Sodexo-Ranking: Das waren die Kantinen-Favoriten 2025

| Gastronomie Gastronomie

Der Caterer Sodexo hat die Verzehrzahlen des Jahres 2025 analysiert und die Favoriten in der deutschen Betriebsgastronomie ermittelt. Die Ergebnisse verdeutlichen einen strukturellen Wandel in der Gemeinschaftsverpflegung: Während traditionelle Gerichte weiterhin eine zentrale Rolle spielen, gewinnen internationale Einflüsse und pflanzenbasierte Optionen signifikant an Boden. Das moderne Betriebsrestaurant entwickelt sich zunehmend zu einem Ort der kulinarischen Vielfalt, der sich an globalen Trends orientiert.

Die Top-Gerichte des Jahres 2025

In der Gunst der Gäste standen im vergangenen Jahr sechs Kategorien besonders weit oben. Zu den meistgekauften Speisen zählten Spaghetti Bolognese und die Currywurst, die als klassische Sättigungsgerichte ihre Popularität behaupten konnten. Daneben etablierten sich Bowls und Salate als leichte, modular aufgebaute Alternativen. Ebenfalls unter den Top-Platzierungen finden sich Burger in verschiedenen Variationen, mexikanische Gerichte wie Burritos und Fajitas sowie unterschiedliche Asia-Nudel-Variationen.

Laut Sodexo sind insbesondere die internationalen Speisen sowie Burger bei jüngeren Zielgruppen gefragt. Diese bevorzugen eine größere Aromenvielfalt und Abwechslung im Arbeitsalltag. „Unsere Gäste zeigen uns jeden Tag mit ihren Entscheidungen, wohin sich die Betriebsverpflegung entwickelt", erklärt Jascha Händle, Food-Experte bei Sodexo Deutschland. Die Klassiker verschwinden nach seiner Einschätzung zwar nicht, erhalten jedoch verstärkt Konkurrenz durch Angebote, die die Vielfalt der externen Gastronomie widerspiegeln.

Pflanzenbasierte Ernährung als Standard

Ein wesentliches Ergebnis der Auswertung ist der hohe Stellenwert der pflanzlichen Ernährung. Veganen und vegetarischen Varianten von Klassikern wie Bolognese oder Burgern kommt eine Schlüsselrolle zu. Sodexo verfolgt hierbei seit Anfang 2024 ein spezifisches Konzept: Alle Gerichte werden grundsätzlich auf pflanzlicher Basis konzipiert. Die Gäste haben anschließend die Wahl, ob sie das Gericht rein pflanzlich belassen oder um tierische Komponenten ergänzen möchten. Dieser Ansatz soll eine nachhaltigere Ernährungsweise fördern, ohne die Wahlfreiheit der Konsumenten einzuschränken.

Unterschiede zwischen Produktion und Verwaltung

Die Analyse zeigt deutliche Differenzen im Essverhalten je nach Arbeitsumfeld. In Produktionsstandorten, den sogenannten Blue-Collar-Betrieben, werden bevorzugt herzhafte und schnell sättigende Speisen nachgefragt. Hier dominieren neben der Currywurst vor allem Eintöpfe und Nudelgerichte.

Im Gegensatz dazu bevorzugen Beschäftigte in Bürostandorten, den White-Collar-Betrieben, leichtere und modernere Kost. In diesem Umfeld sind Bowls und Salate die am häufigsten gewählten Speisen. Jascha Händle betont, dass die Speisepläne gezielt auf diese unterschiedlichen Bedürfnisse der Arbeitswelten ausgerichtet werden, um sowohl traditionelle als auch trendorientierte Ansprüche zu bedienen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Provokante Ansage aus Köln: Das Zwei-Sterne-Restaurant Ox & Klee erklärt das klassische Fine Dining für tot. Inhaber Daniel Gottschlich setzt ab sofort auf ein Konzept ohne Dresscode, bei dem Köche zu Kellnern werden und das Erlebnis die Etikette ersetzt.

Vom 19. Februar bis zum 8. März 2026 findet im Rheingau das 29. Rheingau Gourmet & Wein Festival statt. Zahlreiche hochkarätige Veranstaltungen sind bereits stark gebucht, für viele Events stehen nur noch wenige Plätze zur Verfügung. Wer sich einen Platz bei den begehrten Dinners, Lunches, Masterclasses oder den legendären Partys sichern möchte, sollte nicht zu lange warten.

Die US-Marke Texas Chicken kommt nach Deutschland. Mit der Eröffnung des ersten stationären Restaurants im saarländischen St. Wendel sowie der Inbetriebnahme einer Ghost Kitchen in Brandenburg erfolgt der offizielle Markteintritt des Unternehmens.

Die übergroße Mehrheit der Bundesbürger glaubt nicht daran, dass nach der Mehrwertsteuersenkung in der Gastronomie jetzt auch die Preise sinken. Dennoch will fast jeder Vierte künftig häufiger essen gehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Nürnberg Instituts für Marktentscheidungen. 

Der Lieferando Report 2025 analysiert die Bestellgewohnheiten in Berlin und zeigt, wie soziale Medien das Konsumverhalten steuern. Während die koreanische Küche und Smash-Burger Rekordzuwächse feiern, gewinnt der Non-Food-Sektor zunehmend an Bedeutung.

Der Getränkekonzern Diageo hat eine Preiserhöhung für Guinness Draught angekündigt. Branchenexperten und Pub-Betreiber warnen davor, dass es das erste Bier im Standard-Sortiment werden könnte, das in britischen Gastronomiebetrieben die Marke von 10 Pfund pro Pint erreicht.

Plex Coffee ist von München nach Frankfurt expandiert. Parallel setzt das Cafékonzept nach eigenen Angaben auf Künstliche Intelligenz, um interne Abläufe und die Mitarbeiterschulung zu organisieren.

Der aktuelle Gastronomie Trendbericht 2026/27 von Pierre Nierhaus analysiert die Branche als sozialen Klebstoff. Die Untersuchung zeigt, wie Digitalisierung und eine neue Gastgeberkultur das Gastgewerbe zwischen Effizienz und persönlicher Nähe neu definieren.

Der Guide Michelin veröffentlicht am 18. März 2026 seine neue Restaurant-Selektion für Österreich. Nach der letztjährigen Vergabe von 82 Sternen stehen diesmal neben der regionalen Qualität und Saisonalität auch wieder spezielle Auszeichnungen für Service und Nachwuchskräfte im Fokus der Bewertung.

Mit Beginn des Jahres 2026 rückt die Spitze der deutschen Gastronomieszene enger zusammen: Ein neues Trio führt das Ranking der Restaurant-Ranglisten an. Durch den Wegfall des Gault&Millau aus der Wertung und zahlreiche Aufsteiger in der Spitzengruppe, ergibt sich ein umfassend neues Bild der besten kulinarischen Adressen Deutschlands.