Riesendöner umsonst - Wenn man ihn schafft

| Gastronomie Gastronomie

Mit einer Riesendöner-Wette sorgt ein Augsburger Döner-Restaurant seit einigen Wochen für Aufsehen in den sozialen Netzwerken. Der Inhaber des Fast-Food-Ladens, Haci Öztürk, serviert auf Wunsch einen rund zwei Kilogramm schweren Mega-Fladen. 

Öztürk bezeichnet seine Fleisch-Gemüse-Kreation als «größten Döner Deutschlands» und hat sich eine Challenge ausgedacht: Wer den riesigen Döner und drei Ayran-Joghurtgetränke in einer festgelegten Zeit schafft, bekommt die Mahlzeit umsonst. 

Sonst muss man 45 Euro für das Angebot zahlen - kann die Reste aber mit nach Hause nehmen. Er habe auf verschiedenen Internetportalen Videos gesehen, dass in Amerika Menschen Burger oder Steaks in XXL essen. «Da dachte ich, in Augsburg fehlt was.» So sei er auf den Zwei-Kilo-Döner gekommen.

Gestartet hatte Öztürk die Wette mit einem humorvollen Werbe-Clip für seinen Laden «Ali Baba» am Augsburger Königsplatz auf Instagram. Ein Kunde hatte darin einen «XXL-Döner» geordert und sich dann darüber beschwert, als er von Öztürk einen seiner Ansicht nach viel zu kleinen Fleischfladen serviert bekam. Der Wirt verschwand und kam dann kurz darauf mit seinem Riesendöner mit 30 Zentimeter Durchmesser zurück und kommentierte: «Den schaffst Du eh nicht. Wenn Du den schaffst, geht er aufs Haus.»
 

Essenszeit von 20 auf 30 Minuten verlängert

Zunächst hatte Öztürk den Gästen 20 Minuten für das Verputzen des riesigen Döners eingeräumt. Nachdem er festgestellt hatte, dass die meisten an der Zeitvorgabe scheitern, verlängerte er die Frist auf eine halbe Stunde. Wer die Wette gewinnt, bekommt außerdem einen 50-Euro-Gutschein für die nächsten Speisen. Bislang hätten nur etwa 12 bis 15 Leute die Wette gewonnen, sagt der Chef. Wobei er selbst es noch gar nicht probiert hat, seinen Riesendöner zu essen: «Ich weiß ganz genau, ich würde es nicht schaffen.»

Sebastian Michels hat sogar zwei Riesendöner unmittelbar hintereinander in rund einer Stunde geschafft. Michels demonstriert auch sonst auf sozialen Netzwerken, wie er Unmengen verschiedenster Lebensmittel vertilgen kann. Er könne schon seit seiner Kindheit sehr viel essen, erklärt er. Er empfiehlt aber, sich nicht jeden Tag von zwei Kilo Döner zu ernähren. Alle zwei oder drei Tage ginge dies. Dazwischen sollte man sich bewusst ernähren.

Gaststättenverband sieht keinen Trend in der Branche

Frank-Ulrich John, der Geschäftsführer des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, kennt solche Angebote sonst auch nur aus den USA. Dass es so etwas auch in Deutschland gebe, habe er bisher nicht gehört. «Das ist auf gar keinen Fall ein Trend in der Gastronomie», sagt John. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine Umfrage von Lightspeed zeigt: Viele Restaurantgäste wünschen sich nachhaltige Angebote, akzeptieren dafür aber nur begrenzte Preisaufschläge. Besonders gefragt sind regionale Produkte und Maßnahmen zur Müllvermeidung.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten in Thüringen hat an Verbraucher appelliert, beim Besuch im Restaurant oder Biergarten mit Trinkgeld nicht zu knausern. Mit Blick auf den «Welttrinkgeldtag» an diesem Donnerstag solle man nicht in den Sparmodus schalten.

Eine aktuelle Analyse zeigt deutliche regionale Preisunterschiede bei Aperol Spritz in der deutschen Gastronomie. Während der bundesweite Durchschnittspreis im Vergleich zu 2025 um knapp fünf Prozent stieg, zahlen Gäste im Norden und in Essen am meisten.

Die Jeunes Restaurateurs veranstalten eine Benefizveranstaltung auf der Terrasse über dem Kurhaus Baden-Baden. Der Erlös fließt in die JRE-Deutschland Foundation, um Projekte zur Ernährungsbildung von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg zu finanzieren.

Ein US-Franchisenehmer von Pizza Hut fordert mehr als 100 Millionen US-Dollar Schadensersatz. Hintergrund sind Vorwürfe gegen das KI-System Dragontail, das laut Klage zu Problemen bei Lieferzeiten und Kundenzufriedenheit geführt haben soll.

Das geplante Restaurant von Spitzenkoch Thomas Bühner im Westfield Hamburg-Überseequartier wird nicht eröffnet. Nach Angaben des Kochs zog sich ein wichtiger Investor kurzfristig aus dem Projekt zurück.

Im Münchner Innenstadtgebäude Herzog Max hat das neue Gastronomiekonzept Super* eröffnet und vervollständigt damit die fünfjährige Transformation des ehemaligen Karstadt Sports. Das Konzept kombiniert Restaurant, Bar und Ladenflächen.

Das Sternerestaurant bi:braud von Alina Meissner-Bebrout zieht im Sommer 2026 aus der Ulmer Büchsengasse in das neue Maison Meissner direkt am Ulmer Münster um. Gemeinsam mit ihrem Mann Steffen Meissner entwickelt die Köchin das historische Gebäude „Bäumle“ zu einem Hotel mit 15 Zimmern sowie Restaurant- und Barkonzept.

Die Zeltvergabe auf dem Oktoberfest ist jetzt auch ein Fall für die Justiz. Gastronom Alexander Egger wehrt sich per Eilantrag gegen die Ablehnung seiner Bewerbung für das Volkssängerzelt «Schützenlisl» auf der Oidn Wiesn.

Die Schützenlisl auf der Oidn Wiesn bekommt zur Wiesn 2026 neue Betreiber. Der Münchner Stadtrat hat dem Wirte-Trio Michael Bietsch, Florian Fendt und Manfred Kneifel den Zuschlag für das Volkssängerzelt erteilt.