Stornierungswelle in Thüringens Gastgewerbe

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Die verschärften Corona-Regeln in Thüringen sowie abgesagte Weihnachtsmärkte sorgen für eine Stornierungswelle bei Thüringens Hoteliers und Gastronomen. «Wenn jetzt das Telefon klingelt, dann ist es keine Buchung, sondern eine Stornierung», sagte der Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer Erfurt, Olaf Seibicke, am Freitag in Erfurt.

Die neuen Corona-Regeln, die im Gastgewerbe 2G vorschreiben und damit nur Geimpften und Genesenen Zutritt erlauben, würden viele Gäste verunsichern. «Für uns ist es wie ein vorgezogener Lockdown», äußerte Seibicke, der selbst Hotelier ist. Thüringen ist derzeit zusammen mit Sachsen und Bayern das am stärksten von der Pandemie betroffene Bundesland.

Nach Angaben des Geschäftsführers des Hotel- und Gaststättenverbandes, Dirk Ellinger, sind in Thüringens Hotels und Gaststätten so gut wie alle geplanten Weihnachtsfeiern von Firmen, Familien oder Organisationen, aber auch Tagungen und Kongresse abgesagt. Für viele Betriebe stelle sich inzwischen die Frage, ob sie aus Mangel an Gästen in den nächsten Wochen schließen sollten.

Nach bisher vorliegenden Daten lag die Zahl der gebuchten Übernachtungen in Thüringens Hotels, Gasthöfen und Pensionen bis Ende August mit rund 3,8 Millionen nochmals um fast 14 Prozent unter denen im bereits schlechten Corona-Jahr 2020. (dpa)


 

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