Sternekoch Anton Schmaus eröffnet Sushi Bar

| Gastronomie Gastronomie

Verkohltes Holz, schwarzes Leder, dunkel gespachtelter Boden und nur 12 Plätze: Aska, die neue Sushi Bar von Sternekoch Anton Schmaus in Regensburg pflegt nicht nur die hohe Kunst der Sushi-Zubereitung, sondern auch die japanische Ästhetik der Reduktion. Am 2. November eröffnet das Restaurant, das eine der ersten Sushi-Adresse für Feinschmecker in Süddeutschland werden will. Der Name stammt aus dem Schwedischen – wie schon der des Restaurants Storstad – und bedeutet „Asche“.

Im Aska sollen die Gäste erleben, was Sushi wirklich sei: kein Fastfood, sondern eine Kunstform, die Sushi-Meister Atsushi Sugimoto traditionell japanisch zelebriere. Sugimoto (55), der die seltene Fugu-Lizenz – die Erlaubnis, den giftigen Kugelfisch zu verarbeiten – besitzt, bereitet jedes einzelne Sushi nach Edomae Art vor den Augen des Gastes am Omakase-Tresen zu und überreicht es nach alter Sitte von Hand zu Hand. Viele Produkte bezieht das Aska aus der Region – vom Oberpfälzer Saibling und Stör bis zu den Garnelen aus Erding. Sakes und Weine, Suppen und Marinaden begleiten die Nigiri- und Sushi-Spezialitäten, die in abgestimmter Reihenfolge gereicht werden. Vegetarische Varianten wird es nicht geben. 
 

Das Aska befindet sich in der Regensburger Altstadt im fünften Stock des historischen Gebäudes Watmarkt 5. Sechs Sitzplätze bietet der Omakase Tresen, weitere sechs Plätze befinden sich an Zweiertischen in privaten Nischen. In den Sommermonaten können die Gäste ihr Sushi auf der Terrasse mit Blick über die Dächer von Regensburg verspeisen.

Auf der gleichen Etage betreibt Anton Schmaus seit fünf Jahren sein Gourmetrestaurant Storstad. „Mit dem tiefschwarzen Aska setzen wir ganz bewusst den Kontrast zum lichtdurchfluteten, hell möblierten Storstad“, erklärt Anton Schmaus. „Auf ihre jeweils ganz eigene Art loten meine drei Restaurants –  das Storstad, das Sticky Fingers und jetzt auch das Aska – Grenzen aus, erzeugen Reibung und fordern die Gäste heraus. Wir wollen keine Streber sein, sondern cool und provokant bleiben. Dieser Anspruch reicht von Interieur über die Atmosphäre bis hin zur Kulinarik. Jedes Restaurant hat seinen ganz eigenen Charakter.“

Der Regensburger Anton Schmaus ist auch der  Chefkoch der deutschen Nationalmannschaft. Nach einem Probelauf beim Confed Cup trat Schmaus 2017 die Nachfolge von Holger Stromberg an und bekochte die Mannschaft auch bei der WM 2018 in Russland.

"Gute Ernährung ist ein Leistungsfaktor, und Anton Schmaus ist einer der besten jungen Köche Deutschlands", sagt Oliver Bierhoff, der Manager der DFB-Auswahl. "Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihm bei der Nationalmannschaft."

Schmaus' Restaurant "Storstad" in Regensburg wurde vom Restaurantführer "Gault-Millau" als Aufsteiger des Jahres 2015 ausgezeichnet und erhielt im selben Jahr einen Stern. Außerdem ist Schmaus Inhaber des "Sticky Fingers" und des "Café Antoinette" im Schloss St. Emmeram in Regensburg. Während seiner Wanderjahre kochte der Regensburger in Lugano, St. Moritz, Stockholm und New York.

"Die Mannschaft zu bekochen, ist eine unglaubliche Ehre und eine anspruchsvolle Herausforderung", sagt Anton Schmaus. "Deutschlands beste Fußballer essen ab sofort dreimal am Tag bei mir. Wir wollen in puncto Ernährung die Basis für Topleistungen legen."


Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Restaurant Heritage im Hamburger Hotel Le Méridien öffnet am 30. April nach einer technischen Modernisierung der Küchenbereiche wieder seine Türen. Neben einem aktualisierten Speisenangebot setzt der Betrieb künftig verstärkt auf neue Veranstaltungsformate.

In Hamburg ist der Genuss-Michel 2026 verliehen worden. Das Fischereihafen Restaurant wurde als Restaurant des Jahres ausgezeichnet, Herbert Seckler erhielt den Ehrenpreis für sein Lebenswerk.

McDonald's Deutschland nimmt Stellung zur angekündigten Klage der Deutschen Umwelthilfe bezüglich früherer Angaben zur Klimaneutralität. Das Unternehmen weist den Vorwurf der Verbrauchertäuschung zurück und verweist auf bereits erfolgte Anpassungen seiner Kommunikation.

In der Allianz Arena in München sind am 26. April die sechs Finalisten des Wettbewerbs „Koch des Jahres“ ermittelt worden. Wie der Veranstalter ROIKA Solutions GmbH mitteilt, qualifizierten sich vier Teilnehmer über den Live-Wettbewerb vor einer Fachjury, zwei weitere über einen Publikumsentscheid.

Im Ausland leben, das heißt viele Erfahrungen mit einer anderen Kultur zu machen. Ein Westfale brachte die Currywurst nach Nairobi – und musste dafür so manches kulinarische Hindernis überwinden.

Eigentlich hat Kenia perfektes Biergartenwetter. Man kann das ganze Jahr hindurch draußen sitzen. Den passenden Gerstensaft nach deutschem Reinheitsgebot gibt es mittlerweile auch.

Das Schlosshotel Münchhausen in Aerzen hat sein gastronomisches Konzept verändert. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde das neue Restaurant „1570 – Casual Fine Dining“ als Nachfolger des bisherigen Gourmetrestaurants „Hilmar“ eröffnet.

In den Streit um Markenrechte an einem Kebab-Gericht kommt Bewegung zwischen einer Bielefelder Dönerkette und dem US-Anbieter Kentucky Fried Chicken. «KFC hat sich entschuldigt und gesagt, das haben sie alles nicht gewollt, und das sei nur ein Zufall gewesen», sagte der Chef der Bielefelder Firma Krispy Kebab.

Georg Strohmeyer feiert sein 10-jähriges Jubiläum als Küchenchef im Hotel Zugspitze in Garmisch-Partenkirchen. Der Wahl-Bayer spricht im Interview unter anderem darüber, wie er auf neue Ideen zu seinen regionalen Kreationen kommt. Tipps für Hobbyköche hat er auch auf Lager.

Am 30. April eröffnet im Westfield Hamburg-Überseequartier das Restaurant Elemente mit lateinamerikanischem Schwerpunkt. Das Projekt verbindet unter anderem internationale Grillkunst mit Hamburger Architekturgeschichte.