Sterne-Gastro-Preisdifferenzierung: 3.000 Euro in drei Tagen

| Gastronomie Gastronomie | Marketing Marketing

Heute startet Billy Wagner im Resturant Nobelhart & Schmutzig mit einem für die Gastronomie ungewöhnlichen Preismodell. Es gelten dann verschiedene Preise für das gleiche Menü. Ist die Nachfrage hoch, steigt der Preis, ist sie niedrig, wird es günstiger. Die Zeitschrift Impulse hat sich das neue System genauer angeschaut.

Als Wagner im März die neue Preisstruktur ankündigte, erläuterte er, dass die Realität der deutschen Gastronomie auch das Nobelhart & Schmutzig eingeholt habe. Am Dienstag und Mittwoch blieben gelegentlich ein paar Plätze frei, während der Donnerstag, der Freitag und der Samstag weiterhin brechend voll seien.

„Unser Personal müssen wir an fünf Tagen beschäftigen, um auch die Spitzentage mit Qualität zu bedienen, aber wenn Dienstag und Mittwoch nicht ausgebucht sind, sind die Personalkosten zu hoch, sodass zu wenig hängen bleibt.“ Daher gibt es in dem Sternerestaurant ab sofort verschiedene Preise. An jeden Donnerstag, Freitag und Samstag und vor Feiertagen die Speisenfolge von zehn Gängen einschließlich Brita-Tafelwasser für 120 Euro angeboten. Am Dienstag und Mittwoch bleibt alles beim Alten, also bei 95 Euro.

Ob die Sache mit den verschiedenen Preisen funktioniert werden die kommenden Wochen zeigen. Geht alles gut, macht Wagner binnen drei Tagen 3.000 Euro mehr Umsatz.

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Gastronomieunternehmen cuisyn hat eine Finanzierungsrunde abgeschlossen und übernimmt mehrere Betriebe im Rhein-Main-Gebiet. Mit dem Kapital plant das Unternehmen eine weitere Expansion.

Potsdam führt zum 1. Juli 2026 eine Verpackungssteuer auf Einwegverpackungen ein. Während die Stadt auf mehr Sauberkeit und weniger Müll abzielt, äußern Branchenverbände Kritik an zusätzlichen Belastungen für Betriebe und Verbraucher.

Eine YouGov-Auswertung zeigt: Weniger Gäste besuchen Restaurants, und pro Besuch wird weniger bestellt. Die Mehrwertsteuersenkung verändert das Verhalten der Konsumenten bislang nur begrenzt.

Die Betreiber des Restaurants Maerz beenden ihren Betrieb in Bietigheim-Bissingen zum 31. Dezember 2026. Als Gründe für die Standortaufgabe nennt das Unternehmen begrenzte Entwicklungsmöglichkeiten und das Ende der Zusammenarbeit unter den aktuellen Pachtbedingungen.

Klüh Catering übernimmt die Mitarbeitergastronomie im neuen Condor-Hauptsitz am Frankfurter Flughafen. Das Konzept umfasst die Versorgung von täglich 300 Gästen sowie den Betrieb öffentlicher Gastronomieflächen im Quartier Gateway Gardens.

Drei Sterne für deutsche Hausmannskost in den Tropen? Labskaus, Spätzle und Omas Rezepte haben das «Sühring» zum kulinarischen Hotspot in Thailand gemacht. Jetzt feiert es zehnjähriges Bestehen.

Die Jeunes Restaurateurs und United Waterways kooperieren künftig bei der Gestaltung der Bordverpflegung und der Ausbildung von Nachwuchsköchen. Die Partnerschaft umfasst über 120 Schiffe und integriert regionale Gastronomiekonzepte sowie Landempfehlungen in das Reiseangebot.

Das Fast-Casual-Konzept Ciao Bella eröffnet am 2. April eine neue Filiale im Iller Center im bayerischen Senden. Das Angebot konzentriert sich auf Pizza- und Pasta-Spezialitäten. Ergänzt wird die Karte durch italienische Gerichte sowie eine Auswahl an Getränken und Aperitifs.

Die 29. Ausgabe des Großen Restaurant & Hotel Guides 2026 benennt die führenden Köche und Betriebe im deutschsprachigen Raum. Neben Martin Stopp als Koch des Jahres werden zahlreiche Aufsteiger und Newcomer wie Jens Madsen oder Daniel Wallenstein ausgezeichnet.

Restaurantkritiker Jürgen Dollase beschreibt strukturelle Schwächen in der deutschen Spitzengastronomie. Seine Analyse umfasst Handwerk, Menügestaltung und Produktumgang.