Sarah Wiener nach Insolvenz: «Habe der Politik nichts vorzuwerfen»

| Gastronomie Gastronomie

Trotz der Insolvenz ihrer Restaurants und ihres Catering-Services steht Fernsehköchin Sarah Wiener (57) alles in allem hinter den coronabedingten Beschränkungen für ihre Branche. «Ich habe der Politik insgesamt mit Blick auf Corona nichts vorzuwerfen», sagte sie dem «Stern». Ihr sei Gesundheit wichtiger als Geld. «Ich bin froh, in einem Land zu leben, in dem Wirtschaft nicht alles ist.»

Ein Ende der Pandemie sei nicht abzusehen und alles andere als eine Insolvenz wäre aus ihrer Sicht fahrlässig gewesen, sagte Wiener. «Ich kann nur immer mehr Schulden machen, wenn ich die irgendwann abzahlen kann.» Sie räume lieber aufrecht das Feld.

Nach der Entscheidung habe sie sich einen Riesentopf Spaghetti mit Kapern, selbst gemachter Tomatensoße, Chili und frischen Kräutern gekocht. «Das geht immer!», sagte die Köchin, die außerdem für die österreichischen Grünen im EU-Parlament sitzt.

Die Unternehmerin hatte die Insolvenz in der vergangenen Woche auf ihrer Facebook-Seite bekanntgegeben. Die Frequenz- und Umsatzzahlen hätten sich in ihren Restaurants in Berlin wegen der Corona-Maßnahmen drastisch reduziert. Die Sarah Wiener Gruppe wolle sich nun ganz auf die Lebensmittelproduktion konzentrieren. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Berliner Gastronomin Marie-Anne Wild hat zum achten Mal den MAW Ladies Lunch im Restaurant Tim Raue ausgerichtet. Im Mittelpunkt des Austausches stand die Sichtbarkeit von Frauen in verschiedenen Berufsfeldern.

Zum zehnjährigen Jubiläum feiern die HeimWerk Restaurants ihr Bestehen mit einer Aktionswoche und plant für den Sommer 2026 die Eröffnung eines weiteren Standorts in Leipzig.

Eine neue Umfrage zeigt, wie viel Gäste für Kaffee in Restaurants und Cafés ausgeben würden. Gleichzeitig verdeutlichen die Ergebnisse, dass steigende Preise das Kaufverhalten vieler Verbraucher zunehmend beeinflussen.

Nach vielen Jahren hat die bekannte «Mokka-Milch-Eisbar» wieder geöffnet und Hunderte Gäste angezogen. Warum das Kult-Lokal schon kurz darauf wieder schließt – und wann die Rückkehr geplant ist.

Mit dem Joseph’s eröffnet Anfang Juni ein neues Restaurant im Titlis Tower auf mehr als 3.000 Metern Höhe. Das gastronomische Angebot ist Teil eines Investitionsprojekts der Titlis Bergbahnen, das bis 2029 umgesetzt werden soll.

Pincho Nation eröffnet Mitte Juni einen neuen Standort in Karlsruhe. Es ist der erste Restaurantbetrieb der Marke in Deutschland, der von einem Franchise-Partner geführt wird.

Der Gastronom Giovanni Massimino hat in Hamburg-Uhlenhorst ein neues Lokal eröffnet, das italienische Speisen mit einem Barkonzept verbindet. Entgegen der Namensgebung steht keine heiße Schokolade auf der Karte.

Finland startet die Kampagne Finland’s Official Tasting Table, bei der Interessierte an exklusiven Degustationsmenüs in Lappland sowie an der Küste teilnehmen können. Die Auswahl der 16 Gäste erfolgt über ein Bewerbungsverfahren bis Juni 2026.

Nach vielen Jahren hat die bekannte «Mokka-Milch-Eisbar» wieder geöffnet und Hunderte Gäste angezogen. Warum das Kult-Lokal schon kurz darauf wieder schließt – und wann die Rückkehr geplant ist.

Der Gastronomiekritiker und Journalist Jürgen Dollase hat die Zusammenarbeit mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) nach eigenen Angaben mit sofortiger Wirkung beendet. Wie Dollase mitteilte, habe er die Zusammenarbeit „fristlos gekündigt“.