Rund 150 Lieferando-Fahrer demonstrieren in Hamburg gegen Entlassung

| Gastronomie Gastronomie

Nach dem angekündigten Stellenabbau beim Lieferdienst Lieferando haben in Hamburg rund 150 Beschäftigte gegen den Plan des Unternehmens demonstriert. Das berichtete Vincent Orth von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), die zu dem Protest aufgerufen hatte. 

Lieferando teilte mit, keine Einschränkungen bei den Zustellungen zu erwarten. Nur rund fünf Prozent der Fahrer seien Mitglied in der NGG. 

Lieferando hatte Anfang Juli angekündigt, bundesweit rund 2.000 Fahrer entlassen zu wollen, viele davon in Hamburg (Tageskarte berichtete). Der Essenslieferdienst wolle künftig vermehrt mit Subunternehmen zusammenarbeiten. Geplant seien die Änderungen spätestens zum ersten Quartal nächsten Jahres. Lieferando gehört dem niederländischen Unternehmen Just Eat Take Away (Amsterdam).

Rund 500 Fahrer laut NGG von Abbau betroffen 

Laut NGG sind von dem Stellenabbau in Hamburg mehr als 500 Fahrer betroffen. Das Liefergeschäft solle vollständig an Subunternehmen ausgelagert werden. Nach Einschätzung der NGG werden sich Arbeitsbedingungen künftig verschlechtern. Die Gewerkschaft wirft Lieferando vor, sich Betriebsräten entledigen zu wollen. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Guide Michelin ersetzt den bisherigen Grünen Stern durch das neue weltweite Konzept „Mindful Voices“. Das Programm startet am 1. Juni 2026 in Kopenhagen und wird neben der Gastronomie auch die Hotellerie und den Weinbau umfassen.

Casualfood hat am Flughafen Stuttgart mit Goodman & Filippo das vierte Gastronomiekonzept in Betrieb genommen. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen erstmals den Zuschlag für insgesamt fünf Flächen am dortigen Flughafen erhalten.

Eine Umfrage unter Wiener Wirten zeigt, dass rund 40 Prozent der Gastronomen Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 live übertragen wollen. Zeitverschiebungen und Sperrstunden-Regelungen schränken die Übertragungen in den Lokalen jedoch ein.

Mit Bierglas in der Hand über kosmische Gammastrahlen und Malaria-Parasiten quatschen? Beim «Pint of Science»-Festival in Berlin ist das ganz normal. Was Gäste dabei sogar über Dating lernen können.

Eine Umfrage von Lightspeed zeigt: Viele Restaurantgäste wünschen sich nachhaltige Angebote, akzeptieren dafür aber nur begrenzte Preisaufschläge. Besonders gefragt sind regionale Produkte und Maßnahmen zur Müllvermeidung.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten in Thüringen hat an Verbraucher appelliert, beim Besuch im Restaurant oder Biergarten mit Trinkgeld nicht zu knausern. Mit Blick auf den «Welttrinkgeldtag» an diesem Donnerstag solle man nicht in den Sparmodus schalten.

Eine aktuelle Analyse zeigt deutliche regionale Preisunterschiede bei Aperol Spritz in der deutschen Gastronomie. Während der bundesweite Durchschnittspreis im Vergleich zu 2025 um knapp fünf Prozent stieg, zahlen Gäste im Norden und in Essen am meisten.

Die Jeunes Restaurateurs veranstalten eine Benefizveranstaltung auf der Terrasse über dem Kurhaus Baden-Baden. Der Erlös fließt in die JRE-Deutschland Foundation, um Projekte zur Ernährungsbildung von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg zu finanzieren.

Ein US-Franchisenehmer von Pizza Hut fordert mehr als 100 Millionen US-Dollar Schadensersatz. Hintergrund sind Vorwürfe gegen das KI-System Dragontail, das laut Klage zu Problemen bei Lieferzeiten und Kundenzufriedenheit geführt haben soll.

Das geplante Restaurant von Spitzenkoch Thomas Bühner im Westfield Hamburg-Überseequartier wird nicht eröffnet. Nach Angaben des Kochs zog sich ein wichtiger Investor kurzfristig aus dem Projekt zurück.