Sausalitos-Corona-App will Bars und Kneipen retten

| Gastronomie Gastronomie

Während die Politik über Apps diskutiert, hat eine Gastro-Kette jetzt ein digitales „Tool“ geschaffen, das Bars und Kneipen retten soll. Die App will Gastro-Betriebe transparent und damit sicher machen.Auch wenn Bars und Kneipen irgendwann wieder öffnen sollten, werden aktuell diskutierte Beschränkungen hier nur schwer umsetzbar sein. Die Gastro-Kette Sausalitos hat jetzt eine App auf den Markt, die Gästen auf einen Blick anzeigt, wie voll die Bar ist und wie der Hygiene-Status ist. Die App steht allen Betreibern zur Verfügung.

Die aktuell gültigen sowie diskutierten Hygiene-Vorschriften wie eineinhalb Meter Abstand, den Verzicht auf Bar- und Thekenbetrieb oder der Aufbau eines Außer-Haus-Verkaufs sind für Bars und Kneipen kaum realisierbar. Sausalitos hat sich diesem Problem angenommen und hierfür ein eigenes Tool in ihrer App entwickelt. Damit ist genau einsehbar, wie viele Personen in diesem Moment in der jeweiligen Location sind. Auch der aktuelle Hygienestatus lässt sich minutengenau prüfen. Im schlimmsten Falle einer auftretenden Infektion ist ebenfalls nachvollziehbar, wann wer die Bar besucht hat - auch mit Einhaltung des Datenschutzes. Die Sausalitos-App ist ab sofort kostenfrei in den bekannten App-Stores verfügbar.

Ob Mindestabstand oder Außer-Haus-Verkauf - Auflagen und Hygiene-Vorschriften sind für Bars oder Kneipen fast nicht umsetzbar. Dennoch müssen sie notgedrungen öffnen, wenn in den kommenden Wochen die Gastronomie ihren Betrieb wieder aufnimmt. Denn: Mietstundungen sind dann vorbei und weitere Fixkosten fallen wieder an. „Für eine Eckkneipe, die von der Nähe ihrer Besucher und Gäste lebt, sind eine Einhaltung des Mindestabstands und der weiteren Hygienemaßnahmen aber nahezu unmöglich“, erklärt Christoph Heidt, Geschäftsführer von Sausalitos. "Das Kneipen- und Barsterben ist so unumgänglich - sie fallen in der aktuellen Diskussion durch jeden Rost", sagt Heidt weiter. Deswegen hat sich Sausalitos eine Lösung für seine eigenen Betriebe überlegt, die das Unternehmen jetzt aber auch allen Kneipen und Bars zur Verfügung stellt. Mittels Check-In-Funktion in der Sausalitos-App sieht jeder Kunde jederzeit, wie viele Personen in der jeweiligen Bar sind. So sind die Kapazitäten jederzeit für Betreiber und Gast einsehbar. Mit der Einsicht des Hygienestatus sowie weiteren Informationen rund um die regionale Lage zu COVID-19 schlüsselt die App alles Wissenswerte übersichtlich auf.

„Für Sausalitos ist die App eine Chance der transparenten Kommunikation, um sowohl für uns als auch für unsere Gäste eine bestmögliche Umsetzung der Auflagen zu ermöglichen. Davon sollen nun auch andere profitieren, da es mich beinahe zur Verzweiflung bringt zu sehen, wie wenig aktuell grundsätzlich an Kneipen, Bars und Clubs gedacht wird“, so Christoph Heidt weiter. „Ich bin überzeugt, die App kann uns, aber auch anderen helfen, die sicher sehr schwierige Re-Opening Phase anzugehen und gut zu überstehen. Zusammenhalt ist ein ganz wesentlicher Faktor in dieser Zeit. Und daher sind wir auch gerne bereit, denjenigen zu helfen, die aktuell ohne Perspektive dastehen. Die App ist fertig. Es liegt nun nur noch an uns allen, es zu nutzen und umsetzen.“


Zurück

Vielleicht auch interessant

Drei deutsche Gastronomie-Teams kämpfen Ende April in München um den Einzug in das Weltfinale der Copa Jerez. Der Wettbewerb für Sherry-Pairings findet im Rahmen des Halbfinales von Koch des Jahres statt.

Die Unternehmensberatung McKinsey & Company beschreibt in einer aktuellen Analyse mögliche Entwicklungen für die Gastronomie in den kommenden Jahren. Demnach könnten Automatisierung, Künstliche Intelligenz und neue Betriebsmodelle zentrale Veränderungen vorantreiben.

Hans im Glück hat in Mannheim ihr 100. Restaurant eröffnet. Neben der Expansion in vier europäische Länder setzt das Unternehmen mit einem neuen Standort an einer Schweizer Autobahnraststätte erstmals auf ein geändertes Standortformat.

Die Bar „Harry’s Legacy“ im Sheraton Berlin Grand Hotel Esplanade ist nach Umbau wieder eröffnet. Die Wiedereröffnung steht laut Unternehmen im Zusammenhang mit einer geplanten Modernisierung des Hotels.

Wird die Rechnung etwa im Einzelhandel oder im Restaurant in den Kassensystemen der Unternehmen korrekt erfasst und verbucht? Das prüfen die Finanzämter bei unangemeldeten Kontrollen in Thüringen tausendfach.

Die Compass Group-Tochter Food Affairs entwickelt im neuen Leipziger Quartier Neo eine rund 3.000 Quadratmeter große Markthalle mit internationaler und regionaler Gastronomie. Das Konzept soll als zentraler Treffpunkt in der Innenstadt etabliert werden.

Der Bundesverband der Systemgastronomie hat die Jury für den Branchenpreis 2026 vorgestellt und die Bewerbungsfrist bis zum 4. Mai verlängert. Die unabhängige Runde bewertet Konzepte aus der Branche, die im September in München ausgezeichnet werden.

Das neue Frankfurter Hotel Kennedy 89 hat sein Restaurant Eighty Nine eröffnet, das levantinische Küche mit regionalen Einflüssen kombiniert. Unter der Leitung von Küchenchef Philipp Grosser setzt der Betrieb auf gemeinschaftliche Speisekonzepte und regionale Partnerschaften.

Der aktuelle Fitness-Check für die österreichische Gastronomie weist eine leichte Umsatzstabilisierung aus, die jedoch primär auf Preiserhöhungen basiert. Hohe Mitarbeiterkosten und Frequenzen unter dem Vorkrisenniveau belasten die Branche weiterhin.

Die Gastro-Marke Gustavo Gusto hat, gemeinsam mit dem Automatenhersteller Stüwer, ein neues Vertriebsmodell vorgestellt. Wie das Unternehmen mitteilt, soll der sogenannte „Gustavomat“ als automatisierter Pizzaautomat künftig den Verkauf von Tiefkühlpizza rund um die Uhr ermöglichen.