Sternekoch Bourgueil: «Ich habe Scheiße gebaut»

| Gastronomie Gastronomie

Nach Rassismus-Vorwürfen gegen den Star-Koch Jean-Claude Bourgueil hat der Restaurantführer Guide Michelin das Düsseldorfer Edel-Restaurant «Im Schiffchen» aus seinem Online-Guide gestrichen. Jetzt äußerte sich Bourgueil im Interview zu den Geschehnissen und zu dem Schritt des Restaurantführers.

«Ich akzeptiere das, das ist ok. Ich hoffe, die nehmen mich bald zurück», sagte Sternekoch Bourgueil am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Über den Schritt berichtete das Fachportal «Tageskarte», so die dpa. 

Grund für die Entscheidung von Guide Michelin war ein Facebook-Post des 73 Jahre alten Kochs vor mehreren Tagen: Auf der Plattform hatte er die Wiedereröffnung seines Bistros nach der Corona-Zwangspause angekündigt - und dies mit dem Zusatz «Chinesen nicht erwünscht !!!» versehen. Unter anderem bei Facebook hatte das für Aufregung gesorgt.
 

Mittlerweile ist der Post nicht mehr online. Auf Anfrage sagte der 73-Jährige, dass er entsetzt darüber sei, was er angerichtet habe: «Ich würde es nicht noch mal machen. Ich habe Scheiße gebaut.» Er habe mit dem Post seine Kritik an der «diktatorischen Regierung und der Macht» Chinas äußern wollen.

Der Oberbürgermeister Düsseldorfs, Thomas Geisel (SPD), sagte laut einer Mitteilung: «Wir werden nicht hinnehmen, dass asiatischstämmige Düsseldorfer wegen der Corona-Pandemie rassistisch beleidigt oder diskriminiert werden. Das Virus ist kein chinesisches Phänomen.» (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Landesumweltamt NRW hat Geruchsmessungen an Holzkohlegrillanlagen in der Gastronomie beauftragt. Ein Forschungsbericht im Auftrag des Umweltbundesamtes untersucht die Emissionen gewerblicher Grills und die Wirksamkeit von Abgasreinigungssystemen.

 

Sechs Köche treten am 16. November in München im Finale von „Koch des Jahres“ an. In fünf Stunden müssen sie ein Drei-Gänge-Menü zubereiten, das anschließend von einer zwölfköpfigen Jury bewertet wird.

Das Posthotel Alexander Herrmann in Wirsberg verändert seine Gastronomie. Im Mittelpunkt stehen das auf 172 Abende begrenzte AURA unchained 172 und die Umwandlung des Bistros „oma & enkel“ in ein fränkisches Wirtshaus.

Laut YouGov ist der Anteil der Alkoholtrinker in Deutschland innerhalb von zehn Jahren von 78 auf 68 Prozent gesunken. Der Barmanager der Hamburger Skyline Bar 20up berichtet zugleich von steigender Nachfrage nach alkoholfreien Cocktails – ihr Anteil am Cocktailverkauf liege bei rund 30 Prozent.

Uber hat den Kauf der US-Cateringplattform ezCater für 2,3 Milliarden US-Dollar vereinbart. Mit der geplanten Übernahme soll Catering in das Angebot von Uber Eats eingebunden werden; der Abschluss steht noch unter Vorbehalt.

Die meisten Gourmetrestaurants seien weniger gefragt als noch vor einigen Jahren, erklärt Gusto-Gründer Markus Oberhäußer und verweist auf ein Überangebot an Fine-Dining-Konzepten. Zum Koch des Jahres kürt der Restaurantführer Sebastian Obendorfer vom Eisvogel in Neunburg vorm Wald.

True Food Kitchen hat ein Chapter 11-Verfahren beantragt und zwölf Restaurants geschlossen. Die US-Kette, an der Oprah Winfrey weiterhin beteiligt ist, betreibt noch 34 Standorte und plant einen gerichtlich beaufsichtigten Verkaufsprozess.

Am 2. November verkündet der Michelin Guide Schweiz seine Restaurantauswahl für das Jahr 2026. Die Zeremonie findet dieses Jahr auf fast 1.500 Metern Höhe in Andermatt in den Schweizer Alpen statt.

Das Münchner Oktoberfest ist ein Millionen-Spektakel. Doch noch nie war so viel los wie in diesem Jahr. Von einer «Gute-Laune-Wiesn» spricht die Stadt - doch wo viel Licht ist, gibt es auch Schatten.

Paris führt das Streetfood-Ranking von Radical Storage vor Athen und Thessaloniki an. Die Untersuchung aus April 2026 vergleicht 6.897 Betriebe und berücksichtigt unter anderem Anbieterdichte, Preise und Bewertungen.