Sarah Wiener befürchtet Dominanz „lebloser Ketten“ in der Gastronomie

| Gastronomie Gastronomie

Viele Restaurants mit hochwertigen und nachhaltigem Angebot sind laut Köchin und EU-Politikerin Sarah Wiener bedroht. Gäste seien wegen minderwertiger und billiger Angebote großer Gastronomiekonzerne weniger bereit, faire Preise für Qualität zu bezahlen.

«Ich sehe die Gefahr, dass die individuelle, engagierte Gastronomie radikal dezimiert wird und nur die gleichgeschalteten leblosen Ketten übrig bleiben werden», sagte die Grünenabgeordnete im Europaparlament der Deutschen Presse-Agentur vor ihrem 60. Geburtstag an diesem Samstag (27. August).

Wiener zufolge steigen Preise von Lebensmitteln auch deshalb, weil die Landwirtschaft zu sehr von Pestiziden und Düngern abhängig sei, die mit hohem Energiebedarf hergestellt würden. Dass die Erzeugnisse lokaler Bauern nun als Luxusgüter zu teuer würden, lässt sie nicht gelten: Trotz bestehender sozialer Probleme könne sich ein großer Teil der Bevölkerung angemessene Preise für solche Produkte durchaus leisten.

«Die Frage stellt sich: Sollen ärmere Menschen nicht vielfältig, ökologisch, frisch und gesund essen dürfen?» Statt Essen, das noch billiger und schlechter sei, brauche es Antworten auf diese Frage.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Im Münchner Innenstadtgebäude Herzog Max hat das neue Gastronomiekonzept Super* eröffnet und vervollständigt damit die fünfjährige Transformation des ehemaligen Karstadt Sports. Das Konzept kombiniert Restaurant, Bar und Ladenflächen.

Das Sternerestaurant bi:braud von Alina Meissner-Bebrout zieht im Sommer 2026 aus der Ulmer Büchsengasse in das neue Maison Meissner direkt am Ulmer Münster um. Gemeinsam mit ihrem Mann Steffen Meissner entwickelt die Köchin das historische Gebäude „Bäumle“ zu einem Hotel mit 15 Zimmern sowie Restaurant- und Barkonzept.

Die Zeltvergabe auf dem Oktoberfest ist jetzt auch ein Fall für die Justiz. Gastronom Alexander Egger wehrt sich per Eilantrag gegen die Ablehnung seiner Bewerbung für das Volkssängerzelt «Schützenlisl» auf der Oidn Wiesn.

Die Schützenlisl auf der Oidn Wiesn bekommt zur Wiesn 2026 neue Betreiber. Der Münchner Stadtrat hat dem Wirte-Trio Michael Bietsch, Florian Fendt und Manfred Kneifel den Zuschlag für das Volkssängerzelt erteilt.

Laut dem aktuellen Bericht von Brand Finance erreichen die 25 wertvollsten Restaurantmarken weltweit zusammen einen Markenwert von 190,1 Milliarden US-Dollar. McDonald’s führt das Ranking erneut an, während Chick-fil-A das stärkste Wachstum verzeichnet.

Clara Schoper von der «Zephyr Bar» in München holt den Sieg beim renommierten Cocktailwettbewerb «Made in GSA». Ihr Drink scheint ein alter Bekannter: «Rum-Cola». Es sei jedoch ein Nachbau anno 2026.

Die Berliner Burgerkette Burgermeister expandiert nach Polen. Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben mindestens 20 Standorte innerhalb von drei Jahren und strebt mittelfristig einen Jahresumsatz von bis zu 100 Millionen Euro an.

Das Hamburger Frühstückscafé kropkå von Katrin Koch hat die Aktion „Lokalhelden gesucht“ von VistaPrint und Cornelia Poletto gewonnen. Die Auszeichnung ist laut Veranstalter mit 20.000 Euro Preisgeld verbunden.

Schampusduschen verboten, Blasmusik schon eine Stunde früher und -mal wieder - Streit um die Zeltvergabe: Noch ist nicht mal Sommer, da zurrt München die Planung für die Wiesn im Herbst fest.

35 Jahre Jeunes Restaurateurs (JRE) Deutschland stehen nicht nur für kulinarische Entwicklung, sondern auch für den Wandel innerhalb der Spitzengastronomie. Warum diese heute mehr leisten muss als gutes Essen, erklärt Oliver Röder, Präsident der JRE-Deutschland.