Schweinske gibt Mehrwertsteuersenkung an Gäste weiter

| Gastronomie Gastronomie

Die Hamburger Restaurantkette Schweinske setzt angesichts der Mehrwertsteuersenkung auf Speisen zum Jahr 2026 auf eine gezielte Preisreduktion. Ab dem 1. März wird der Steuervorteil in allen 27 Betrieben der Gruppe direkt an die Kunden weitergegeben. Damit wählt das Unternehmen einen anderen Weg als weite Teile der Branche, in denen die Senkung häufig zur Kompensation gestiegener Betriebskosten genutzt wird.

Preisnachlässe auf Fokusgerichte und Bestseller

Im Zentrum der neuen Preisgestaltung steht eine Anpassung der Speisekarte, bei der ausgewählte Fokus-Artikel um rund 10 Prozent im Preis gesenkt werden. Diese Gerichte sind auf der Karte farblich markiert, um die Transparenz für den Gast zu erhöhen. Zu den reduzierten Speisen gehören unter anderem das Schnitzel-Barbecue sowie die XXL-Variante, die Veggie Lime Bowl, die Ofenkartoffel mit Pulled Pork und die Currywurst mit dem Namen Der Prinz.

Flankiert wird diese Maßnahme durch moderate Preissenkungen bei rund 50 weiteren Gerichten aus dem Sortiment. Laut Unternehmen ist das Ziel dieser Strategie, die Preissensibilität der Kundschaft zu berücksichtigen und die Marktposition im Bereich der preisbewussten Systemgastronomie zu festigen.

Strategische Entscheidung gegen Margenstabilisierung

Geschäftsführer und Gründer Marco Hölder betont, dass die Entscheidung bewusst gegen eine reine Margenoptimierung getroffen wurde. Man habe sich frühzeitig dazu entschlossen, die steuerliche Entlastung in die Gästebindung zu investieren. Laut Hölder stehen die Bestseller des Hauses für eine bodenständige Küche zu fairen Preisen, was durch die Senkung unterstrichen werden soll.

Das Unternehmen stützt sich bei dieser Entscheidung auch auf interne Daten und externe Auszeichnungen. Eine Gästebefragung aus dem Jahr 2025 ergab eine Gesamtzufriedenheit von 95 Prozent. Zudem belegte die Kette beim Deutschen Kunden-Award 2026 den ersten Platz in den Kategorien Preis-Leistungs-Verhältnis und Kundenservice innerhalb der Systemgastronomie.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Michelin Guide hat elf verbreitete Irrtümer rund um Sterne, Inspektoren und Bewertungsverfahren aufgegriffen. Die Organisation erläutert dabei ihre Kriterien für die Auszeichnung von Restaurants und die Arbeitsweise ihrer Prüfer.

Das Berliner Zwei-Sterne-Restaurant Facil startet zum 25-jährigen Jubiläum eine sechsteilige Podcastreihe mit Reiner Veit. Das Audioformat beleuchtet ab dem 24. Juni 2026 die Geschichte und die personelle Kontinuität des Gastronomiebetriebs.

Bei den Frankfurter Gastro Talent Awards 2026 wurden Liv Geller als Kochtalent und Mihail Zaiat als Bartalent ausgezeichnet. Die Veranstaltung kehrte nach einer dreijährigen Pause als Teil des Rahmenprogramms der Michelin-Gala zurück.

Am Dienstag gibt der Guide Michelin in Frankfurt am Main die neuen Sterne für Deutschland bekannt. Bereits eine Woche zuvor hatte der Restaurantführer zehn neue Bib-Gourmand-Auszeichnungen veröffentlicht.

Starbucks Korea hat nach einem Werbe-Skandal sämtliche der über 2.000 Filialen in Südkorea vorzeitig geschlossen. Die Cafés wurden am Nachmittag dichtgemacht, damit Mitarbeiter an einer verpflichtenden Geschichtsschulung teilnehmen können.

Der Dresdner Historiker Andreas Rutz sieht Restaurants, Kneipen und gemeinsames Essen als wichtige Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens. Zugleich beobachtet er einen Wandel der Esskultur durch Fast Food, To-go-Angebote und veränderte Lebensgewohnheiten.

Der Wirt Alexander Egger bleibt bei einer Klage gegen die Zeltvergabe auf dem Oktoberfest erneut erfolglos. Das Verwaltungsgericht wies seinen Eilantrag ab. Das letzte Wort ist aber nicht gesprochen.

Lidl hat in Dundonald bei Belfast seinen ersten Pub eröffnet. Hintergrund sind besondere Regelungen des nordirischen Alkoholrechts, die dem Discounter den Verkauf alkoholischer Getränke in einer Gaststätte ermöglichen.

Die Zelte für das Münchner Oktoberfest können trotz eines Gerichtsstreits aufgebaut werden. Das Bayerische Oberste Landesgericht lehnte den Eilantrag eines Wirtes ab, wonach die Betreiber zweier Festzelte zunächst nicht zur Wiesn zugelassen werden sollten.

Partner für Berlin hat zum 30-jährigen Jubiläum der Berliner Meisterköche die Nominierungen für das Jahr 2026 verkündet. Eine Jury wählte aus rund 150 Vorschlägen die Finalisten in sechs Kategorien aus, deren Gewinner im November gekürt werden.