So entwickelt sich der Bierpreis auf dem Cannstatter Volksfest

| Gastronomie Gastronomie

Von diesem Freitag (25.9.) an wird beim traditionsreichen Volksfest auf dem Cannstatter Wasen zwar wieder geschunkelt und getrunken. Wer allerdings in einem der acht Festzelte mit dem Bierkrug anstoßen möchte, muss in diesem Jahr erneut etwas tiefer in die Tasche greifen: Der Preis für die Maß Bier steigt nach Angaben der Veranstalter leicht und überschreitet in einigen Zelten die Marke von 15 Euro pro Liter Bier. 

Bierpreis als Politikum

Der Bierpreis auf den Frühlings- und dem Volksfest ist ein stetes Politikum - fast so etwas wie die Inflationskurve im Glas. Denn nach Angaben der Festwirte treiben Materialengpässe und gestiegene Kosten vor allem für Personal, Pacht und Energie die Ausgaben in die Höhe. Die Folge: Die Wasenwirte heben die Preise, wenngleich nicht einheitlich. Der Preis variiert je nach Festzelt. 

So zeichnet der Göckelesmaier sein Bier zum Preis von 15,40 Euro für die Maß aus nach 14,60 Euro beim Frühlingsfest. Laut Getränkekarte zahlt der Wasen-Besucher beim Benz für den Literkrug 15,60 Euro nach 14,90 Euro im vergangenen Frühjahr. Im Fürstenbergzelt hingegen kostet die Maß 14,80 Euro, das sind 20 Cent mehr als zuvor. Zu diesem Preis gibt auch der Wasenwirt seine gefüllten Krüge aus laut Getränkekarte auf der Internetseite.

179. Auflage des Festes beginnt am 25. September

Am 25. September schlägt Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) pünktlich (16.00 Uhr) das erste Fass an, danach läuft es in allen Festzelten. Bis zum 11. Oktober steigt der «Herbstwasen» am Neckarufer mit insgesamt 240 Betrieben, darunter 8 Festzelten sowie Achterbahnen, Karussellen, Imbissständen und dem Krämermarkt. Im vergangenen Jahr zählte das Fest nach Angaben der Veranstalter insgesamt rund 4,2 Millionen Besucherinnen und Besucher. 

In diesem Jahr fällt es allerdings wieder etwas kleiner aus: Denn fast zeitgleich wird vom 27. September bis 4. Oktober auf das Landwirtschaftliche Hauptfest (LWH) geladen. Es ist nach Angaben der Veranstalter Süddeutschlands größte Fachmesse für Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft. Aus diesem Fest hat sich über die Jahrzehnte der «Herbstwasen» als zweitgrößtes Volksfest der Welt nach dem Oktoberfest in München entwickelt. Das Hauptfest findet in der Regel alle vier Jahre statt. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Wolt startet in Berlin ein eigenes Catering-Angebot für Firmenkunden und geplante Veranstaltungen. Im Laufe des Jahres 2027 soll Wolt Catering schrittweise auf weitere deutsche Städte ausgeweitet werden.

Die US-amerikanische Bäckereimarke Cinnabon baut ein Franchisesystem in Deutschland auf. Der erste Standort der CB Germany GmbH soll im Oktober 2026 im Limbecker Platz in Essen eröffnen. Weitere Standorte sind bereits vorgesehen.

Die Wiesn naht - und auch die Rettungskräfte sind vorbereitet. Die Sanitätsstation auf dem Festgelände wappnet sich für den Rund-um-die-Uhr-Betrieb. Dabei gibt es in diesem Jahr einige Neuerungen.

Tim Striegel ist der "Aufsteiger des Jahres 2026" von Der Feinschmecker. Der 25-jährige Koch aus dem Restaurant "Das Philippin" in Rutesheim bei Stuttgart setzte sich bei der Leserwahl gegen sechs weitere junge Talente durch.

Deutschland belegt bei den Rahmenbedingungen für Restaurantgründungen im Vergleich von 20 EU-Märkten Rang sieben. Der Restaurant Launch Report des Metro Marktplatzes weist für Deutschland 99,9 Punkte bei Wettbewerb und Immobilien und 36,9 Punkte bei Gründung und Personal aus.

Im Leipziger Hauptbahnhof eröffnet am 16. September Robyn’s mit einer automatisierten Küche. Nach der Bestellung am Terminal übernimmt ein Robotiksystem zentrale Schritte der Zubereitung und kocht die Gerichte vor Ort.

Big Squadra eröffnet ihren dritten Standort in Berlin im historischen Kranzler Eck am Kurfürstendamm. Im November startet das neue Lokal unter dem Namen Circolo Popolare in der bekannten Rotunde des Gebäudes aus den 1950er-Jahren.

Vom 19. September bis 4. Oktober 2026 findet in München das Oktoberfest statt. Auswertungen von Amadeus Travel Intelligence dokumentieren dabei signifikante Verschiebungen bei den internationalen Herkunftsmärkten und dem Buchungsverhalten der Flugreisenden.

Die Handelsgastronomie hat ihren Umsatz 2025 um 7,1 Prozent auf 13,29 Milliarden Euro gesteigert. Damit lag das nominale Wachstum deutlich über dem Plus von 1,8 Prozent in der Gastronomie insgesamt, deren Umsatz preisbereinigt um 2,2 Prozent zurückging.

Der Deutsche Gastro-Gründerpreis 2027 hat seine offizielle Bewerbungsphase gestartet. Ab sofort können Gründer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ihre gastronomischen Konzepten für den Wettbewerb einreichen.