Skandinavische Köche räumen bei Bocuse d'Or Europe ab

| Gastronomie Gastronomie

Auf dem Podest nur Skandinavier: Der Norweger Christian André Pettersen gewinnt in Turin den „Bocuse d'Or Europe“. Sebastian Gibrand aus Schweden wurde Zweiter und Kenneth Toft-Hansen aus Dänemark erreichte den dritten Rang.

Vor 1300 Fans und Zuschauern und nach zwei Tagen des Wettkochens konnte sich der Norweger Christian André Pettersen als Sieger des 6. Bocuse d’Or Europe durchsetzen. Der 28-Jährige überzeugte die Jury unter Vorsitz der Spitzenköche Jérôme Bocuse, Tamás Széll, Carlo Cracco und Enrico Crippa mit seiner herausstechende Kreativität und seiner außergewöhnlichen Technik, mit denen er die vorgegebenen Produkte piemontesischer und italienischer Herkunft in den Gerichten umsetzte. 

Die Platzierungen:

Gold – Norwegen
Christian André Pettersen (28), Restaurant »Mondo«, Sandnes
Assistent: Håvard André Josdal Østenbø

Silber – Schweden
Sebastian Gibrand (29), »Lux Restaurants«, Stockholm
Assistent: Tommy Myllymäki

Bronze – Dänemark
Kenneth Toft-Hansen (36), »Svinkløv Badehotel«, Fjerritslev
Assistent: Christian Wellendorf Kleinert

Der italienische Koch Martino Ruggieri hat zu Hause eine «Wild Card» gewonnen, die Italien den Zugang zum Weltfinale ermöglicht. Zusammen mit ihnen haben sich die Schweiz, Finnland, Frankreich, Belgien, Ungarn, Island und Grossbritannien einen Platz das Finale des Bocuse d'Or sichern können. Das Finale findet am 29. und 30. Januar 2019 während der Hotel- und Gastronomiemesse Sirha in Lyon  statt.

Das Europa-Finale des renommierten Koch-Wettbewerbs Bocuse d'Or ist für das deutsche Team mit einer Enttäuschung zu Ende gegangen. Marvin Böhm aus dem Restaurant Aqua erreichte nur den 17. Platz und ist damit nicht direkt für das Welt-Finale Anfang 2019 in Lyon qualifiziert.

Eine Platzierung unter den ersten 10 des Bocuse d’Or Europe hätte Deutschland die Teilnahme am Finale der Weltmeisterschaft in Lyon im Januar 2019 gesichert. Tageskarte berichtete.
 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Michelin Guide hat elf verbreitete Irrtümer rund um Sterne, Inspektoren und Bewertungsverfahren aufgegriffen. Die Organisation erläutert dabei ihre Kriterien für die Auszeichnung von Restaurants und die Arbeitsweise ihrer Prüfer.

Das Berliner Zwei-Sterne-Restaurant Facil startet zum 25-jährigen Jubiläum eine sechsteilige Podcastreihe mit Reiner Veit. Das Audioformat beleuchtet ab dem 24. Juni 2026 die Geschichte und die personelle Kontinuität des Gastronomiebetriebs.

Bei den Frankfurter Gastro Talent Awards 2026 wurden Liv Geller als Kochtalent und Mihail Zaiat als Bartalent ausgezeichnet. Die Veranstaltung kehrte nach einer dreijährigen Pause als Teil des Rahmenprogramms der Michelin-Gala zurück.

Am Dienstag gibt der Guide Michelin in Frankfurt am Main die neuen Sterne für Deutschland bekannt. Bereits eine Woche zuvor hatte der Restaurantführer zehn neue Bib-Gourmand-Auszeichnungen veröffentlicht.

Starbucks Korea hat nach einem Werbe-Skandal sämtliche der über 2.000 Filialen in Südkorea vorzeitig geschlossen. Die Cafés wurden am Nachmittag dichtgemacht, damit Mitarbeiter an einer verpflichtenden Geschichtsschulung teilnehmen können.

Der Dresdner Historiker Andreas Rutz sieht Restaurants, Kneipen und gemeinsames Essen als wichtige Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens. Zugleich beobachtet er einen Wandel der Esskultur durch Fast Food, To-go-Angebote und veränderte Lebensgewohnheiten.

Der Wirt Alexander Egger bleibt bei einer Klage gegen die Zeltvergabe auf dem Oktoberfest erneut erfolglos. Das Verwaltungsgericht wies seinen Eilantrag ab. Das letzte Wort ist aber nicht gesprochen.

Lidl hat in Dundonald bei Belfast seinen ersten Pub eröffnet. Hintergrund sind besondere Regelungen des nordirischen Alkoholrechts, die dem Discounter den Verkauf alkoholischer Getränke in einer Gaststätte ermöglichen.

Die Zelte für das Münchner Oktoberfest können trotz eines Gerichtsstreits aufgebaut werden. Das Bayerische Oberste Landesgericht lehnte den Eilantrag eines Wirtes ab, wonach die Betreiber zweier Festzelte zunächst nicht zur Wiesn zugelassen werden sollten.

Partner für Berlin hat zum 30-jährigen Jubiläum der Berliner Meisterköche die Nominierungen für das Jahr 2026 verkündet. Eine Jury wählte aus rund 150 Vorschlägen die Finalisten in sechs Kategorien aus, deren Gewinner im November gekürt werden.