Starbucks sieht sich nach Quartalszahlen am Wendepunkt

| Gastronomie Gastronomie

Starbucks hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 ein Umsatz- und Ergebniswachstum erzielt. Laut Mitteilung stiegen die Nettoerlöse auf 9,5 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die weltweiten vergleichbaren Umsätze erhöhten sich um 6,2 Prozent. Das Quartal endete am 29. März 2026.

Mehr Transaktionen treiben globales Umsatzwachstum bei Starbucks

Nach Angaben des Unternehmens wurde das Wachstum vor allem durch eine steigende Zahl von Transaktionen getragen. Diese legten weltweit um 3,8 Prozent zu, während der durchschnittliche Bon um 2,3 Prozent stieg.

In Nordamerika verzeichnete Starbucks laut Mitteilung ein Plus der vergleichbaren Umsätze von 7,1 Prozent, in den internationalen Märkten von 2,6 Prozent. In China lag das Wachstum bei 0,5 Prozent, wobei ein Anstieg der Transaktionen um 2,1 Prozent durch einen Rückgang des durchschnittlichen Bons um 1,6 Prozent teilweise ausgeglichen wurde.

Ergebnis je Aktie steigt auf 0,45 US-Dollar im Jahresvergleich

Das Ergebnis je Aktie nach GAAP lag laut Unternehmensangaben bei 0,45 US-Dollar, nach 0,34 US-Dollar im Vorjahresquartal. Auf bereinigter Basis wurden 0,50 US-Dollar je Aktie ausgewiesen. Der Nettogewinn stieg auf 510,9 Millionen US-Dollar.

Die operative Marge nach GAAP erhöhte sich um 180 Basispunkte auf 8,7 Prozent, während die bereinigte operative Marge bei 9,4 Prozent lag.

CEO Niccol spricht von Wendepunkt im laufenden Geschäftsjahr

Brian Niccol, Vorstandsvorsitzender von Starbucks, erklärte laut Mitteilung: „Our second quarter marked the turn in our turnaround as our Back to Starbucks plan drove both top and bottom line growth.“

Weiter sagte er: „This is the Starbucks our customers deserve and the Starbucks we believe will deliver long-term growth and value for our partners and shareholders as we execute consistently, at-scale.“

In einem begleitenden Transkript wird Niccol zudem mit den Worten zitiert: „For the first time in more than two years, we delivered growth on both the top line and the bottom line.“

Finanzchefin verweist auf Entwicklung bei Margen und Kosten

Finanzchefin Cathy Smith erklärte laut Mitteilung: „We’ve been clear that topline improvement would come first, with earnings growth to follow.“

Weiter sagte sie: „We have more work to do, but we’re pleased to see the combination of our comp growth and cost discipline starting to show up in margins.“

Nordamerika mit Umsatzplus, aber rückläufigem operativen Ergebnis

Im Segment Nordamerika stieg der Umsatz laut Starbucks um 7 Prozent auf 6,9 Milliarden US-Dollar. Das operative Ergebnis sank hingegen auf 679,9 Millionen US-Dollar, nach 748,3 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal. Die operative Marge lag bei 9,9 Prozent.

Als Gründe nennt das Unternehmen unter anderem Investitionen in Personal im Rahmen des Programms „Back to Starbucks“ sowie Inflationseffekte.

Internationales Geschäft steigert operatives Ergebnis deutlich

Im internationalen Segment wuchs der Umsatz laut Mitteilung um 10 Prozent auf 2,1 Milliarden US-Dollar. Das operative Ergebnis erhöhte sich auf 398,6 Millionen US-Dollar, nach 217,0 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal. Die operative Marge erreichte 19,4 Prozent.

Nach Angaben des Unternehmens wirkten sich hier unter anderem geringere Abschreibungen sowie niedrigere Betriebskosten aus, nachdem Vermögenswerte in China als zur Veräußerung gehalten eingestuft wurden.

Starbucks hebt Prognose für Geschäftsjahr 2026 an

Für das Gesamtjahr erwartet Starbucks nun laut Mitteilung ein Wachstum der vergleichbaren Umsätze von mindestens 5 Prozent. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll zwischen 2,25 und 2,45 US-Dollar liegen.

Zudem plant das Unternehmen, weltweit etwa 600 bis 650 neue Standorte netto zu eröffnen. Der Verwaltungsrat beschloss eine Dividende von 0,62 US-Dollar je Aktie, zahlbar am 29. Mai 2026.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Tongseng Kambing statt Frietjes - in der Regierungshauptstadt bieten über 60 Restaurants Gerichte, deren kulinarischen Wurzeln in die Kolonialzeit zurückreichen. Oft günstig, immer lecker.

Sodexo Deutschland plant die Übernahme des Betriebsgastronomie-Anbieters Menü2000. Das familiengeführte Unternehmen betreibt rund 250 Betriebsrestaurants und erzielte zuletzt einen Umsatz von 77 Millionen Euro.

Die Alpe Mohr, eine über 110 Jahre alte und über die Region hinaus bekannte Ausflugsgaststätte bei Oberstaufen, ist in der Nacht zum 3. August vollständig abgebrannt. Verletzt wurde niemand, die Kriminalpolizei Kempten ermittelt zur Brandursache.

Nur noch 50 Mal schlafen, dann heißt es wieder «Ozapft is». Rund anderthalb Monate vor dem Start des 191. Münchner Oktoberfestes hat die Stadt mitgeteilt, was in diesem Jahr neu ist.

Nach zehn Veranstaltungstagen zieht die Hannover Veranstaltungs Gesellschaft eine positive Zwischenbilanz für das Maschseefest und verzeichnet trotz wetterbedingter Einschränkungen rund 1.040.000 Gäste. Auch die Gastronomen zeigten sich zufrieden.

Mit Beginn der Saison 2026/27 übernimmt Supreme Sports Hospitality das Catering in der schauinsland-reisen-arena. Das neue Konzept umfasst modernisierte Kioske, ausschließlich Kartenzahlung sowie ein erweitertes Speisen- und Getränkeangebot.

Bereits Anfang Mai hat das Hotel Titanic Gendarmenmarkt Berlin sein neues Restaurant „the Main“ eröffnet. Das Konzept ersetzt den mehr als zehn Jahre bestehenden Beef Grill Club in der Französischen Straße und verbindet Restaurant, Bar und Lounge zu einem durchgängigen gastronomischen Angebot.

Mehr als 50 Gastronomiebetriebe und Festzelte sind am 29. Juli 2026 in München mit den Qualitätssiegeln „Ausgezeichnete GenussKüche“, „Ausgezeichnete Bierkultur“ und „Ausgezeichnetes Festzelt“ geehrt worden. Eine Übersicht aller ausgezeichneten Betriebe finden Sie am Ende des Artikels.

Tchibo hat in Hamburg-Eimsbüttel einen Pop-up-Standort unter dem Namen „The Coffee Spot by Tchibo“ eröffnet. Mit dem neuen Kaffeebar-Konzept will das Unternehmen Erkenntnisse über die Akzeptanz eines eigenständigen Formats gewinnen.

Das Restaurant Süd im Zürcher Hauptbahnhof erhält einen neuen Betreiber. Nach anhaltenden Verlusten geben Valentin Diem und Nenad Mlinarevic den Betrieb an Candrian ab. Nach Angaben von Valentin Diem sei der Betrieb wirtschaftlich nicht tragfähig gewesen.