die fünfjährige Transformation des ehemaligen Karstadt Sports. Das Konzept kombiniert Restaurant, Bar und Ladenflächen.

Das Sternerestaurant bi:braud von Alina Meissner-Bebrout zieht im Sommer 2026 aus der Ulmer Büchsengasse in das neue Maison Meissner direkt am Ulmer Münster um. Gemeinsam mit ihrem Mann Steffen Meissner entwickelt die Köchin das historische Gebäude „Bäumle“ zu einem Hotel mit 15 Zimmern sowie Restaurant- und Barkonzept.

Die Zeltvergabe auf dem Oktoberfest ist jetzt auch ein Fall für die Justiz. Gastronom Alexander Egger wehrt sich per Eilantrag gegen die Ablehnung seiner Bewerbung für das Volkssängerzelt «Schützenlisl» auf der Oidn Wiesn.

Die Schützenlisl auf der Oidn Wiesn bekommt zur Wiesn 2026 neue Betreiber. Der Münchner Stadtrat hat dem Wirte-Trio Michael Bietsch, Florian Fendt und Manfred Kneifel den Zuschlag für das Volkssängerzelt erteilt.

Laut dem aktuellen Bericht von Brand Finance erreichen die 25 wertvollsten Restaurantmarken weltweit zusammen einen Markenwert von 190,1 Milliarden US-Dollar. McDonald’s führt das Ranking erneut an, während Chick-fil-A das stärkste Wachstum verzeichnet.

Clara Schoper von der «Zephyr Bar» in München holt den Sieg beim renommierten Cocktailwettbewerb «Made in GSA». Ihr Drink scheint ein alter Bekannter: «Rum-Cola». Es sei jedoch ein Nachbau anno 2026.

Die Berliner Burgerkette Burgermeister expandiert nach Polen. Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben mindestens 20 Standorte innerhalb von drei Jahren und strebt mittelfristig einen Jahresumsatz von bis zu 100 Millionen Euro an.

Das Hamburger Frühstückscafé kropkå von Katrin Koch hat die Aktion „Lokalhelden gesucht“ von VistaPrint und Cornelia Poletto gewonnen. Die Auszeichnung ist laut Veranstalter mit 20.000 Euro Preisgeld verbunden.

Schampusduschen verboten, Blasmusik schon eine Stunde früher und -mal wieder - Streit um die Zeltvergabe: Noch ist nicht mal Sommer, da zurrt München die Planung für die Wiesn im Herbst fest.

35 Jahre Jeunes Restaurateurs (JRE) Deutschland stehen nicht nur für kulinarische Entwicklung, sondern auch für den Wandel innerhalb der Spitzengastronomie. Warum diese heute mehr leisten muss als gutes Essen, erklärt Oliver Röder, Präsident der JRE-Deutschland.